Posts

Posts mit dem Label "Schriftsteller" werden angezeigt.

Warum ich schreibe - Guido Rohm

Bild
Notizen zum Thema Als ich klein war, lebte wir in bitterer Armut. Ich fragte mich oft, warum es keine süße war. Süße Armut hätte uns wenigstens geschmeckt. Wir wären ihr vermutlich treu geblieben, denn wer will schon süße Armut hängenlassen, vor allem, wenn er ein Junge ist. Aber sie war nun einmal bitter. Und so verzogen wir, meine zehn Brüder und ich, oft das Gesicht, wenn uns Mama zwang, in die Armut zu beißen. Das wäre immer noch besser, als ins Gras zu beißen, sagte sie. Ins Gras bissen eine Menge Leute. Wir sahen sie, wenn uns Mama in den Kindergarten brachte, in dem ich aufwuchs. (Kindergärten, die sind ein ganz eigenes Thema. Dieses ständige Gießen und Düngen, man wird umgetopft, steht in der Sonne, im Schatten, und das einzig, damit man wächst, wächst, wächst, als gäbe es sonst kein anderes Ziel im Leben.) Ich erzähle das, damit sie einen Einblick in mein Leben bekommen, in die Art und Weise, in der ich erzogen wurde. All diese Dinge spielen eine Rolle, w...

Meine Lieblingsbuchhandlung ... mit Guido Rohm

Bild
Guido Rohm, Schriftsteller und Künstler http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Rohm Jetzt hat man mich gebeten ... Sie haben das ja bestimmt gelesen? Über Amazon und so! Die sind ... Wohlgelitten sind sie nicht mehr, seitdem bekannt wurde, dass sie bei Amazon die Leute schlagen und in Bussen durch ... Kanäle in der Erde transportieren ... Das kam nicht gut an, beim interessierten Erreger, dass Amazon quasi das Vierte Reich auf Erden ist. Die sind nur noch vergleichbar mit ... Sie wissen schon! Und jetzt soll ich meine Lieblingsbuchhandlung vorstellen, damit man einmal einen positiven Schritt zurück an die Oberfläche der Welt wagt. Ja! Schön, dass man mich gebeten hat, kann ich da nur sagen. Fein! Lieblingsbuchhandlung also! Habe ich Ihnen schon erzählt, dass ich mein Haus kaum noch verlasse. Also, ich geh schon raus. Der Mensch braucht das ja: Luft, Atemluft, Benzinluft, Smog, Fabrikgestank. Ohne wird es schnell gefährlich für den Mensch. Drum geht man auch mal raus. Mal ums Haus l...

Elf Fragen von schmerzwach an den Schriftsteller Thomas Reich

Bild
1978  Der Reich erblickt zum ersten Mal das Licht der Öffentlichkeit  1987  Das kreative Talent bricht aus (Schulaufsätze, die nur Ärger bringen...)  1997 Abitur, Freundschaft mit einem renommierten Comiczeichner, erste Bekanntschaft mit den Texten von Bukowski 1998/1999  Das Schreiber erster Texte  2000 Erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Der Reich hat von nun an die Lizenz zum Verkaufen!  2006 Die Homepage geht online  2007 Gründung des Dirty-Dichter-Blogs   2010 Gemeinschaftswerk: Eines meiner Gedichte zusammen mit der Fotokunst von Michaela Pucher auf der Ausstellung JUBILARE als Hommage an Charles Bukowski. Relaunch von Homepage und Dirty-Dichter-Blog. 2011 Der Dirty-Dichter-Blog bekommt einen neuen Look. Fanshop eröffnet. Da werden seine zahlreichen Veröffentlichungen und viele lustige T-Shirts und co. feilgeboten. 1. Wer bist du? Schriftsteller, Blogger, Onlineaktivist. Ein Mann mit vielen Ge...

Elf Fragen von schmerzwach an den Schriftsteller Guido Rohm

Bild
Guido Rohm , geboren am 26.8. in Fulda, ist ein deutscher Schriftsteller und Künstler. Rohms Debüt, der Kurz-geschichtenband Keine Spuren erschien 2009 im Seeling Verlag.  2010 erschien dort sein Erstlingsroman Blut ist ein Fluss .  Er führt den amerikanischen Kultautor Tom Torn, der die Hauptfigur des Roman ist, im deutschsprachigen Raum ein.  Guido Rohm schreibt Essays und Kritiken für verschiedene Onlinemagazine wie zum Beispiel www.evolver.at .  Rohm hat außerdem das literarische Weblog „Aus der Pathologie“ betrieben, das von litblogs.net kuratiert wurde.  Zusammen mit dem Künstler Leszek Skurski erarbeitete er das Projekt Die letztgültigen Wahrheiten . Gerade sind seine spannenden Crime Stories mit dem Titel  Die Sorgen der Killer bei den Kulturmaschinen erschienen.  1. Wer bist du? Wenn ich das wüsste, dann würde ich vermutlich nicht mehr schreiben. 2. Was machst du? Schreiben, um herauszufinden, wer ich bin. 3. Woher kommst du und...

Kitchen Stories TEN

Bild
http://www.startrekrollenspiel.de/mirage/ Archiv/2003/pics/kritik.jpg Was gehört zum Schreiben wie der Schwamm zum Kopf? Die Kritik! Zuhause schreibt man seine Texte, feilt an ihnen, man legt sein Herzblut hinein, man gibt sein Bestes, man saugt sich selbst aus - und dann möchte man etwas dafür zurück haben. Ein Lob, schöne Worte, ein bisschen Aufmerksamkeit, die Aussage, dass man ein Talent sei bzw. Talent habe... „Kritik ist schwer zu ertragen. Besonders wenn sie von einem Freund kommt. Oder von einem Verwandten, einem Bekannten oder einem Fremden...“ sagt   Franklin P. Jones (1887-1929), ein amerikanischer Jurist, ironisch. Meiner Meinung nach ist es besonders schwierig vom Partner kritisiert zu werden, das macht einen fertig. Was das Schreiben angeht: je respektabler der Kritiker ist, ein Autor und Dozent wie Kurt Drawert zum Beispiel, eine bewundernswerte Hanne Kulessa oder Autoren aus der Textwerkstatt, die besonders talentiert sind, desto härter trifft einen die Kritik...

Ich müsste mal was schreiben

Bild
Ein weiterer Gastbeitrag meines Freundes Carsten vom stancer-blog , der sich gerade genauso wie ich mit der Frage nach dem Warum des Schreibens und dem Wer liest das Ganze beschäftigt. Ich möchte insbesondere auf diesen Post hier  http://stancerblog.blog.de/2011/02/14/montagserkenntnis-hobbyschreibers-10593597/ hinweisen, der unter anderem mir gewidmet ist. Im Posting-Tausch antwortet er quasi auf meinen Posting Kitchen Stories SIX  (wenn auch im Voraus ;-)). Viel Spaß damit! Vor einiger Zeit ließ ich mich hier über meine Freude am Schreiben auf der einen und über meine saumäßige Schreibdisziplin auf der anderen Seite aus. Was hat sich seitdem geändert? Nichts. Jedenfalls nichts in Richtung einer erkennbaren Verbesserung. Obwohl, ich schreibe seit einigen Monaten sehr regelmäßig und relativ viel: kurze Texte, nicht länger als 140 Zeichen, die sogar eine gewisse Leserschaft finden und von dieser zuweilen mit einem gelben Sternchen bedacht werden, Sie wissen was ich meine. ...

Kitchen Stories SIX

Bild
Menschen, die schreiben, sagen oft: Wenn ich doch nur die Möglichkeit hätte, mehr Zeit für das Schreiben zu investieren, dann... ja dann wäre mein Leben sehr viel lebenswerter, glücklicher. Nicht schuften müssen, um Geld zu verdienen und zu überleben, sondern einfach Zeit zur freien Verfügung - und schreiben, schreiben, schreiben...  So einfach ist das natürlich nicht. Wer kennt nicht  diese Situation: Du musst eine Haus-/ Magister-/ Diplomarbeit schreiben... und dir fallen plötzlich so viele Dinge ein, die dich am Schreiben hindern, was du alles unbedingt machen musst, putzen zum Beispiel, einkaufen gehen, schließlich hast du nichts da, und was ist, wenn du während des Arbeitens plötzlich Hunger bekommst oder Durst, nein, dann geht es nicht weiter, und schließlich musst du das jetzt noch schnell machen, bevor du nachher in einen Schreibfluss kommst; und dann ruft dich nach dem Putzen/ Einkaufen auch noch der beste Freund an, der Liebeskummer hat - natürlich musst du dich...

Kitchen stories ONE

Bild
Kitchen stories Der schönste Mann der Welt hat mich und mein „Arbeitszimmer“ in die Küche verfrachtet. Jetzt darbe ich hier mit meinem Laptop, dem Drucker und dem viel zu schwachen Licht, denn hatte ich es schon erwähnt: Wir haben so ein kleines Lichtquellen-Problem in unserem Haushalt. Naja, und eigentlich darbe ich auch überhaupt nicht, denn Essen und Trinken ist ja immer in der Nähe, so dass der Arbeits- und der Lebensgenuss ungeahnte Ausmaße annimmt, allerdings auch mein Gewicht, ja, leider. Kitchen stories also ist die neue Reihe in meinem Blog, und in dieser Reihe schreibe ich nun über meinen „Kampf“, den täglichen Versuchen, etwas Literarisches zu schreiben, etwas, das von Belang ist, von Bedeutung. Und ich schreibe über meine Zweifel, über das Veröffentlicht werden wollen, über das Bloggen, die Aufmerksamkeit, die mein Schreiben auf sich ziehen soll, denn nur ein Autor, dessen Texte Verbreitung, ja, viele Leser_innen finden, kann sich Schriftsteller nennen. Und ein Schr...

SCHRIFT-WASSER-ZEICHEN

Der heiligabendliche Gastbeitrag ist aus zweifachem Grunde etwas ganz Besonderes, er stammt von einem Textwerkstatt-Absolventen (2006-2008) (Textwerkstatt unter Kurt Drawert, genauso wie Ulrike Sabine Maier und ich zurzeit), aber vor allem war er zwischen 2005 und 2008 quasi mein Chef - in seiner Funktion als Rektor der Erich Kästner-Schule hat er meinen Arbeitgeber, den ska Darmstadt e.V., beauftragt, die Schulsozialarbeit und die Ganztagsschule zu koordinieren. Und da komme ich dann ins Spiel... Etwas ganz Besonderes ist dieses Gedicht auch, weil es in 2011 im Jahrbuch der Lyrik (nun DVA) erscheinen wird. http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=356976 . Eine Ehre also, dieses sehr schöne und geheimnisvolle Gedicht hier schon vorab veröffentlichen zu dürfen. Mehr Informationen zum Autoren, der nun in Stedesdorf und in Darmstadt wohnt und als freier Autor und auch als Bundesgeschäftsführer der GGG - Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens tätig ist, auf seiner eigenen info...

Buchcamp 2010

Naja, ihr kennt mich ja, auf allen Hochzeiten tanzen wollen, aber keine Zeit dafür haben, doch dafür schaffe ich dann recht viele Feiern, ohne angeben zu wollen, scheinbar habe ich richtig viel Energie. Die Liebe zu Büchern lässt mich nicht los, am liebsten wäre ich Schriftsteller, das ist ja kein Geheimnis, und Autor bin ich ja gewissermaßen bereits, aber zum Geld verdienen muss ich leider trotzdem mit Autisten und Chaoten zusammenarbeiten, aber das interessiert nicht, so lange ich meine Wohnung und reichlich Essen und Getränke bezahlen kann, aber nun gut. Die Liebe zu Büchern treibt mich jedenfalls an, und deswegen darf ich natürlich nicht bei einem Barcamp mit dem Schwerpunkt "Die Zukunft des Buches" fehlen, also, ta taaaaah, nahm ich also den weiten Weg nach Seckbach, nahe des Lohrbergs auf mich, fuhr mit einem der ungeliebten Busse der RMV, ach, ich habe es überlebt, aber kurz vor dem Erbrechen, wie immer, ich hasse Busfahren wirklich! Was hatte ich vorher erwartet? Was ...