Posts

Posts mit dem Label "Identitätsfindung" werden angezeigt.

Mein erstes Buch

Bild
Darf ich stolz auf mich sein? Ja, ich glaube, ich darf das. Stolz wie Bolle. Oder so. Noch halte ich es nicht in Händen, aber man kann es schon bestellen. :-)  http://amzn.to/qQGTPf Das ist alles so aufregend. Wie wird es den Leser_innen gefallen? Wer interessiert sich dafür, wer möchte mich für Lesungen buchen? Wer hat daran ein Interesse, das Buch zu besprechen oder mich zu interviewen? Wie reagieren die Kranichsteiner und ehemaligen EKS-Schüler_innen auf das Werk - schließlich wurde ich von ihnen inspiriert? Wie viele Bücher verkaufen sich? Die ganze Auflage? Oder doch nicht? Muss eine neue Auflage gedruckt werden? Oder interessiert sich niemand dafür? Es war unheimlich spannend, diesen ganzen Prozess mitzumachen. Von der ersten Idee zum ersten Entwurf, über die erste Kontaktnahme zum Verleger bis zu den ganzen verschiedenen Versionen, Testleser-Runden, über die Titelsuche, die sehr nervenaufreibend und vor allem sehr viel Zeit in Anspruch nahm, bis zur Festlegung wie das Co...

Chi l´ha visto – Wo bist du? von Claudia Rorarius

Bild
Das Roadmovie Chi l´ha visto – Wo bist du? von Regisseurin Claudia Rorarius ist eine spannende Angelegenheit: Es wurde nämlich durch eine Crowdfunding-Aktion erst möglich. Das heißt, dass die Regisseurin im Internet auf einer speziellen Plattform Menschen gesucht hat, die diesen Film sponsern. Eine schöne Aktion. Erzählt wird die Geschichte des jungen Halbitalieners Gianni Meurer, der bei seiner Mutter in Deutschland aufwuchs, und der nun fünfundzwanzig Jahre später seinen leiblichen Vater sucht. Alles, was er hat, ist ein Foto, als der 22 oder 23 war, ein paar Briefe und eine ungefähre Ahnung, dass der Vater in Rom oder Umgebung sein könnte. Er macht sich also auf den Weg nach Italien und redet dort mit vielen Menschen, um nach dem Verbleib seines Erzeugers zu recherchieren... Auf den ersten Blick eine klare Sache, eine Geschichte, wie sie in Privatfernsehen-Formaten gerne auftaucht. Ein Format, dass auch in Italien zu sehen ist, es gibt dem Film seinen Namen: „Chi l´ha visto“. Und ...

"Water Lilies - Naissance des pieuvres" von Céline Sciamma

In diesem Film ist die 15-jährige Marie (Pauline Acquart) die Hauptperson, die an sich selbst und an ihrer Identitätsfindung leidet. Wir beobachten sie, wie sie zu Beginn des Films die Auftritte der Synchronschwimmerinnen verfolgt. Sie bewundert die reifer wirkende, hübsche Floriane (Adèle Haenel), die diese Gruppe führt. Zugleich ist die Außenseiterin Marie mit der leicht übergewichtigen Anne (Louise Blachère) befreundet: eine kindlich-verschworene Freundschaft, die sakrosankte Züge trägt und die zunehmend überschattet wird von der Rivalität zwischen Floriane und Anne, die um den gleichen Jungen buhlen. Doch die sich entwickelnde Distanz hat noch einen anderen Grund: Marie ist in Floriane verliebt und möchte alles tun, um ihr zu gefallen. Zum Beispiel deckt Marie sie, damit Floriane den von ihr angehimmelten Francois treffen kann. Aus dieser Vertrautheit entsteht eine intime Nähe, die in eine ungeahnte Richtung geht. Ursprünglich hatte Céline Sciamma das Drehbuch als Abschlussarbeit a...