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Posts mit dem Label "Krebs" werden angezeigt.

schmerzwach feiert: Premiere "Tausend Tode schreiben" von Christiane Frohmann

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"tausend tode schreiben" Cover, copyright: Ursula Steinhoff Ich durfte an einem wunderbaren Projekt teilnehmen: "Tausend Tode schreiben" - die ersten 135 Texte (Version 1/4) ist seit heute käuflich:  https://minimore.de/shop/christiane-frohmann-hg-tausend-tode-schreiben-version-14/  bis zur Leipziger Buchmesse wird es drei Aktualisierungen geben. Ein wunderbares Projekt mit wunderbaren Mitstreiter*innen.  Zur Feier des Tages gibt es meinen Text von #1000todeschreiben hier auf dem Blog: "Lebst du auch noch?", begrüßte mich S. naiv freudestrahlend. Sicher wusste ich, wie er es meinte. S. war kein guter Freund, jedoch ein Mensch, den ich sehr mochte, und lange nicht mehr gesehen hatte. Genau sechs Monate: Meine Zeit auf der Kinderkrebsstation von Pfaundler in der Freiburger Uni-Kinder-Klinik. "Frag das nie einen Krebser!", erwiderte ich streng, wohl damit rechnend, dass ihm die Kinnlade herunterklappte. Es war mehr eine Frage des Prinzi...

Liebe/r Kim. Briefroman

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Mein persönlichster Roman, inspiriert von der eigenen Krebserkrankung als Sechzehnjähriger und von der späteren Lektüre der "Leiden des jungen Werther", erscheint heute, am 12.9. - es macht mich glücklich! Und darum geht es: Ein Anruf reißt Kosmás aus dem beschaulichen Gleichgewicht seines Lebens. Bei seinem Neffen wurde Krebs diagnostiziert. Zwanzig Jahre ist es nun her, dass er selbst an einem Weichteilsarkom im Knie litt. Ist das nun Zufall? Erbliche Vorbelastung? Er muss nach Hause und seine Notizen suchen. Jahrelang hatte er vor, sie in den PC einzugeben und auszudrucken, doch alleine die Aussicht, das alles abtippen und noch einmal durchleben zu müssen, ließ seine Stimmung sinken. Könnten diese Seiten auch seinem Neffen helfen und ihm in seiner Bedrohung Beistand leisten? Einen Versuch ist es wert. Kosmás hat den Krebs damals überlebt, und ebenso die Chemotherapie und Bestrahlungen. Woher die Idee kam mit den Tumor zu sprechen, weiß er nicht mehr – damals hat e...

Ein persönlicher Post: Tumor-Trauma?!

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Kann man es ein Trauma nennen? Als ich fünfzehn bekam ich eine Diagnose: Mein Tumor war also bösartig, wurde zwar ganz entfernt, eine  Chemotherapie und Bestrahlungen musste ich trotzdem durchmachen. Ein halbes Jahr lang. In Freiburg damals auf der Kinder-Krebs-Station von Pfaundler. Mittlerweile ist das 22 Jahre her. Und trotzdem. Dieses Jahr erscheint nach all dieser Zeit ein Briefroman, der diese Zeit verarbeitet. Bereits im letzten Jahr erschienen zwei Kurzgeschichten in meiner Anthologie "Liebe und andere Schmerzen", die sich auch mit dem Thema Krebsleiden bei Jugendlichen beschäftigten. Kein Zufall! Lange Zeit dachte ich, dass ich diese sehr prägende Krankheit vollständig verarbeitet hätte, dass ich überhaupt kein Problem hätte. Aber warum kann ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green nicht lesen? So oft hatte ich es in den Händen, mich dann doch nicht getraut. Trauma?! Offensichtlich habe ich ein Trauma - eines, das immer wieder Bahn bri...

Sandra Wöhe: Fünf Jahre danach

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"Fünf Jahre", sagten sie, "dann bist du über dem Berg." Fünf Jahre - für einen 15jährigen ist das keine kurze Zeit, es ist ein Drittel des bisherigen Lebens. Fünf Jahre lang sollte ich nach meiner Krebserkrankung regelmäßig weiter in die Onko-Ambulanz gehen. Fünf Jahre lang. In denen man immer wieder mit Ängsten konfrontiert ist. Wird bei der nächsten Untersuchung ein Rückfall diagnostiziert? Wieso sind meine Lymphknoten an der Leiste schon wieder angeschwollen? Ein Sicherheits-MRT? Und was ist da Verdächtiges zu sehen, dass der Arzt ein extra langes Gespräch führen möchte? Fünf Jahre lang Alpträume nachts (nicht dass ich danach keine mehr gehabt hätte), in denen ich von Situationen während meiner Zeit in der Freiburger Uni-Kinder-Klinik träumte, schwitzend aufwachte, gewahr wurde, dass ich zuhause schlief - und gesund und munter war. Mir aber den Kopf zermarterte, wieso ich diese Träume hatte - wurde ich wieder krank? Fünf Jahre nach der Krebserkrankung von San...

Utopia - Was ist meine Utopie?

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Christiane Jatahy (BR)  utopia.doc  Mi. 09. — So. 13.10.2013 VIDEOINSTALLATION  * ab 17.00 Uhr, Eintritt frei.  In brasilianischem Portugiesisch mit deutschen Untertiteln  ORT  Studio 2  Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main Eröffnung Mittwoch ab 17 Uhr - da werden auch alle Projekt-Teilnehmer/innen anwesend sein Mehr zum Projekt: http://www.mousonturm.de/web/de/ veranstaltung/utopia-doc Ein paar der Dinge, die ich gesagt habe: ... Meine Eltern sind typische Gastarbeiter, haben sich in Deutschland erst kennen gelernt, in Griechenland hätten sie sich vermutlich nie getroffen, sie kommen geografisch aus unterschiedlichen Gegenden. Trafen sich dann ausgerechnet in Kehl am Rhein. Zu meinem Leidwesen. Kehl ist das letzte Kaff. Immerhin ist es an der Grenze zu Frankreich und zu einer Großstadt, Straßburg, die sogar sehr schön ist. Mich hat diese Thematik Fremde und Heimat, Integration und Migration usw. immer stark beschäftigt. I...

schmerzwach reist: Waldkirch

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Es gibt ja einen Grund dafür, dass dieser Blog schmerzwach heißt ... schmerzwach lag ich oft in meinem Bett, früher noch mehr als heute, immer noch, ja, aber damals ... damals war das alles viel schmerzlicher ... Wie oft lag ich im Bett und hatte Angst, Angst, wieder diesen alles zerstörenden Krebs in mir drin zu spüren?! Hatte Alpträume, war nass geschwitzt. Als ich 16 war, im Jahr 1992, hatte ich einen bösartigen Tumor an meinem Knie. Von Januar bis Juli war ich Patient der Unikinderklinik in Freiburg, von Pfaundler heißt die Station. Sechs Monate waren das, sechs Wochen Bestrahlungen, acht Zyklen Chemotherapie, in denen es immer vier Tage Medikamente durch meinen Körper schießen hieß, dann zwei Wochen Regenerationsphase zuhause. Diese ganzen Erlebnisse habe ich literarisch verarbeitet, das Buch wird beim Größenwahn Verlag erscheinen, in der nicht allzu fernen Zukunft – In diese Zeit reiste ich aber Sonntag erneut, als ich meine ehemalige Krankenpflegerin U. traf – das war mein...

Krankenhaus-Künstler

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Das weiß man sicherlich nicht, aber einer meiner ersten Langtexte war eine wissenschaftliche Hausarbeit zum Thema Krankheit und Tod, wie man in der Gesellschaft damit umgeht und insbesondere im Religionsunterricht - es ist also ein großes Thema in meinem Leben. Selbstverständlich auch deswegen, weil ich zu Teenie-Zeiten sehr lange auf einer Kinder-Krebs-Station lag. Es ist also ein Thema. Aber wieso so öffentlich? Ich vergleiche mich jetzt nicht mit Christoph Schlingensief oder gar Ai Wei Wei, beides große Künstler und fast noch größere Menschen, an die ich nie heranreichen werde. Doch beide haben auch ihre Krankheiten und Krankenhausaufenthalte zu einem öffentlichen Thema gemacht, was ich sehr begrüße. Warum? Krankheit und Tod sind ein riesiger Bestandteil unseres Lebens, das kann man nicht wegdiskutieren und vor allem nicht weg tabuieren. Uns begegnen diese zwei Themen fast häufiger als die Liebe, über die man immer gerne reden möchte. Wieso so öffentlich, so wenig privat? Früher ...

Stationspirat / von Pfaundler

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http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/10/stationspiraten1.jpg Stationspiraten. Ein Schweizer Film aus dem Jahr 2010. Um vier bzw. fünf Jungs auf einer Krebs-Station... Publikumserfolg. Zum Weinen, aber auch zum Lachen. Vor Kurzem habe ich ihn mir angeschaut. Für mich war er mehr zum Weinen, ja, tatsächlich ich weinte ganz schön viel. Wieso? Vor zwanzig Jahren war ich der Junge auf der Krebs-Station. Bei mir war es Onkologie der Kinder-Universitätsklinik in Freiburg, von Pfaundler. 20 Jahre. Am 19.7.1992 war der letzte Chemotherapie-Tag: Die letzte Infusion von giftigen Zytostatika, die durch meinen Körper geschossen wurde. 19.7.2012 - 20 Jahre danach. Gesunde Jahre. Der 19.7. damals eine Art Geburtstag. So etwas wie Wiedergeburt oder Neuanfang. Ja, ich hatte mir einiges vorgenommen, einiges. Natürlich konnte ich nicht sofort mein Leben ändern, aber in meinem Bewusstsein hat sich so vieles geändert. Ich dachte: Puh, du bist mit dem Leben davongekommen, jetzt mus...

Im Zimmer wird es still von Jan Walther

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Wenn man selbst literarisch schreibt, dann liest man Literatur ganz anders... Und bei manchen Büchern denke ich dann: Oh Mann, das hättest du selbst nicht schreiben können! Wieso dachte ich das bei Jan Walthers Roman? Als Peter an Krebs erkrankt, umsorgt ihn sein Partner so gut er kann. Doch oft ist Andreas überfordert und fühlt sich alleingelassen. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Peter und seiner Angst, ihn zu verlieren. Auch Peter macht sich Sorgen, will Andreas beschützt wissen, ihm das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist. Dann verschlimmert sich Peters Zustand... Jan Walther wählt ein schwieriges Thema: die Krebserkrankung des geliebten Partners - und gerät damit immer wieder in Gefahr, schwülstig oder kitschig zu werden. Doch er wird es nie. Das ist vielleicht die größte Stärke des Autoren. Souverän mit der Sprache umzugehen, dort, wo sie zu zu einem Klischee werden könnte. Ich meine, jede_r kennt doch diese Allgemeinplätze, diese Floskeln, sobald man ...

Schuld

Selbstverständlich hat die aufmerksame Leserin bzw. der aufmerksame Leser dieses Blogs schon seit Langem bemerkt, dass der Verfasser desseleben ein sehr emotionaler Mensch ist, sehr sensibel, schnell von Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt, wie man so schön sagt, oder prosaischer: launisch. Oder sehr sensibel, und natürlich einfühlsam. Daher kann auch die Lektüre eines Romans manchmal zu einer mittleren Sinn- und Lebenskrise bei mir führen. Naja, im Hinblick auf weiter unten: Selbst Fernsehsendungen können dazu führen. So las ich das Jugendbuch "Rotkäppchen muss weinen" von Teresa Beate Hanika (im Fischer Verlag erschienen) und kam zu folgender Stelle auf Seite 103/104: Der Krebs, sagte sie, ist schon ganz lange in mir drin. Jahrelang. Erst ist er nur ein Gedanke, ein Gefühl, ein unglückliches Gefühl, eine kleine Wunde, die dir jemand zufügt, und wenn du nicht zusiehst, dass du diese Wunde heilst, dann wächst daraus etwas, das größer und größer wird, und dann wird man von inn...

Lektorieren Text R.O.T. - Teil 2

Morgens wache ich irritiert auf. Ich hatte einen Alptraum: Ich befinde mich in einer Sporthalle. Sportunterricht. Ein Junge, der sich steif bewegt, kommt herein, als wir gerade Ball spielen. Er kann nur mit einer Hand fangen. Er muss aufpassen, dass aus dem anderen bandagierten Arm keine rote Flüssigkeit fließt. Es ist eigenartig, eklig sogar. Im nächsten Bild liegt er auf einem Krankenbett und wird behandelt. Der linke Arm ist voller Schläuche, die zum rechten Arm führen. Am linken Arm wird er abgestöpselt, am rechten wird der Verband abgemacht. So sieht man, dass da kein Arm ist. „Aber das hast du sicherlich selbst schon gesehen“, sagt die Krankenschwester. Ich melde mich krank, gehe nicht zur Arbeit. Mache einen Termin bei meinem Hausarzt aus. Er gibt mir, ohne mich zu untersuchen, eine Überweisung zum Psychologen. Ich lasse mich zwei Tage krankschreiben. Ich packe meine Sachen und fahre zu meiner Mutter. Die wundert sich, als ich zur Tür hereinkomme. „Ist etwas passiert?“ fragt sie...