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schmerzwach feiert: Premiere "Tausend Tode schreiben" von Christiane Frohmann

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"tausend tode schreiben" Cover, copyright: Ursula Steinhoff Ich durfte an einem wunderbaren Projekt teilnehmen: "Tausend Tode schreiben" - die ersten 135 Texte (Version 1/4) ist seit heute käuflich:  https://minimore.de/shop/christiane-frohmann-hg-tausend-tode-schreiben-version-14/  bis zur Leipziger Buchmesse wird es drei Aktualisierungen geben. Ein wunderbares Projekt mit wunderbaren Mitstreiter*innen.  Zur Feier des Tages gibt es meinen Text von #1000todeschreiben hier auf dem Blog: "Lebst du auch noch?", begrüßte mich S. naiv freudestrahlend. Sicher wusste ich, wie er es meinte. S. war kein guter Freund, jedoch ein Mensch, den ich sehr mochte, und lange nicht mehr gesehen hatte. Genau sechs Monate: Meine Zeit auf der Kinderkrebsstation von Pfaundler in der Freiburger Uni-Kinder-Klinik. "Frag das nie einen Krebser!", erwiderte ich streng, wohl damit rechnend, dass ihm die Kinnlade herunterklappte. Es war mehr eine Frage des Prinzi...

Ein persönlicher Post: Tumor-Trauma?!

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Kann man es ein Trauma nennen? Als ich fünfzehn bekam ich eine Diagnose: Mein Tumor war also bösartig, wurde zwar ganz entfernt, eine  Chemotherapie und Bestrahlungen musste ich trotzdem durchmachen. Ein halbes Jahr lang. In Freiburg damals auf der Kinder-Krebs-Station von Pfaundler. Mittlerweile ist das 22 Jahre her. Und trotzdem. Dieses Jahr erscheint nach all dieser Zeit ein Briefroman, der diese Zeit verarbeitet. Bereits im letzten Jahr erschienen zwei Kurzgeschichten in meiner Anthologie "Liebe und andere Schmerzen", die sich auch mit dem Thema Krebsleiden bei Jugendlichen beschäftigten. Kein Zufall! Lange Zeit dachte ich, dass ich diese sehr prägende Krankheit vollständig verarbeitet hätte, dass ich überhaupt kein Problem hätte. Aber warum kann ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green nicht lesen? So oft hatte ich es in den Händen, mich dann doch nicht getraut. Trauma?! Offensichtlich habe ich ein Trauma - eines, das immer wieder Bahn bri...

Sandra Wöhe: Fünf Jahre danach

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"Fünf Jahre", sagten sie, "dann bist du über dem Berg." Fünf Jahre - für einen 15jährigen ist das keine kurze Zeit, es ist ein Drittel des bisherigen Lebens. Fünf Jahre lang sollte ich nach meiner Krebserkrankung regelmäßig weiter in die Onko-Ambulanz gehen. Fünf Jahre lang. In denen man immer wieder mit Ängsten konfrontiert ist. Wird bei der nächsten Untersuchung ein Rückfall diagnostiziert? Wieso sind meine Lymphknoten an der Leiste schon wieder angeschwollen? Ein Sicherheits-MRT? Und was ist da Verdächtiges zu sehen, dass der Arzt ein extra langes Gespräch führen möchte? Fünf Jahre lang Alpträume nachts (nicht dass ich danach keine mehr gehabt hätte), in denen ich von Situationen während meiner Zeit in der Freiburger Uni-Kinder-Klinik träumte, schwitzend aufwachte, gewahr wurde, dass ich zuhause schlief - und gesund und munter war. Mir aber den Kopf zermarterte, wieso ich diese Träume hatte - wurde ich wieder krank? Fünf Jahre nach der Krebserkrankung von San...