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Liebesgeschichte in 11 Liedern - Teil 11

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Lied 11: Turin Brakes – Fishing for a Dream Ich schleppte mich durch den Tag, arbeitete nicht, müsste mich aber um viele Dinge kümmern. Ich musste mich krankschreiben lassen, sonst würde ich zu all dem nicht kommen. Ich vermisste das ziellose Umherziehen mit den beiden Brasilianern. Vermisste das megalomane Madrid, vermisste die vertraulichen Gespräche mit Tom. Malte mir Szenarien aus, wie ich für längere Zeit nach Madrid kommen könnte, suchte mir Flüge bei Opodo aus, nach Madrid, nach Brasilia… Stellte mir vor, wie ich im Lotto gewinne. Meinen Job kündigen, nach Madrid aufbrechen, nicht bei Tom wohnen, sondern in einem schönen Hotel im Zentrum. Und dann mit João nach Brasilia reisen. Ich nahm das Mobiltelefon in die Hand. Hola Tom. Wo bist du? Du wirst es nicht glauben, ich bin gerade mit Luc in der Stadt rumgelaufen und da saßen João und Arturo auf einer Bank, Luc konnte gar nicht glauben, dass es Zufall war, er meinte, ich hätte mich sicher verabredet mit ihnen. Habe ich aber nicht...

Liebesgeschichte in 11 Liedern - Teil 5 -

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Lied 5: Pink Martini – Je Ne Veux Pas Travailler  Ich arbeite nicht gerne. Ich frühstücke nicht gerne. In Madrid aß ich meist wenig, zumal wenn ich alleine war. Morgens ein Joghurt, nachmittags auch, manchmal Reiswaffeln, manchmal andere Kleinigkeiten, oft hatte ich Hunger. Nur mit Tom aß ich mehr, meist abends oder am Wochenende mehrmals am Tag. Ich rauche aber nicht! Dafür habe ich gelegentlich, ich möchte nicht sagen telepathische Fähigkeiten, allerdings Anwandlungen. Ich sehe Dinge voraus, die vielleicht erst lange Zeit später wahr werden. An diesem Morgen wachte ich mit mulmigem Gefühl auf. Ich wusste, dass ich erneut alleine durch Madrid spazieren musste. Was mir ja bisher nichts ausmachte, aber nach den beiden Tagen mit Tom…  Und im nächsten Moment wusste ich noch etwas: ich treffe diese beiden Jungs noch einmal. Ich werde ihnen in die Arme laufen, so wie am Vortag. Ich war dessen gewiss. Zunächst wollte ich zur Endstation von der Zweier-Metro, Ventas. Da befand sich ...

Auf die eine oder andere Weise - Teil 1

Der Hunger führte uns zusammen! Das antworteten wir gleichzeitig und spontan, als uns meine beste Freundin nach unserem Kennenlernen befragte. Ob wir es noch in zwanzig Jahren so betrachten werden? Ist das nicht genauso eine Konstruktion wie alles, was erzählt wird? Jedes Erzählen, egal ob alltägliches oder fiktives? Hätten wir nicht etwas anderes antworten können? Werden wir bald etwas anderes sagen, wenn jemand es wissen möchte? Oder wird nur der Eine Hunger als Grund angeben, der Andere Begehren? Oder romantischer: Schicksal? Hunger. Auf die eine oder andere Weise. Er saß da und sagte: „Entschuldige, ich muss erst einmal etwas essen. Ganz dringend. Dann reden wir. Ich bin gerade total gereizt, weil ich solchen Hunger habe.“ Ich kannte das Gefühl, und in Wahrheit ging es mir ähnlich, nur dass ich niemals solche Maßnahmen erwogen hätte, um meinen bedauernswerten Zustand zu ändern. Plötzlich musste ich lachen, während ich ihn beim Brezeln Essen beobachtete. Wir saßen in der Nähe vom Ka...

Im Zug nach nirgendwo...

Noch immer 75 Minuten bis nach Frankfurt/Main... Der Zug verspätet sich, verspätet meine Ankunft in den Armen des schönsten Mannes der Welt. Das gefällt mir nicht, habe ich doch schon den vorherigen Zug verpasst hatte und anderthalb Stunden am Leipziger Bahnhof verbringen musste. Und wieso das alles? Weil diese dämlich-langsame Tram von der Messe zum Hauptbahnhof nicht losfuhr, entweder weil sich erst noch alle Menschen in die Wagen stapeln mussten oder aber vielleicht weil sie sich gestapelt hatten und die Tür nicht mehr zuging. Hinterher konnte ich es nicht mehr rekonstruieren. Fakt war mein Zuspätkommen. Und so werde ich wahrscheinlich einschlafen, wenn ich in seinen Armen liege, adhoc sofort. Oder so. Diese Buchmesse hat mich fix und fertig gemacht, dabei hatte ich gar nichts zu tun. Nichts Professionelles. Netzwerke schaffen. Ob das so geklappt hat? Man weiß es nicht. Aber ich kann auch gar nicht mehr darüber nachdenken. Bin einfach zu müde dafür. Apropos Netzwerk: Mein Surfstick ...