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Posts mit dem Label "Schlafen" werden angezeigt.

Krankenhaus-Künstler

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Das weiß man sicherlich nicht, aber einer meiner ersten Langtexte war eine wissenschaftliche Hausarbeit zum Thema Krankheit und Tod, wie man in der Gesellschaft damit umgeht und insbesondere im Religionsunterricht - es ist also ein großes Thema in meinem Leben. Selbstverständlich auch deswegen, weil ich zu Teenie-Zeiten sehr lange auf einer Kinder-Krebs-Station lag. Es ist also ein Thema. Aber wieso so öffentlich? Ich vergleiche mich jetzt nicht mit Christoph Schlingensief oder gar Ai Wei Wei, beides große Künstler und fast noch größere Menschen, an die ich nie heranreichen werde. Doch beide haben auch ihre Krankheiten und Krankenhausaufenthalte zu einem öffentlichen Thema gemacht, was ich sehr begrüße. Warum? Krankheit und Tod sind ein riesiger Bestandteil unseres Lebens, das kann man nicht wegdiskutieren und vor allem nicht weg tabuieren. Uns begegnen diese zwei Themen fast häufiger als die Liebe, über die man immer gerne reden möchte. Wieso so öffentlich, so wenig privat? Früher ...

Pacavelli´s Gedanken Blog: Amphetaminrausch

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Amphetaminrausch Erste Nacht wach, gutes Gefühl, laut, von innen der Krach, folgt schon Tag zwei, immer ein Gedanke, besser schlafen, Nacht ist vorbei, bis Tag drei, mit´m Schlaf ist´s vorbei, keine Kohle, mehr Stoff, egal, wenn ich was leih, reicht bis Tag vier, wie lang bin ich wach? Wo bin ich bloß hier? Fragen, bis Tag fünf hat begonnen, schlechte Laune, alles Gute am Rausch, weg, wie zerronnen, und schon ist´s der sechste Tag, brauche mehr Stoff. Schlafen? Was, wenn ich aufstehen mag? Gekauft. Vernichtet. Tag sieben, höre die Frage. Vergesse sie. Welche Antwort? Hängen geblieben? Wieder wird´s hell, Licht für Tag acht, mehr Stoff. Einmal angefangen, jetzt wird auch weitergemacht, mehr, immer mehr, ist schon Tag neun, kaputt, kein Geld, mehr Stoff würd mich freuen, nachgedacht, wahr gemacht, Tag zehn, völlig verkracht, Körper kann winseln, muss gehen, bis das Herz Mucken macht, genau zu Tag elf, Mitternacht, Herzinfarkt, will mehr Stoff. Der Teufel lacht. Eins im Sinn. Fast umge...

Kränk - Take Two

Wo fange ich nur mit dem Erzählen an? Mit welchen widerlichen Details belästige ich euch zuerst? Letzter Stand: Blut läuft aus der Nase. Ist eben so. Regen Sie sich ja nicht darüber auf, Herr Schmerzwach, ist eben so, wenn die Tamponade rauskommt. Ja, vielen Dank, Herr Doktor! Gefühlte eine Million Medikamente, die ich nun einsetzen muss, aber nicht schneuzen, bitteschön! Schon am Montag fing es mit der Fließbandabfertigung beim Anästhesisten an, was Neues habe ich da nicht erfahren, außer dass meine Hausärztin, die Quick (Blutgerinnung) vergessen hat zu überprüfen. Also, morgen vor der OP nochmal. Ahja, alles klar. Was ist QUICK fragt mich dann die Krankenschwester. Die Kompetenz schreit aus ihr heraus. Ich fühle mich in kompetenten Händen. Hoffentlich kriege ich einen anderen Anästhesisten als den, der sich nicht einmal die Mühe gibt, meinen Namen richtig auszusprechen. Ich bin ja wirklich nicht für Krankenhäuser geboren. Kann keine Tabletten schlucken, ein Trauma, kann nicht schlafe...

Der Leser - Teil 1

Einen Tag nicht zu reden ist nicht so schlimm wie einen Tag nicht zu lesen. Es hat etwas Beruhigendes an sich. Stundenlang unterwegs sein, viele Menschen sehen, doch mit keinem von ihnen ein Wort wechseln. Allenfalls ein kleines Nicken beim Betreten eines Ladens, ein winziges Lächeln beim Aufschauen in der Straßenbahn. Heute morgen wachte ich zu früh auf. Die Baldriantropfen waren Schuld daran. Ich schlafe früh ein, welch Segen!, aber morgens liege ich dann die Decke hin und her wälzend, ständig neue Schlafpositionen ausprobierend im Bett und stehe bald entnervt auf. Ich ging joggen. Immer die gleiche Strecke. In einen Park, in dem keine Hunde erlaubt sind. Das ist wichtig, denn die stören mein Seelenheil. Die machen mich nervös. Dann muss ich das Joggen abbrechen, Endorphine werden nicht ausgeschüttet, ich habe schlechte Laune, fühle mich einsam und unglücklich, möchte mich umbringen. So nicht, mein Lieber, und ich rede wohlgemerkt nicht laut mit mir selbst. Das habe ich nie gemacht....