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Posts mit dem Label "Roman" werden angezeigt.

Der Helene Blues

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Ein neues Projekt: Der Helene Blues .  Auf diesem Blog erscheint ein Fortsetzungsroman namens „Helene Blues“. Jeden Donnerstag wird ein neuer Teil des Werkes hinzugefügt. Neben dem Text sind auf dieser Seite viele Zusatzmaterialien zu finden, die auch im Laufe der Zeit wachsen werden. Also, immer mal schauen, was hier los ist! Aber alles, was hier online gestellt ist, ist unlektoriert und unkorrigiert. Hier auf diesem Blog soll eine Spiel- und Experimentierwiese entstehen. Viel Spaß beim Schmökern! Der Helene Blues Dieses verlängerte Wochenende in einer herrschaftlichen Villa im Elsass, das Helene sich und ihren Freunden zu ihrem dreißigsten Geburtstag gönnt, hat sie sich doch etwas anders vorgestellt. Sie möchte mit ihren Liebsten Cremant trinken, leckeren Käse essen, vor dem Kamin sitzen und gepflegt Whisky trinken, im Elsass pittoreske Dörfer besichtigen, in Kirchen meditieren und im riesengroßen Park der Villa chillen und grillen. Doch kaum haben sich die ersten Fla...

Schwarze Sonne - ein sel noir Krimi von Felix Mennen

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Krimis habe ich immer schon gerne gelesen, nicht erst seitdem ich Guido Rohms Romane kenne, nur habe ich sie früher selten rezensiert. Neuerdings kriege ich häufiger Rezensions-Anfragen für Kriminalromane - ja, das ist auch schön, aber wie oft werden mir da rätselhafte, spannende Plots versprochen, etwas noch nie Dagewesenes, und das vor allem von Indie-Autor/innen (von denen es wie überall gute und schlechte gibt). Doch wie oft sind diese Thriller dann viel zu langatmig (eine spannende Geschichte kann auch auf 100-200 Seiten erzählt werden), viel zu abstrus, die einzelnen Fäden verheddern sich irgendwo, die Figuren sind klischeehaft und tun voraussehbare Dinge. Ganz anders erging es mir mit "Schwarze Sonne" vom Tatort-Drehbuchautoren Felix Mennen, dessen Roman im wunderbaren Salis Verlag erschienen ist.  Bei Carl Banuschas Eintreffen am Tatort ist nicht nur die Leiche verschwunden; das Phantombild der vermeintlichen Toten im Monbijoupark weist zudem eine große Ähnlichkeit...

Der träumende Jonas ZWEI

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Vor Jonas´ Fenster steht ein Kirschbaum. Der konnte nicht  zur Ruhe kommen heute Nacht. Ein Stern leuchtete ihn an.  Dieser fragte den Kirschbaum: »Wieso schüttelst du ständig deine Äste? Wieso kannst du  heute Nacht nicht schlafen?« »Siehst du, mein lieber Stern, normalerweise sollte es  mich nicht aufregen, was dieser Junge in diesem Zimmer  erlebt und fühlt, doch auch der älteste Kirschbaum, der  eigentlich erfahren und weise sein sollte, hat manchmal  solche Momente«, erklärte der Kirschbaum redselig. »Was hat denn der Junge? Ist er unglücklich?« fragte der  Stern.  »Ja, er ist unglücklich. Er liebt die falschen Leute«,  sagte der Kirschbaum, während er seine Äste schüttelte. »Was bedeutet das?« fragte der Stern neugierig nach. »Er ist ein Junge und liebt andere Jungs«, war die Antwort  darauf. »Na und, ist doch gut, dass er lieben kann«, meinte der  Stern irritiert. »Ja, natürlich, aber die Menschen sind der Mein...

Der träumende Jonas EINS

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Bei meinem ersten Buch Plattenbaugefühle wurde ich oft gefragt: Sag mal, ist das biografisch? Nein, war es nicht. Es gab Anteile an dieser Geschichte, die der Realität entsprachen. Der Sozialarbeiter Aris, zufälligerweise griechischer Herkunft, arbeitete zufällig an der gleichen Schule wie der Autor einst. Danny gab es wirklich, nur heißt er anders und ist eigentlich eine Mischung von zwei realen Personen, ja, Shad M. gibt es tatsächlich. Aber nein, bei Jonas aus dem Buch lief das alles ganz anders als bei Jannis, dem Autor. Er hat ganz andere Eltern, kommt aus einer anderen Schicht, hat andere Ansichten als ich damals hatte. Und viel mehr Style. Aber was den Jonas aus Plattenbaugefühle mit dem Jannis eint: Dass beide sehr viel lesen und träumen. "Jonas" war auch immer schon mein ´Alter Ego´. Jonas ist der schwule Anteil von Jannis aka Schmerzwach. Und bevor es Plattenbaugefühle gab, hatte ich schon einen Roman geschrieben. Vor langer, langer Zeit. Und da gab es auch eine...

Kitchen Stories TWENTYFOUR

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Nach dem Buch ist vor dem Buch - ich war im letzten Teil schon dabei, von der Fortsetzung meines ersten Romans, Plattenbaugefühle, zu erzählen. Oder vielmehr von der Recherche dazu. Ein Gefühl für Handlungsorte bekommen, darum ging es am letzten Wochenende in München. Paul muss ja auch irgendwo wohnen. Wieso nicht in einer Studentenbutze in der Nähe vom Goethe-Platz? Von wo aus man bequem in die City laufen könnte. Oder zur Isar. Mit einer alten Treppe, einem Geländer, das vielleicht nicht das Vertrauenswürdigste ist? Und einer blanken Unordnung mit meterweise Geschirr  auf dem Waschbecken? Wie sieht es aus in diesem Viertel? Lassen wir ihn, den Paul, in der Kapuzinerstraße wohnen. Was gibt es in der Nähe für Straßen? Welche Cafes und Kneipen, welche Places to be? Ein PAULaner Brauhaus zum Beispiel? :-) Welche Geschichten gibt es zu erzählen? Zum Beispiel von diesem Jugendzentrum hier, in dem vor allem junge Menschen, die eher "alternativ", "links" sind, v...

TOGGLE von Florian Felix Weyh

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Bei einem Gespräch vor kurzer Zeit wurde ich völlig verblüfft angeschaut, als ich gestand: "Ich bin absolut überfordert mit diesem ganzen Computer- und Internetzeug, ich bin so etwas von überhaupt kein Technik-Nerd...". Ich, der den ganzen Tag auf Twitter, Google+ und Facebook online ist, ständig per Email erreichbar, Tag und Nacht antwortet, ich, der eine elektronische Visitenkarte  besitzt, der bei XING, WKW, bei bloggers und bloglovin usw. ist, der eine Dropbox benutzt, der ein personalisiertes Profil bei Youtube, Putpat.tv und Last.fm hat, Skype und MSN sowieso, und der bei Bloggdeinbuch uvm. mitmischt? Das konnte das Gegenüber nicht glauben. Aber es ist so, ich kapiere das alles nicht. Die Technik-Nerds, die hinter diesen ganzen Sachen stecken, haben alles so einfach und leicht gestaltet, dass selbst ich es schaffe, damit umzugehen. Nur wie das alles funktioniert, wie das auch alles zusammenhängt, das erschließt sich mir nicht. Und warum es so schlecht sein sollte, das...

Bankster von Gudmundur Óskarsson

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Island? Mit Island verbanden wir lange Zeit nur Geysire und weiße Landschaften. Schön zum mal ganz anders Urlaub machen, schön weit weg - und eigentlich wusste man nicht wirklich viel über dieses ferne Land (das viel ferner zu sein schien als die Vereinigten Staaten oder Japan). Bis dann die weltweite Finanzkrise ausgerechnet dort begann. Und kurze Zeit später gab es noch diesen ominösen Vulkanausbruch - der 1666 Meter hohe Eyjafjallajökull brach aus und brachte fürchterliche Aschewolken mit sich, die den gesamten Flugverkehr in Europa lahm legten. In diesem Jahr der Finanzkrise 2008 spielt der Roman Bankster. Island steuert auf die Staatspleite zu. Und viele Banker verlieren ihre Jobs über Nacht. Genauso ergeht es Mar­kús, der völlig konsterniert und überfordert mit der neuen Situation ist. Wie 24 Stunden des Tages ohne das alltägliche Arbeiten herumkriegen? Was tun? Er verfällt ihn eine Ohnmacht, in eine Depression, in seine erste Lebenskrise. Sein Freund Vesteinn, der gerade ...

„Benjamins Gärten“ von Jana Walther

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Es gibt Dinge, die mich besonders freuen. Natürlich gehört dazu, wenn mein Blog von vielen Menschen gelesen wird, und noch mehr, wenn andere Leute glauben, dass es lohnenswert ist, auf meinem Blog zu erscheinen. So schrieb mich vor Kurzem eine talentierte, junge Autorin an und fragte mich, ob ich ihr erstes Buch rezensieren könne. Gerne bot ich ihr an, mir ein Lese-Exemplar  zu schicken. Und ich habe diesen Vorschlag nicht bereut! „Benjamins Gärten“ von Jana Walther ist nämlich ein besonderes Buch. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass eine Frau über eine schwule Liebe schreibt. Sondern sehr viel mehr deswegen, weil es mit seinen knapp 150 Seiten ein dünnes Buch ist. Ganz entgegen des Trends, der zurzeit vorherrscht: dicke Schinken werden gelesen, wenn überhaupt. Benjamin erlebt einen Stillstand. Nachdem seine Eltern verstorben sind, lebt er alleine in seinem Elternhaus, irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Er weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll, lässt sich ...

BOYMEN von Peter Rehberg

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Bereits mit 21 Jahren, während seines Studiums, schrieb der Autor von „American Psycho“ Brett Easton Ellis seinen Kultroman „Unter Null“. In diesem Erstling begleitet er die Hauptperson Clay ein paar Wochen in dessen Leben in Kalifornien. Es ist von Drogenexzessen, Partys, viel Sex mit Frauen und Männern gezeichnet, von Entfremdung, Demotivation und Unlust. Clay verkehrt auf Partys, in denen Snuff-Videos gezeigt werden, in denen abgestumpfte Menschen zwölfjährige Mädchen an Bettpfosten anketten – und er und seine Freundin Blair sind die einzigen, die moralische Bedenken haben. Clay ist auch eine Figur aus dem Roman BoyMen von Peter Rehberg, quasi als Referenz wurde diese Fantasie-Gestalt in das Leben des Protagonisten Felix eingebettet. Letzterer wird bald vierzig, ist gerade dabei, sich ein bürgerliches Leben aufzubauen – und zwar mit Jack, seinem Freund, der ihn dazu drängt, ein Häuschen in der Provinz zu kaufen. Doch es klappt nicht: Jack verlässt seinen Felix, zu unüberwindbar ...

Letzte Runde

Meinen geschätzten Freund Carsten alias Stancer kennt ihr ja aus mehreren Post-Täuschen, zuletzt beeindruckte er mit "Treue - eine Frage der Definition" auf diesem Blog. Nun hat er ein neues Blog eröffnet. Letzte Runde heißt das gute Stück und darin wird er seinen gleichnamigen Roman veröffentlichen. Als Teaser werde ich euch nun sein Vorwort und sein erstes Kapitel präsentieren. Wer nach mehr lechzt, drückt einfach auf den Link weiter oben. :-)  Das Vorwort  Hier das Ergebnis jahrelangen Schaffens, nochmals gründlich überarbeitet: Meine Geschichte "Letzte Runde". Für einen Roman zu kurz, für eine Kurzgeschichte zu lang, also irgendwas dazwischen. Der geneigte Leser möge bitte beachten: 1.) Die Geschichte ist nicht, ich betone, NICHT autobiografisch. Ausnahme: der erste Satz. 2.) Die Geschichte ist nicht jugendfrei; Jugendliche unter achtzehn Jahren sollten sie daher nur unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten lesen, diese können dabei eventuell noch wa...

Kitchen Stories TWELVE

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Doch wie ist es nun, wenn ich möchte, dass meine Bücher von einem Verlag verlegt werden? Ist deren Job, also von den Verlegern, irgendwie. Mein Job ist es, ihnen meine Manuskripte schmackhaft zu machen. Doch es fängt schon damit an: Welches Genre wollen sie eigentlich? Naja, Lyrik lässt sich nicht verkaufen, sagen sie, mh, und was ist mit kookbooks oder luxbooks Verlag? Erzählungen lassen sich nicht verkaufen, sagen sie, mh, da müsse man schon ein großer Schriftsteller sein. Mit Erzählungen anfangen: schon ganz vernünftig. Aber dann müsse man diese in Zeitschriften und Anthologien unterbringen. Die dann wer liest? Vermutlich Verleger, die neue Talente suchen, die dann... was schreiben? ROMANE. Okay. Romane dann eben. Schreibe ich euch. Kein Problem. Aber wie bekomme ich den unter? Ein Exposé muss also her. Doch wie schreibt man so eines? Das nächste Hindernis also. Es soll Interesse machen, den Roman schmackhaft, es soll kurz und prägnant sein, alles Wichtige soll drin stehen, aber d...

Kitchen Stories NINE - über das Blogschreiben

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Ralph Waldo Emerson sagte einst, dass an die Stelle von Romanen schließlich Tagebücher oder Autobiographien treten werden... Tagebücher, ja, elektronische Tagebücher wahrscheinlich, Blogs also, ein Blog, wie dieser hier, oder der stancerblog von Carsten oder einer der unzähligen anderen - die Utopie von Emerson ist wohl wahr geworden. Es gibt einen Zusatz, dass diese Tagebücher oder Autobiographien faszinierende Bücher sein können, " wenn ein Mann es nur versteht, aus dem, was er für seine Erfahrungen hält, das auszuwählen, was wirklich seine Erfahrung ist, und die Wahrheit wahrheitsgemäß aufzuzeichnen." Doch, so könnte man fragen, was ist denn "Wahrheit" und was sind "wirkliche Erfahrungen"? Und was faszinierende Blogs?  Jedes Sprichwort, jedes Buch, jedes kleine Wörtchen, das dir zur Hilfe und Trost bestimmt ist, wird auf geraden oder verschlungenen Wegen zu dir gelangen.  Das ist ein anderes Zitat von Ralph Waldo Emerson und es spricht mich sehr ...

The Things I Hate...

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Also, an Tag 4 der Bücherliste steht nun mein "Hassbuch": Auch hier fällt die Entscheidung etwas schwer, muss ich doch zum Beispiel als Rezensent manchmal wirklich schlechte Bücher lesen, wie z.B. Reinhard Knoppkas´ Buch "Herzschuss" ( http://amzn.to/b7hfUh ) (und da berücksichtige ich noch nicht diese Literatur von einem bekannten Schwulenverlag, der nur Wichsvorlagen produziert), und als Jugendbuch-Juror kriege ich allerlei Mist in der ersten Leserunde, ärgere mich aber vor allem über das Siegerbuch diesen Jahres "Memory Error oder Wie mein Vater über den Jordan ging" von T. A. Wegberg ( http://bit.ly/amT6wl )... Nein, ich wähle aus Prinzip ein Buch eines Literaturnobelpreisträgers aus: Günter Grass quält mich, er hat es immer schon getan und wird es immer tun, Nobelpreis hin, Nobelpreis her. Dabei bestreite ich gar nicht seine schriftstellerischen Qualitäten, er wird nicht umsonst diesen und viele andere Preise gewonnen haben, aber ich mag seine Pers...

Ruf mich bei deinem Namen

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Manchmal wird man von einem Buch mit voller Wucht getroffen, man denkt: Oh Mann, wie konnte dieser Autor oder diese Autorin Gefühle mit solch einer Intensität und Authentizität beschreiben?! Man fühlt sich in Bezug auf seine eigenen Sprachfähigkeiten absolut unterbemittelt. Man beginnt sich aber auch zu fragen, ob man vielleicht weniger Tiefe in seinen Gefühlen besitzt als andere Menschen, als Figuren in einem Roman. So ein Buch ist das! Möge dieser Sommer niemals enden… denkt sich die siebzehnjährige Hauptperson Elio. Völlig überraschend trifft ihn die erste große Liebe, die nicht eine Frau ist, sondern der Amerikaner Oliver, der sich für wenige Monate bei Elios Familie eingenistet hat, um an der schönen italienischen Riviera an seinen Studien zu arbeiten. In diesem Sommer schwanken die beiden zwischen Verlangen und Verzweiflung hin und her. Sie suchen nach der absoluten Erfüllung, die ihnen leider nur für sehr kurze Zeit gewährt wird. Wer in „Ruf mich bei deinem Namen“ einen g...

Der Literaturzirkel

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Ja, am Dienstag, den 18.8., fand also der erste Literaturzirkel in der "fiftynine" statt. Anwesende: die beiden weiblichen I´s, die beiden männlichen P´s, Schwester S. und Herr Schmerzwach. Nein, hier wurden weder Martin Suter (der Autor) noch sein Buch "Der Koch" begraben (auch wenn es auf dem Bild nach Bestattung aussieht), auch wenn das Buch tatsächlich nicht gut wegkam. Alles begann mit verspäteten Gästen, weswegen die Gastgeber in der "fiftynine" schon mal anfingen zu trinken. Ich denke, bereits an diesem Bild sieht man, dass wir neben der Literatur weitere Themen hatten: TRINKEN... und Essen... welches mit dem Titel und Inhalt des Buches korrespondiert. ;-) Nicht ganz das, was der wundervolle Koch Maravan zubereitet hat, wir wollten aber auch keine Love foods, Liebesdiners nachstellen, und schon gar keine Liebesorgien veranstalten. Aber gemäß der Kochkünste gab es zumindest einmal eine abgewandelte Version eines Currys. Wir tranken Wein, debattier...

In meinem Spanienland

Da saß ich in der Bahn und las und war einfach traurig und legte das Buch weg und dachte an den schönsten Mann der Welt, weil ich den ja zwei Tage nicht sehen würde, und kehrte wieder zu Carmen zurück und litt mit "dem Mensch" mit und die Tränen kamen mir und ich saß da im Pendlerverkehr und es war schon ein bisschen peinlich, ach, was dachte ich mir, Gefühle zeigen ist nicht peinlich, und wenn das ein Buch schafft, dass die Tränen hervorgequetscht werden, dann muss das ein gutes Buch sein, so dachte ich mir, und dann dachte ich wieder an den schönsten Mann der Welt und wusste, dass ich großes Glück habe und dass das gerne so bleiben darf.... Manchmal gibt es Bücher, die einen berühren, manchmal ist es der Inhalt, der einem so rührig daherkommt, manchmal ist es die Sprache, die einen baumeln lässt, die einen fängt, die einen durchschüttelt, die einen erregt, beschäftigt, durchdringt, wühlt und auskotzt... So eines ist Gabi Kreslehners "In meinem Spanienland", so ein...

Ein Lesetipp für das nächste Jahr...

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Das Buch "Eine italienische Liebe" von PHILIPPE BESSON... Es ist eine banale Weisheit: In Romanen kommt es auf die Sprache an. Wieso ich das so hervorhebe? Ist das nicht zu trivial, um es extra zu betonen? Ist es nicht. Den meisten Lesern ist das so nicht bewusst. Muss es auch nicht. Das Lesen hat verschiedene Funktionen. Manche schalten ab, manche fliehen in fremde Welten, manche möchten erregt werden, andere wollen Gänsehaut bekommen. In erster Linie geht es in diesen Leseweisen um Inhaltliches. Der Text muss leicht lesbar sein, aber nicht zwangsläufig sprachlich niveauvoll. Die Handlung ist spannend, aufregend, attraktiv. Wieso sollte es in einem Roman von Elizabeth George Schachtelsätze geben wie in Thomas Bernhards Texten? Trotzdem kann sie sehr gut schreiben. Nur macht man sich keine Gedanken über den Satzbau, die Formulierungen. Und selten denkt man: Wow, welch wahrer Gedanke! In Philippe Bessons Bücher ist das anders. Er hat die Fähigkeit, Wahrheiten in einfacher ...