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Der dichte Fürst - Noch ein paar leckere Kostproben

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CHEMIE UND KUNST Und wenn ein Herrgott das Bilde meines Lebens malte so wären Kreise, Linien, rot in Deinem Rahmen stets gehalten Du bist Richtung und Schafott. Rühren mich die Hände an die von Deinem Leben gehen gibt mir Leben Deine Kunst Forme mich - ich will verdrehen mich wechseln wie der Dunst. Und ja ich bin verbrannt nur Asche und auch Rauch aus was ich einst bestand zieht vorbei in einem Hauch - das Wedeln Deiner Hand. Und wenn ich gieße meine Seele in die Schritte die Du trittst die Lebensspuren Deiner Schwere nimmst Du den selben Weg zurück? Ach, so wahr mir einer helf' she makes me so unsure of myself. WIEDERSEHEN Dich,
Johanna Helligkeit,
durch des Raumesdunkel
Weite sehen -
Schreibe ich Worte
in den Dunst.
Von großer Schönheit,
unerhört,
einen Rauchroman
über uns -
In Unentzifferschrift. Mein Leben
der letzten Dekade
war Gift -
War Deines Kunst? ...

Der dichte Fürst - Warum so altmodische Lyrik?

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Warum also Lyrik, gerade heute und dann auch noch so altmodisch? Obwohl meine Gedichte Reimschemata folgen oder an Sonette angelehnt sind, sind sie selten kompliziert. Die Metaphern sind bekannt, weil sie wahr sind. Ich gebe meiner Lyrik zwar ein altmodisches Gewand, lasse sie aber selten überfrachtet erscheinen, weil die Worte meist genau das meinen, was sie sagen.  Mir gefällt der Anachronismus, weil mir moderne Lyrik oft noch bemühter klingt als meine Reime. Und wenn es um ein lyrisches Prinzip geht, kann die Lyrik nicht nach fragmentarischer Prosa mit artifizieller Sperrigkeit klingen, sondern muss einen sanften Flow haben, einen Rhythmus, der das Lesen erleichtert.  Viele meiner Leser sagen mir, dass sie die Gedichte ihren Partnern, Freunden und auch sich selbst vorlesen. Dafür sind meine Gedichte da, zum laut lesen. Wenn meine Worte in anderen Mündern artikuliert werden, können sie erst ihre Kraft entfalten. Denn die Kraft liegt im Leser. Wie schreibst Du De...