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Das Blaue Haus - Bühnenreif

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Da waren wir nun. Wir? Also, da waren Jannis Kaklamanos (Vorstand vom Blaues Haus, Verein für Kunst und Freie Zeit), Tine Schottmüller (ebenso) und Jaro Cerny (eifriger "Helper" und "Friend" des Blauen Hauses - und nebenbei bildender Künstler) bei Radio X. Sie hatten Casey & Tomek (ein wunderbares Gesangsduo) und mich mitgenommen, um in der Sendung "Bühnenreif - Theater, Poetry, Tanz, Performance!!!", die jeden vierten Sonntag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr läuft, über die vielfältigen Veranstaltungen, Aktionen und Workshops im Blauen Haus zu berichten. Sonja und Felix von "Bühnenreif" diskutierten vor der Sendung ausgiebig, und gemeinsam mit  Ptrk Neuntausend als Techniker schafften sie es, eine sehr runde Sendung zu machen. Was in dieser Sendung alles passierte? - Die Geschichte des Blauen Hauses seit den 1930er wurde von Jannis K. nachgezeichnet - Die Entstehungsgeschichte des Vereins erzählt, ebenso die ersten Veranstaltungen - ganz ...

Tour de Nordend - Teil 1 -

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Musiktruhen haben keine Augen. Sagen die Menschen. Musiktruhen haben keine Ohren. Sagen die Menschen. Musiktruhen sind keine Lebewesen. Sagen sie. Sie können nicht denken. Nicht fühlen. Nicht bewerten. Nicht lieben. Nicht hassen. Sagen sie. Doch wieso nehme ich dann so vieles wahr? Wieso bewerte, liebe, hasse ich so vieles? Musiktruhen sind nicht groß. Es gibt größere Möbel, höhere. Welche, die mehr her machen. Welche, die imposanter sind. Luxuriöser. Schöner. Doch ich bin wie ich bin. Ich bin praktisch. Auf meine Weise hübsch. Quadratisch, praktisch, gut. Sagen die Menschen. Zu einer Schokolade. Habe ich im Radio gehört. Aber die ist auch kein Lebewesen. Glaube ich. Man hat mich „ausgesetzt“. Ach, nein! Das machen Menschen mit Hunden. Man hat mich auf den Bürgersteig gestellt. Morgen soll ich abgeholt werden. Sperrmüll. Sagen sie. Ich weiß nicht, was das bedeutet. Jahrelang stand ich woanders. In einer überheizten Wohnung. Immer stand ich an dem einen gleichen Ort. Neben mir eine alte...

Kulturecke

Bin ich nicht ein geschäftiger Mensch? Doch, ich glaube schon. Zum Beispiel arbeite ich ehrenamtlich beim Radio, habe ich es euch schon erzählt? Ach, wer weiß, ich schreibe hier ja so viel und so oft und so lange, wie könnt ihr euch das alles merken, und wie sollte ich mir das alles merken? Radio, habe ich gesagt, dort mache ich viele verschiedene Sachen, gelegentlich Berichte von Buchmessen und Filmfestivals, manchmal Interviews, manchmal teilweise Redaktion, aber am liebsten schreibe ich Rezensionen. Von denen habt ihr ja auch schon hier welche gesehen. Sie sind meist sehr subjektiv, und vielleicht auch polemisch, manchmal vielleicht auch nicht gerade besonders journalistisch wertvoll geschrieben, aber nun ja, auch das ist gerne einmal Geschmackssache. Doch darum geht es ja nicht gerade, sondern, was ich euch eigentlich sagen möchte, und wie furchtbar ist es nur, dass ich dieses Wort "eigentlich" hier verwende, also, was ich wirklich und eigentlich sagen möchte: Da gibt es ...

Zum Sterben nach Kairo

Die Hauptfigur in diesem Kriminalroman ist die lesbische Deutsch-Libanesin Hala Habidi. Sie entdeckt, dass sie dafür geboren wurde, kleine Geheimnisse herauszufinden. Daher verdingt sie sich nun als Privatdetektivin. Doch ihr nächster Fall könnte eine Spur zu groß für sie sein: Ihr schwuler ägyptischer Bekannter Philemon beauftragt sie, den möglichen Mord an seiner Tante Anastasia in Kairo aufzuklären. Seit ihrer Kindheit war sie in keinem arabischen Land. Ihre Großtante hatte sie, als sie noch ein Kind war, davor gewarnt, jemals wieder zurückzukehren. Doch einer Eingebung folgend reist sie trotz aller Bedenken nach Kairo, um dort der ein oder anderen Gefahr zu begegnen. Hier in der ägyptischen Hauptstadt trifft sie auf irritierende Gegensätze. In dieser lauten, niemals schlafenden Megacity erlebt sie einerseits die Lebendigkeit und Herzenswärme der Menschen, andererseits aber auch die gesellschaftlichen und totalitären Strukturen und traditionellen Werte eines streng muslimischen Staa...