Padraig und Peadar -2-
„Wenn du mich hinbringst, dann werden wir ja weitersehen, wie es mit uns weitergeht, mein Fremder.“ Peadar mochte diesen Mann nicht besonders, doch er musste an diesen See gelangen und dafür war dessen Hilfe nötig. Nach einem Tagesritt bereits waren sie angekommen. Hier war das Paradies für alle Knabenliebhaber im ganzen Reich. Überall wälzten sich junge Männer herum. Kleidung brauchte man hier keine. Wenn gutes Wetter war, dann badete man draußen und lag am Ufer. Und bei schlechterem Wetter verkroch man sich vor den Kaminen des Schlosses, das hundert Meter vom See entfernt lag. Peadar glühten die Augen. Ein junger Mann kam zu ihm. „Fremder, warum ziehst du dich nicht aus und badest eine Runde mit mir?“ Peadar erkannte ihn sofort als Padraig, mit dessen blonden, weichen Haaren, den braunen Augen, die für einen Sohn aus dem Geschlecht Fiachnas sehr ungewöhnlich und noch dazu sehr wunderschön waren, dem muskulösen Körper und der wohlklingenden Stimme. Peadar, der seit jeher Pad...