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Und wie geht es...

... jetzt weiter mit Marianna und Falk? Was arbeitet Marianna? An welcher Krankheit leidet sie? Wird sie Falk wiedersehen? Was sagt ihr dazu? Jajaja, ich weiß, dieser Schmerzwach versucht es immer wieder, seine Leserinnen und Leser zu aktivieren. Aber so richtig scheint er es nicht zu schaffen. Warum nur? Ach, ich probiere es doch unverzagt. Einfach weil ich experimentierfreudig bin und das alles so einen Spaß macht... Und morgen geht es auf die Buchmesse nach Leipzig... Wen von euch Bibliophilen sehe ich denn da?

Falk ist verliebt... in Marianna

...Als er sich auf seinen Drahtesel schwang, wurde es ihm immer mehr zu einer sicheren Erkenntnis, dass er nur wegen Marianna hier gewesen war, es hatte ihn etwas an diesen Ort getrieben, um für sie da zu sein, und das machte ihn fröhlich. Seinen Körper durchfluteten Glückshormone und er fühlte sich beseelt und kraftvoll. Allerdings auch gedankenvoll: Was war dieses Etwas? Schicksal? Gott? Er hatte Lust, in die Bibliothek zu fahren und mehr darüber zu erfahren. Schließlich: was gab es Schöneres als an einen Ort zu gehen, an dem es viele Bücher zu allen Themen gab, die die Menschheit interessierte. Auch deswegen mochte er Großstädte: üblicherweise gab es einfach mehr Möglichkeiten, Bücher auszuleihen, mehr Bibliotheken, größere Vielfalt, Spezialisierung. Er liebte es durch Bibliotheken zu streifen, viele verschiedene Bücher in die Hand zu nehmen, sich hineinzulesen, um zu entscheiden, welche Werke er mit nach Hause nehmen könnte, um sich die nächsten Tage oder gar Wochen damit zu vergnü...

Marianna und Falk...

...Sie löste sich abrupt von ihm, und ohne ihn anzuschauen, flüsterte sie: „Ich möchte jetzt nach Hause gehen.“ Wie ein kleines schüchternes Mädchen, dachte er sich. Sie sieht in diesem Moment so verletzlich aus. Noch verletzlicher als gerade eben, als sie so herzzerreißend schluchzte. Vor anderen weinen zu können ist eine Stärke, sagte er sich, genauso wie anderen offenen Blickes eine vielleicht für das Gegenüber ungeliebte Entscheidung kundzutun. Das erste kann sie, wieso aber nicht das zweite? Er schaute sie an und fragte: „Möchtest du mir nicht erzählen, was dich bedrückt?“ Doch sie stand rasch auf, und mit einer Geste, die besagen sollte: kein weiteres Wort mehr – die Hand abfällig nach unten schleudernd – zog sie von dannen. Weil er sie nicht verlieren wollte, lief er ihr schleunigst hinterher und rief dabei: „Falk heiße ich, Falk!“ Sie drehte sich nicht um, als sie ihm entgegnete: „Freut mich! Mein Name ist Marianna!“ Er schaffte es kaum noch hinterher, da sie sich sehr beeilte....

Marianna erschrak...

... Marianna erschrak, als sie feststellte, dass sie jemand beobachtete. Wie lange er wohl schon da saß, ohne dass sie ihn bemerkt hatte? Sie hatte nichts gespürt, überhaupt nichts. Wie sollte sie nun reagieren? Es war merkwürdig, sie war nicht außer sich, wie sie es in so einem Moment sein sollte: er hatte ihre Privatsphäre missachtet, sie aus ihren Träumen geholt, aus ihrer Ruhe, aus einer Geborgenheit und Sicherheit, die sie sonst nie verspürte. Und doch konnte sie ihm nicht böse sein, wie er sie nun mit seinen braunen Augen fixierte, ohne etwas zu sagen. „Wie heißt du?“ fragte sie ihn unvermittelt und Falk erschrak nun seinerseits. „Du bist krank“, platzte es aus ihm heraus. „Hast du etwas Schlimmes?“ wollte er wissen. Marianna wusste nicht, wie sie darauf antworten sollte. Sie schwieg. Wieso diese Frage? Kannte er sie? Wollte er sich über sie lustig machen? Was sollte das alles? Sieht man mir das an? Ich saß doch einfach nur da, verträumt, abwesend, ruhig. Was will er von mir? Si...

Marianna

Sie saß an einem plätschernden Bach, hockend, mit einer Hand im sicherlich kühlen Nass und murmelte vor sich hin. Was sie da wohl redet? fragte er sich. Sie ließ ihre Hand vor und zurück gleiten und ihre Worte wurden ein wenig lauter, doch noch immer unverständlich für ihn. Er sah ihre langen wellenden Haare, brünett, und ihm war, als ob diese kurz davor waren, sich in die Lüfte zu hieven, gen Himmel – vielleicht betete sie ja dafür, dass genau dies passierte, dachte er. Ihm gefiel ihr Profil, die Nase einer griechischen Göttin, der volllippige Mund, die von der frischen Luft rosigen Wangen, die langen Wimpern, die Ohren, die halb verdeckt von den Haaren waren und an denen lustige Ohrringe, wahrscheinlich kleine Schmetterlinge, hingen. Wo schaute sie nur hin, fragte er sich. Und welche Farbe haben ihre Augen? Er kam ihr näher, doch sie bemerkte ihn nicht, so vertieft war sie in ihr Tun. Jetzt müsste ich ein Foto von ihr knipsen, ihre Seele würde sich darauf finden. Oder was auch immer ...