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Tanger

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"Naked Lunch" wurde 1991 von David Cronenberg verfilmt: 1953 ahmt der Kammerjäger William "Bill" Lee mit seiner Frau im Drogenrausch das Pfeil-und-Apfel-Spiel von Wilhelm Tell nach: dabei benutzen sie Pistole und Wasserglas. Das Ende der Geschichte ist, dass er sie umbringt und danach fliehen muss. Und wohin geht es? In die Internationale Zone Tanger. Dort stolpert der angebliche Geheimagent (für den man ihn nun hält) durch einen surrealen Alptraum, während er gleichzeitig versucht seinen Roman "Naked Lunch" zu schreiben. Umgeben ist er in in diesem Tanger von  vielgestaltigen Junkies, Drogenhändlern und bizarren Kreaturen (darunter sprechende, insektoide Schreibmaschinen und monströse Halbwesen, die sogenannten Mugwumps). Nachdem ich mein Silvester in Andalusien verbracht habe und den Anfang des Jahres ebendort und in Jerez und Cadiz genießen durfte, lag Tanger als nächstes, wenn auch spontanes Ferienziel sehr nahe. Vielleicht würde es mich literarisc...

schmerzwach feiert: Theke. Texte. Temperamente.

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Es war uns ein Fest - so lautet doch die Redewendung ... ja, "schmerzwach feiert" passt auch zu diesem Posting, das ein paar Impressionen der dritten Ausgabe "Theke. Texte. Temperamente." zeigen soll. Gestern war das Thema "Leidenschaften" und das besprochene Buch "Verzehrt" von David Cronenberg. Die Aufgabe war, Literaturkritik unterhaltsam zu gestalten - und ganz viel Alkohol dabei zu trinken. In dieser Kategorie habe eindeutig ich gewonnen. Dafür brillierten aber meine beiden Gäste Ana Marija Milkovic (Kolumnistin "No sex in the City" im Journal Frankfurt und Architektin) und Leo G. Fischer (Autor, Titanic-Redakteur, DIE PARTEI) durch amüsante und gleichermaßen smarte Kommentare darüber, warum man das Buch nicht lesen sollte, was allerdings den Anreiz für viele Anwesende erhöhte, es doch zu lesen. Zum Glück hatte uns der S.Fischer Verlag genügend Exemplare geschickt, damit wir sie unters glückliche Volk bringen konnten. Was wir ...

BEAT Generation - Schreiben, saufen, huren - Teil 3 -

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Neal Cassady lief in der Nacht des 3.Februar 1968 irgendwo in Mexiko die Bahngleise entlang, es regnete - plötzlich beschloss er, dass er müde sei, zu müde um weiterzugehen. So legte er sich auf die Gleise. Und wenig später fiel er in ein Koma und wachte nicht mehr auf. Warum? Weil er eine tödliche Mischung von Drogen und Alkohol intus hatte. Warum ich das erzähle? http://www.cineastentreff.de/teleschau/200736/ 5/ 200736_188737_1_024.jpg Neal Cassady war der heimliche Held von einem Gedicht, das der 27jährige Allen Ginsberg im Jahre 1955 schrieb: "Howl" - ihr erinnert euch ja noch an meine Rezension zu diesem Film . Neal Cassady also, der Held, der immer betrunken war, der nicht erwachsen werden konnte und wollte, Cassady, der in allen Beatnik-Köpfen herumspukte, nicht nur in Ginsbergs. Es gibt eine Verfilmung aus dem Jahr 1997 mit Thomas Jane und Keanu Reeves: "Wie ich das erste Mal Selbstmord beging", in dem Cassady die Hauptfigur ist. Darin steht die Zeit...