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Posts mit dem Label "Irland" werden angezeigt.

Dublin

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Dublin. Als Jugendlicher wollte ich da unbedingt immer hin. Genauso wie Amsterdam. Ich kann gar nicht sagen, wieso ich fast 30 Jahre habe verstreichen lassen, bis ich endlich beide Städte besucht habe. Gefühlt habe ich mich ganz unterschiedlich: während Amsterdam meine Erwartungen erfüllt hat, während Amsterdam schon nach zwei Besuchen für mich wie eine Herzensstadt ist, hat mich Dublin merkwürdig kalt gelassen. Dublin. So multikulti, wie Amsterdam ja auch, mit vielen süßen Jungs, rothaarig und sommersprossig, eigentlich unglaublich positiv. Überall Schönheit, also erst einmal die Menschen, dann aber auch die Gebäude. Und trotzdem war ich nicht gerne da und kann es mir kaum erklären. Irgendwas fehlte mir immer, irgendwas hinderte mich daran zu sagen: ja, es ist wundervoll hier. Dabei habe ich Dublin eine Chance gegeben. Ich war in den Bergen auf einer Farm, um Himbeeren und Erdbeeren zu pflücken. Das war sehr schön, die Luft wunderbar, ich war in einem Foodcourt, ich w...

Dalkey and Sandycove

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"Und? Hast du Bono's Haus gesehen?" Das war die häufigste Frage, die mir nach meinem Besuch in Dalkey gestellt wurde. Vielleicht hätte mal die Person, die mir diesen Ort empfohlen hatte, mich darauf hinweisen können, dass ich früher oder später am Haus des berühmten Iren vorbeilaufen würde. So habe ich es das jetzt wahrscheinlich gesehen, ohne zu wissen, dass Bono manchmal da im Garten sitzt oder vor dem Kamin oder ... vielleicht auch an den kantigen, schlüpfrigen Felsen, an denen ich mir fette Schrammen geholt habe. Dalkey ist nämlich gefährlich und nichts für schwache Nerven. Ins Wasser gehen? Völlig überbewertet - ist eh viel zu kalt, trotz Hitzewelle. :-D Nein, im Ernst, als ich fett blutete, bereute ich es tatsächlich ein wenig, nicht weiter nach Bray gefahren zu sein, dann hätte ich mit dem Boy aus dem Zug schwimmen können. Der hatte uns mit fantastischen Dance-Moves, gesungenen Dancefloor Hits und einem nackten Oberkörper verzaubert. Ich hatte die Befürchtung, ...

Padraig und Peadar -2-

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„Wenn du mich hinbringst, dann werden wir ja weitersehen, wie es mit uns weitergeht, mein Fremder.“ Peadar mochte diesen Mann nicht besonders, doch er musste an diesen See gelangen und dafür war dessen Hilfe nötig. Nach einem Tagesritt bereits waren sie angekommen.  Hier war das Paradies für alle Knabenliebhaber im ganzen Reich. Überall wälzten sich junge Männer herum. Kleidung brauchte man hier keine. Wenn gutes Wetter war, dann badete man draußen und lag am Ufer. Und bei schlechterem Wetter verkroch man sich vor den Kaminen des Schlosses, das hundert Meter vom See entfernt lag. Peadar glühten die Augen. Ein junger Mann kam zu ihm. „Fremder, warum ziehst du dich nicht aus und badest eine Runde mit mir?“ Peadar erkannte ihn sofort als Padraig, mit dessen blonden, weichen Haaren, den braunen Augen, die für einen Sohn aus dem Geschlecht Fiachnas sehr ungewöhnlich und noch dazu sehr wunderschön waren, dem muskulösen Körper und der wohlklingenden Stimme. Peadar, der seit jeher Pad...

Padraig und Peadar -1-

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Als ich vor einigen Jahren nach Irland fuhr, lernte ich einige tolle Leute kennen, darunter auch die wunderbare, noch einzig lebende richtige Märchenerzählerin, die tatsächlich schon hundertzehn Jahre zählte. Eines Abends wurde ich von einer irischen Freundin zu einem Erzählabend dieser sehr alten Dame mitgenommen. Sie setzte an: „Heute werde ich euch eine Geschichte erzählen, die ich bisher erst einmal von mir gegeben habe. Und das aus gutem Grund, denn im katholischen, konservativen Irland ist dieses Märchen erfolgreich unterdrückt worden, dabei ist es ein wunderschönes, nur eben etwas verrucht in den Augen der meisten Menschen. Aber hier stoße ich auf ein tolerantes, offenes Publikum. Da gab es einmal vor sehr langer Zeit einen alten König Fiachna, der das Königreich Galway regierte. Er war sehr beliebt bei seinem Volk, denn er war gütig und großzügig, tapfer und weise, und er hatte eine Schlitzohrigkeit, die jeder, der ihn kannte, aufreizend fand. Jeder wusste, dass er das Leb...

Die Poeten der Nacht von Barry McCrea

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Wer „Die Schatten des Windes“, den Megaseller von Carlos Ruiz Zafón, verschlungen hat, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Wer auch noch besonders gerne originelle Coming-Out-Geschichten liest, der muss sich „Die Poeten der Nacht“ des Iren Barry McCrea besorgen. Doch ganz von Anfang an: Der junge irische Literaturstudent und Beckett-Stipendiat Niall kommt nach Dublin und tauscht sein bisheriges Leben als Sohn aus gutbürgerlichem Elternhause mit dem Leben inmitten hedonistischer Kommilitonen ein. Diese verbringen die meiste Zeit in der Dubliner Subkultur, trinken und rauchen sehr viel. Für Niall eine fremde Welt, die er bis dahin nicht kannte, denn in den letzten Jahren konzentrierte er sich neben der Schule auf seine große Liebe Patrick, die natürlich unerwidert blieb. Der Sportler Patrick traf sich mit seinen Kumpels in Pubs, während Niall zuhause saß... Bei einem seiner ersten Kneipenabenden mit viel Alkohol wird Niall auf der Straße verprügelt.  Doch er hat einen Rett...