Eurovision Song Contest 2022

 

Playlist:https://www.youtube.com/playlist?list=PLLr4LBo6JPyICUv-2XYHm83DXeOHGx_fX

Alle Jahre wieder: der Eurovision Song Contest. Ich liebe ihn einfach! Schaue mir die Wochen davor alle Lieder genau an, favorisiere Lieder, wünsche mir, dass bestimmte Künstler:innen gewinnen oder besser hinten landen. Die Aufregung ist groß. Mein Geschmack ist meist nicht mit dem des Mainstreams konform - das wird auch dieses Jahr wieder der Fall sein.

Denn ich liebe das Lied der Portugiesinnen und möchte, dass sie gewinnen. "Saudade, Saudade" von Maro finde ich einfach so zart und schön, so gefühlvoll und Rhythmisch - es hat mich schon beim ersten Hören gecatcht und ich wünsche ihnen wirklich das Beste. Auch wenn ich natürlich weiß, dass die von mir geliebten und verehrten Mahmood & Blanco aus Italien den Sieg verdienen und natürlich der beste Act dieses Jahr sind. Und obwohl ich weiß, dass das Kalush Orchestra aus der Ukraine mit "Stefania" der Favorit ist. Aber ehrlich, Leute, ja, es ist gute Musik, die ich auch mag. Aber ein Sieger-Lied? Nein, wirklich nicht! Die Schwedin Cornelia Jakobs mit "Hold me closer" ist auch ganz fein, aber wäre ebenso wenig ein adäquater Gewinner-Song. 

Auch dieses Jahr sind wieder die Lieder dabei, die mich den ESC so liebenswert erscheinen lassen. Zypern zum Beispiel: "Ela, ela" von Andromache hätte auch schon 2005 dabei sein können, Old Fashioned Ethno-Pop - ich mag es einfach. :-) So easy, so likable. Oder Ronela Hayati aus Albanien (und Albanien ist in Europa fast mein Lieblings-Land, was Ethnologie-Pop angeht), die so viel Power hat. Die muss in die Top 10 kommen, Leute. Power hat auch Frankreich dieses Jahr: "Fulenn" mit diesem Mix von Elektro und Folklore, ein bisschen wie der letzte ukrainische Beitrag, gefällt mir ganz gut. Und dieser gut aussehende Typ noch dazu. #iheartfrance

Die Beiträge sind wieder kunterbunt, es ist eine viel größere Bandbreite als zuletzt bei der amerikanischen Version des Song Contests, in der sich Rap, Latin und Country abwechselten und bei dem man hinterher gar nicht mehr wusste, welcher Staat von welcher Person vertreten wurde und warum. Israel hat einen besonders bunten Interpreten mit Michael Ben David und seinem "I.M" - es wird vermutlich im Halbfinale bereits scheitern, es ist ja schon ein bisschen unrund und zu viel des Guten - doch mir macht es gute Laune und ich wünsche es mir trotzdem ins Finale. LPS aus Slowenien mit "Disko" ist mir besonders sympathisch. Ja, mag sein, dass sie wie eine Schülerband wirken, doch war das nicht mal der Grundgedanke des Grand Prix jungen Talenten das erste Mal die große Bühne zur Verfügung zu stellen? Deswegen ist mir Malik Harris natürlich auch sehr sympathisch, den ich aber nicht in den Top 20 sehe, weil das Lied einfach zu sehr Radio ist und zu wenig ESC. Der Pole Ochman hat zwar ein genauso unruhiges Lied wie der Israeli, aber so eine saustarke Stimme und das Lied hat einfach etwas, das kriegt mich irgendwie. Genauso wie die coole niederländische Band S10, die mit "Diepte" wirklich gute Musik abliefert. Ich mag aber auch die Systur aus Island, die beim American Song Contest mehr Erfolg haben würden, mit ihrem gefälligen Country-Folk. Das wird schwerlich den Geschmack der ESC Fans treffen. Auch der starke Sänger aus Australien, Sheldon Riley, wird es schwer haben, dabei mag ich seinen Song und seine Interpretation davon - das ist einfach so gefühlvoll. Ich spüre all seinen Schmerz aus der Pubertät, all das Mobbing mit dem ein junger Mensch nach einem Coming-out konfrontiert ist.

Der Brite Sam Ryder und die Armenierin Rosa Linn singen schön, haben gute Lieder, aber ich fürchte keine die beim ersten Anhören die Leute vom Hocker reißen werden. Konstrakta mit "In Corpora Sana" wiederum hat ein spannendes Lied, das keinen Konsens erreichen wird. Amanda Tenfjord aus Griechenland müsste dafür locker in die Top 10 kommen, auch wenn der hübsche Typ aus dem Video nicht mit dabei sein wird (was wahrscheinlich auch nur mich traurig macht). Und die Norweger! Ich mag es. :-)

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