schmerzwach schreibt: Einfach so!
Ich denke, dass dieser Schnee das einzig Gute an meinem Pflichtbesuch ist, der macht dieses deprimierende Umfeld wieder ein bisschen wett. Gleich nach dem Aufstehen, noch vor dem Frühstück – ich bekomme sowieso keinen Bissen herunter – stapfe ich durch dieses kalte, weiche Weiß und erfreue mich an den Spuren, die ich hinterlasse. Weiß. Ich laufe bereits eine halbe Stunde, als ich plötzlich merke, dass ich müde werde. So lasse ich mich in den Schnee fallen und markiere einen Schneeengel. Ich erinnere mich daran, wie ich das zum letzten Mal gemacht habe: Mit Betty, auf der Freizeit mit unseren Studienkollegen in der Schweiz. Der Schnee um mich herum glitzert wild und herrlich schön, ich schaue in den klaren blauen Himmel, in meinen Augen blitzt es auf. Betty. Wie sehr vermisse ich dich, Betty. Wie. Sehr. Vermisse. Ich. Dich. Als ich zurückkehre, bekomme ich wieder Ärger mit meiner Mutter. Mein Gott, ich bin 21 Jahre alt und sie schimpft mich aus, weil ich nasse Klamotten habe, sie ...