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Pilgerreise von Michael Stauffer

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Die größte Kunst eines Autors ist es, einen völlig unsympathischen Protagonisten zu erfinden, der trotz all seiner Schwächen von den Leser/innen gemocht wird, mit dem sich der eine oder andere (belassen wir es bei der männlichen Form) identifizieren kann, zumindest gewillt ist, es zu tun. S o ein Autor ist Michael Stauffer. Und s o ein Protagonist ist Bela Schmitz.  Dieser ist ein Dichter, Literaturprofessor und vor allem Egomane und Arschloch. Anders lässt es sich nicht sagen. Seine Freundin hat die Nase voll von seinem unsozialen, um nicht zu sagen: asozialen, Verhalten, und verlässt ihn. Bela Schmitz redet nämlich nicht mit jedem, schon gar nicht mit Menschen, die er für dümmer als sich selbst hält - und das scheinen so ziemlich alle zu sein. Er wird verlassen und weiß sich nicht zu helfen. Er hat nur seinen Cousin, bei dem er Narrenfreiheit genießt, sonst hält noch die Sekretärin des Instituts zu ihm, die ihm ständig Avancen macht. Sonst hat er keine Freunde, wie denn auch. ...