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Lektorieren Text R.O.T. - Teil 2

Morgens wache ich irritiert auf. Ich hatte einen Alptraum: Ich befinde mich in einer Sporthalle. Sportunterricht. Ein Junge, der sich steif bewegt, kommt herein, als wir gerade Ball spielen. Er kann nur mit einer Hand fangen. Er muss aufpassen, dass aus dem anderen bandagierten Arm keine rote Flüssigkeit fließt. Es ist eigenartig, eklig sogar. Im nächsten Bild liegt er auf einem Krankenbett und wird behandelt. Der linke Arm ist voller Schläuche, die zum rechten Arm führen. Am linken Arm wird er abgestöpselt, am rechten wird der Verband abgemacht. So sieht man, dass da kein Arm ist. „Aber das hast du sicherlich selbst schon gesehen“, sagt die Krankenschwester. Ich melde mich krank, gehe nicht zur Arbeit. Mache einen Termin bei meinem Hausarzt aus. Er gibt mir, ohne mich zu untersuchen, eine Überweisung zum Psychologen. Ich lasse mich zwei Tage krankschreiben. Ich packe meine Sachen und fahre zu meiner Mutter. Die wundert sich, als ich zur Tür hereinkomme. „Ist etwas passiert?“ fragt sie...

Lektorieren Text R.O.T. - Teil 1

Ich sitze in ihrer Küche. Mir wird mulmig. Wir haben bisher alles richtig gemacht. Das Blind-Date lief überraschend gut. Mich hat nicht gestört, dass sie dauernd rot wird. Als sie fragte: „Willst du noch zu mir rauf, einen Kaffee trinken?“, wurde ihr Gesicht fleckig und unansehnlich. Ich sitze in ihrer knallroten Küche. Während ich die Wände betrachte, wird mir schummrig. Heiß. Ich bekomme keine Luft. Hechele. Ich bitte um Wasser. Schütte es in mich hinein. Ich kann mich nicht mehr auf ihre Worte konzentrieren. Ich schwitze. Ich friere. Mich schüttelt es. Kurz gelingt es mir, sie anzusehen. Rot. Ein anderer Ton als die Wände. Sie lassen mich nicht klar denken. Schwindel. Ich muss raus. Sie bekommt einen leichten Anflug von Panik. Fragt mich, was mit mir los sei. Ich stütze mich auf den Tisch, der dabei fast umfällt, stolpere über ihre Beine. Stoße mir den Kopf an der Lampe. Auf den Herd stützen, am Türrahmen festhalten. An der Flur-Wand entlang zur Haustür. Sie läuft irritiert hinterh...

Werde mein Lektor!

So, gleich werde ich hier einen Text posten (vermutlich in zwei oder drei Teilen). Ihr seid nun aufgerufen, meine Lektoren zu werden. Was das heißt? Ich bitte euch darum, im Kommentar-Kästchen sinnvolle, konstruktive Kritik niederzuschreiben, die mir dabei helfen soll, den Text zu optimieren. In den nächsten Tagen folgen noch zwei weitere Texte. Die drei Texte ergeben eine Trilogie, gehören also zusammen. Worauf ihr achten könnt: - Füllwörter (ausmerzen) - Satzbau (verquer, unverständlich zum Lesen, kürzen/umschreiben? zu kurz?) - Sinn (passt alles zusammen? versteht man, was ich schreibe?) - Beschreibungen (zu langatmig, zu kurz und damit unverständlich? mehr davon?) - Stil (Wortwahl, Sprache der Figuren angemessen, auch auf die Verschiedenheit der Geschlechter bezogen) - Leerstellen (bleibt genug Raum für die Leser/innen für eigene Assoziationen?) - was noch fehlt für eine gute (funktionierende) Geschichte - Orthographie (alles richtig geschrieben?) usw. Also, jetzt werde ich gleich ...