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Meine Mutter Griechenland

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In diesem Buch erzähle ich Geschichten über Integration, Heimat, Fremde, Sprache und Sehnsucht. Als Deutscher mit griechischem Namen besitze ich ja wohl das nötige Gespür, um so manches Klischee zu enttarnen und augenzwinkernd auf den Punkt zu bringen. ;-)  Die wechselnden Erzähler der Geschichten spiegeln meine Erfahrungen wider:  „Es gibt weder „die Deutschen“ noch „die Griechen“, wir werden alle von so vielen Menschen und Dingen geprägt, aber auch von unserem eigenen Charakter, von unseren Erfahrungen, von unseren Stärken und Schwächen – wir sind alle so verschieden vom anderen, dass wir uns teilweise so fremd vorkommen“.  http://www.amazon.de/Meine-Mutter-Griechenland-ebook/dp/B00B73C9VM/ "Beate, der Vassili bleibt Grieche!" sagte Helena Sarikakis. Könnt ihr euch noch erinnern? Harald Schmidt persiflierte die Lindenstraße. :-) 

Stuhl hin oder her... KOKOLORES... - Teil 4 -

Gemma war die einzige, die ihren Weg bis zum Ende ging. Die jetzt Lehrerin ist und sicher ihren Job gut macht. Die Familie hat, glücklich ist, die ihren Schülerinnen und Schüler etwas mit auf ihrem Lebensweg geben kann. Die anderen sind nicht mehr im sozialen Bereich zu finden. Außer mir. Ich arbeite in einem bundesweiten Projekt mit, das die Chancen von erwachsenen Menschen mit Migrationshintergrund verbessern soll, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, mehr so ein politisches Ding. Metin sagt: „Ich musste meinen Eltern immer bei Behördengängen helfen, die waren so unselbständig, konnten zu wenig Deutsch, um sich selbst zu helfen, waren von allem überfordert. Sie hatten viele Ängste, die sie auf mich übertrugen. Wie hätte etwas aus mir werden können?“ Wie hätte aus ihm etwas werden können, mit all diesen Handycaps, Schwierigkeiten und Diskriminierungen. Es gab immer einen Unterschied zwischen ihm und mir. Ihm sieht man das „Ausländer-Sein“ an, er ist der böse Türke, der ...

Stuhl hin oder her... KOKOLORES - Teil 1 -

Unsere Väter trafen sich eines Mittags in der Kantine des Badischen Stahlwerkes, klopften sich gegenseitig auf die Schultern und sagten es so: „Ah, du Papa Aris?!“ – „Ah, du Papa Metin?!“ – „Ja. Metin ist guter Junge.“ – „Ja. Ja. Dein Aris auch ein guter Junge.“  Und dann kümmerten sie sich wieder um ihr Essen, vermutlich irgendetwas mit Kartoffeln.  Metin und ich befanden uns auf dem Spielplatz, in der Nähe seiner Straße, gut versteckt in der großen Rutsche, wenn man saß, sah man uns nicht von außen. Das war auch gut so. Unsere Väter sollten uns nicht beim Kiffen erwischen. Wir sagten es so: „Scheiße, Mann, wir müssen hier aus dem Kaff raus, wir haben keine Chancen hier, keine Optionen.“ – „Ja, Mann, wir können uns hier nicht entfalten. Wir müssen weg, in die Großstadt, wir brauchen Museen, Theater, wir brauchen eine Chance, um weiterkommen zu können.“   Das war vor langer Zeit gewesen. Wo sind der Metin und der Aris von damals geblieben? Und wo unsere Väter? M...