schmerzwach schreibt: Einfach so
Ich wünschte mir, dass meine Seele genauso unberührt sei wie die Felder hinter dem Bauernhof meiner Schwester. Sie erstrahlen im glitzernden Weiß des Schnees, durch den ich minutenlang gestapft bin. Dann lasse ich mich fallen. Ich stelle einen Schneeengel dar. Blicke in den klaren blauen Himmel. Ach, wie lange hatte ich das nicht mehr gemacht. Den Schneeengel. Das letzte Mal mit ihm. Ich erinnere mich daran. Ich weine. Wie ein kleines hilfloses Kind, das verlassen wurde. Ich habe das alles satt. Ständig drehen sich meine Gedanken nur um die Vergangenheit. Ich halte es nicht mehr aus. Meine Schwester Hilde liegt mir seit Tagen in den Ohren, endlich in die Stadt zu gehen, mich nicht mehr so einzuigeln. Du musst Leute kennenlernen, sagt sie, ausgehen, shoppen, alte Freunde treffen, einfach leben. Doch ich lasse mich in diese Trauer fallen. Das macht doch alles keinen Sinn, denke ich. Ich habe mir eine stattliche Videothek mit alten Liebesschmonzetten angeschafft und schaue jede...