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Posts mit dem Label "Coming-Out-Geschichte" werden angezeigt.

Der träumende Jonas DREI

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In "Der träumende Jonas"  ist wieder ein Jonas die Titelfigur eines Romans, sie sind jedoch nicht identisch - und doch eint sie etwas. Ich muss mal etwas ausholen, also... schmerzwach oder Herr Woody sind ja Pseudonyme von mir - noch bevor es diese gab, viele Jahre zuvor, war Jonas mein Alter Ego. Es gab da so einen Jungen, Daniel, ich fand ihn unheimlich süß und ich verstand mich gut mit ihm, dessen Bruder heißt Jonas, und ich weiß nicht, in einem Gespräch fing ich an über mein Schwul sein zu reden, aber irgendwie durch die Blume, und ich entwickelte plötzlich das Alter Ego Jonas und sprach immer von Jonas, wenn es um meine Gefühle ging. Jedes Mal, wenn ich ihn traf. Und Daniel fragte mich auch immer nach Jonas... So nannte ich die Hauptfigur in meinem ersten Roman Jonas, lange, lange ist es her. Jonas aus "Der träumende Jonas" ist etwas älter als der Jonas aus den "Plattenbaugefühlen" , selbst älter als bei der Fortsetzung von Plattenbaugefühle. Die Si...

Der träumende Jonas ZWEI

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Vor Jonas´ Fenster steht ein Kirschbaum. Der konnte nicht  zur Ruhe kommen heute Nacht. Ein Stern leuchtete ihn an.  Dieser fragte den Kirschbaum: »Wieso schüttelst du ständig deine Äste? Wieso kannst du  heute Nacht nicht schlafen?« »Siehst du, mein lieber Stern, normalerweise sollte es  mich nicht aufregen, was dieser Junge in diesem Zimmer  erlebt und fühlt, doch auch der älteste Kirschbaum, der  eigentlich erfahren und weise sein sollte, hat manchmal  solche Momente«, erklärte der Kirschbaum redselig. »Was hat denn der Junge? Ist er unglücklich?« fragte der  Stern.  »Ja, er ist unglücklich. Er liebt die falschen Leute«,  sagte der Kirschbaum, während er seine Äste schüttelte. »Was bedeutet das?« fragte der Stern neugierig nach. »Er ist ein Junge und liebt andere Jungs«, war die Antwort  darauf. »Na und, ist doch gut, dass er lieben kann«, meinte der  Stern irritiert. »Ja, natürlich, aber die Menschen sind der Mein...

Der träumende Jonas EINS

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Bei meinem ersten Buch Plattenbaugefühle wurde ich oft gefragt: Sag mal, ist das biografisch? Nein, war es nicht. Es gab Anteile an dieser Geschichte, die der Realität entsprachen. Der Sozialarbeiter Aris, zufälligerweise griechischer Herkunft, arbeitete zufällig an der gleichen Schule wie der Autor einst. Danny gab es wirklich, nur heißt er anders und ist eigentlich eine Mischung von zwei realen Personen, ja, Shad M. gibt es tatsächlich. Aber nein, bei Jonas aus dem Buch lief das alles ganz anders als bei Jannis, dem Autor. Er hat ganz andere Eltern, kommt aus einer anderen Schicht, hat andere Ansichten als ich damals hatte. Und viel mehr Style. Aber was den Jonas aus Plattenbaugefühle mit dem Jannis eint: Dass beide sehr viel lesen und träumen. "Jonas" war auch immer schon mein ´Alter Ego´. Jonas ist der schwule Anteil von Jannis aka Schmerzwach. Und bevor es Plattenbaugefühle gab, hatte ich schon einen Roman geschrieben. Vor langer, langer Zeit. Und da gab es auch eine...

Lesung im Kuss 41

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Das Kuss 41 ist eine wunderbare Einrichtung in Frankfurt, ein LesBiSchwules Jugendzentrum, das im April sein zweijähriges Jubiläum hat. Bereits vorher wird es im HR 3 in den Blickpunkt geraten, denn am 18.3. wird eine Reportage über zwei Frauen gezeigt, die zu den häufigsten Gästen im Kuss 41 gehören. Ein Trailer und sehr viel mehr Informationen über die Sendung hier:  http://www.youtube.com/watch?v=G7_8BinPWJM . Die beiden Damen haben sich vor einem Jahr kennengelernt, die Julia und die Saskia, und sie denken bereits ans Heiraten und an ein gemeinsames Kind...  Das Kuss 41 ist ein angstfreier Raum für Leute, die spüren, dass sie anders sind. Zwei Sozialpädagogen, selbst schwul beziehungsweise lesbisch, betreuen den Treffpunkt in der Kurt-Schumacher-Straße 41. Es ist das einzige Zentrum dieser Art in Hessen, und manche Besucher_innen legen weite Wege zurück, um ein paar Stunden hier sein zu können. Warum ich das schreibe? Weil ich am Freitag, den 2.3., eine Lesung im Kuss ...

„Benjamins Gärten“ von Jana Walther

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Es gibt Dinge, die mich besonders freuen. Natürlich gehört dazu, wenn mein Blog von vielen Menschen gelesen wird, und noch mehr, wenn andere Leute glauben, dass es lohnenswert ist, auf meinem Blog zu erscheinen. So schrieb mich vor Kurzem eine talentierte, junge Autorin an und fragte mich, ob ich ihr erstes Buch rezensieren könne. Gerne bot ich ihr an, mir ein Lese-Exemplar  zu schicken. Und ich habe diesen Vorschlag nicht bereut! „Benjamins Gärten“ von Jana Walther ist nämlich ein besonderes Buch. Und damit meine ich nicht die Tatsache, dass eine Frau über eine schwule Liebe schreibt. Sondern sehr viel mehr deswegen, weil es mit seinen knapp 150 Seiten ein dünnes Buch ist. Ganz entgegen des Trends, der zurzeit vorherrscht: dicke Schinken werden gelesen, wenn überhaupt. Benjamin erlebt einen Stillstand. Nachdem seine Eltern verstorben sind, lebt er alleine in seinem Elternhaus, irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Er weiß nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll, lässt sich ...

Die Poeten der Nacht von Barry McCrea

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Wer „Die Schatten des Windes“, den Megaseller von Carlos Ruiz Zafón, verschlungen hat, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Wer auch noch besonders gerne originelle Coming-Out-Geschichten liest, der muss sich „Die Poeten der Nacht“ des Iren Barry McCrea besorgen. Doch ganz von Anfang an: Der junge irische Literaturstudent und Beckett-Stipendiat Niall kommt nach Dublin und tauscht sein bisheriges Leben als Sohn aus gutbürgerlichem Elternhause mit dem Leben inmitten hedonistischer Kommilitonen ein. Diese verbringen die meiste Zeit in der Dubliner Subkultur, trinken und rauchen sehr viel. Für Niall eine fremde Welt, die er bis dahin nicht kannte, denn in den letzten Jahren konzentrierte er sich neben der Schule auf seine große Liebe Patrick, die natürlich unerwidert blieb. Der Sportler Patrick traf sich mit seinen Kumpels in Pubs, während Niall zuhause saß... Bei einem seiner ersten Kneipenabenden mit viel Alkohol wird Niall auf der Straße verprügelt.  Doch er hat einen Rett...

„Tödliche Aussicht“ von Markus Dullin

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Die Quer Criminal-Reihe des Querverlags mausert sich immer mehr: Sie ist nicht mehr nur ein Geheimtipp, sondern eine ernste Konkurrentin für die heteronormativen Krimi-Reihen mit hoher Auflage.  In „Tödliche Aussicht“ hat Markus Dullin sehr viel vor. Er möchte einen spannenden Krimi schreiben – hat er geschafft. Er möchte das Bild einer pervertierten Schwulen-Szene, in der es mehr um Schein als um Sein, mehr um Sexualität als Liebe, mehr um Abhängigkeit als um Zuneigung geht, nachzeichnen. Das schafft er genauso wie eine Coming-Out-Geschichte aus Sicht einer Mutter darzustellen, mit all den Ungewissheiten und Spannungen. Aber nun zur Geschichte: Klaus macht mit seinen Freunden Urlaub am Grand Canyon. Es wird leider sein letzter. Denn er stürzt in die Tiefe und stirbt. Zeuge wird Hauptkommissarin Monika Seyfarths Sohn Sven. Kurz darauf bekommt sie, wieder in Berlin zurückgekehrt, unangemeldeten Besuch: Carsten, der Halbbruder und ein Reisegefährte von Klaus, behauptet, bei dem ver...