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Plattenbaugefühle im Café Karussell im SWITCHBOARD am 4/6/2013

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Das Café Karussell im SWITCHBOARD ist der Treff für die Generation 60plus - wie ich dazu komme? Michael Holy, den ich über das Projekt StadtteilHistoriker kennen gelernt habe (er ist einer der Rotzschwulen), hat mich eingeladen. Er gestaltet dort das Programm - alle zwei Wochen am Dienstag Nachmittag kommen die Herren zusammen und trinken gemeinsam Kaffee und essen Kuchen. Ich habe mich sehr gefreut darüber. Denn mit der Lesung gestern kamen verschiedene Generationen von Schwulen zusammen. Die jungen Herren 60plus, die alle sehr liebenswert waren, das mittlere Alter, das in den 90ern erwachsen geworden ist (moi) und mit den Charakteren aus Plattenbaugefühle die heutige Jugend mit ihren Problemen. Wir trafen uns ab 15 Uhr im Switchboard - dem Treffpunkt sehr vieler queerer Gruppen. Um 15.30 Uhr ging es los, bis 17.00 Uhr sollte ich Programm machen - allerdings überzogen wir etwas, weil wir uns so angeregt über das Buch und die gegenwärtige Situation von jungen schwulen Mensch...

StadtteilHistoriker 2012 - Teil 2

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http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtagaprilzwoelf168_v-TeaserAufmacher.jpg Auf der ersten schwullesbischen, gesamtdeutschen Demo in Münster im April 1972, links im Mantel: Martin Dannecker Eingereichte Projektskizze „Rote Zelle schwul“ ´Raus aus den Toiletten, rein in die Straßen! FREIHEIT FÜR DIE SCHWULEN!´. Das war die Parole in Rosa von Praunheims skandalträchtigem Film ´Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt´. Das war vielleicht ein Missverständnis von Praunheim, ein ´Übersetzungsfehler´, der auf den Slogan der amerikanischen Gay-Liberation-Bewegung, ´OUT OF THE CLOSETS, INTO THE STREETS!´ referieren sollte. Dabei meinten die ´Closets´ nicht Toiletten (oder Klappen ), sondern den Zwang, dass sich Schwule an geheimen Orten treffen und ihre Sexualität verleugnen müssen. Vielleicht war das aber auch sehr bewusst so ´übersetzt´ von ihm, da diese Klappen als Teil der schwulen Subkultur in Deutschland sehr wichtig waren. So wurde auch v...

Der Frankfurter Engel

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http://evangelischesfrankfurt.de/  entnommen Mit dem "Frankfurter Engel" bin nicht ich gemeint, obwohl ich ja ein Engel bin. ;-) Und gerne von Engeln schreibe (siehe Moody Blue - natürlich auch von Teufeln). Der Frankfurter Engel ist die Statue links, ein Kunstwerk von Rosemarie Trockel (aus Köln) - das Mahnmal an die Verfolgung und Ermordung homosexueller Männer und Frauen im Nationalsozialismus. Wieso ich darüber schreibe? Nun, einerseits stelle ich die These auf, dass viele Menschen in Frankfurt sich gar nicht darüber bewusst sind, dass sich da am kleinen Klaus-Mann-Platz in der Nähe der Konstablerwache (vor dem Kino Eldorado, gegenüber von Döner/ Thai/ und Inder-Imbissbuden) ein Mahnmal befindet. Ich habe oft den Eindruck, dass man über Dinge, die 5000 Kilometer oder mehr von einem entfernt sind, mehr Ahnung hat als über Dinge, an denen man tagtäglich vorbei läuft. Auch ich hatte mir noch nie Gedanken über das Mahnmal gemacht... Andererseits werde ich immer gefra...