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Ode an meinen Kiez, das Nordend

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Frankfurt sollte nur eine Übergangsstadt sein, so wie sie es für viele ist, nicht umsonst gilt sie als amerikanischste Stadt Deutschlands und vielleicht sogar Europas, und das nicht nur wegen der Skyline. Dieser Kompromiss wurde ausgehandelt: Drei Jahre in der Mitte Deutschlands leben und nach dem Studium des Partners weiter nach Berlin ziehen. Meinetwegen, willigte ich ein, und so landete ich eher aus Zufall im Nordend. Ein Freund meiner Schwester hatte einen kleinen Notizzettel in einem Copyshop gesehen, ihn sofort abgerissen und ihr per Email zugeschickt. Das kann man sich in der Zeit des Smartphones gar nicht mehr vorstellen. Ende 2004 war das. Als ich an der Haltestelle Musterschule ausstieg und die Eckenheimer Landstraße entlang ging, war ich bereits sehr negativ gestimmt. Ich dachte: sicher werde ich das eine hässliche Haus aus den Fünfzigern besichtigen müssen, zwischen den viel schöneren Gebäuden – und so war das dann auch. Drinnen war alles renoviert, es fehlte aber eine Bad...