Die Sorgen der Killer. CrimeStories von Guido Rohm
„Jeder Mensch kann zum Mörder werden“, sagt der ehemalige Ermittler der Münchner Mordkommission Josef Wilfling, der in seinem Ruhestand nun Kriminalromane schreibt. Entscheidend sind die Motive, die situativen Umstände, die einen „normalen unbescholtenen Bürger“ zum Mörder machen können. Der amerikanische Neurowissenschaftler David Eagleman würde dem vielleicht widersprechen. Er geht davon aus, dass jedes Gehirn grundverschieden sei, und dass die Gehirne von Mördern vollkommen anders funktionieren als die „normalen“, weswegen man das Rechtssystem ändere müsse. Daher könne es nur begrenzt gelingen, sich in sie hineinzuversetzen, nachempfinden könne man es vielleicht, aber die Biologie ihrer Gehirne funktioniere ganz anders. Je ungeheuerlicher die Untat ist, desto ungläubiger reagieren die Menschen, desto faszinierter sind sie und begeben sich auf Spurensuche. Guido Rohm hat nun in seinen CrimeStories „Die Sorgen der Killer“ dreizehn Miniaturen aus der Sicht von „Tätern“ (und „Opfern“...