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Einladung: trinkfest no. 4 - Salon Fluchtentier

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Freitag, 21.00 - 1.00 Uhr Am Löwenbrunnen, Fahrgasse 25, 60311 Frankfurt Das "trinkfest" wird vier! Und wir werden nicht früher. Erneut im Schatten des Doms, in der Schänke „am Löwenbrunnen“ begießen wir Texte und uns. Auf dass wir weiterwachsen. Auf dass wir Nächte verleben, wie wir die Tage verschlafen. Ein trinkfester Charakter muss gebildet werden und das am besten in aller Freundschaft: Jede und jeder darf lesen. Es gibt keine Lesereihenfolge, keinen Ablaufplan und wirklich niemand hat einen Schimmer von etwas, vor allem nicht nach der dritten Runde. Kommt vorbei – auch lauschen ist erlaubt! Der Salon lädt ein: Die Kneipe heißt "Am Löwenbrunnen" (U-Bahn/Tram-Station "Dom/Römer"), ab 21 Uhr (diesmal spielt keine Eintracht; juhu oder ohje?) wird poetisiert, potenziert, polarisiert ... Wir lesen und trinken bis der Arzt kommt, ob wegen Promille, ob wegen Poesie, uns doch schnurz! Das trinkfest ist eine Veranstaltung von Salon Fluchtentier,...

Die Dichtungsfans stellen sich vor: Marcus Roloff

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Bildrechte © K.-J. Roloff Marcus Roloff , geb. 1973 in Neubrandenburg, studierte Germanistik, Philosophie und Kulturwissenschaft an der HU Berlin und veröffentlicht seit 1997 Gedichte und Kurzprosa in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Nach »herbstkläger« (Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1997) und »gedächtnisformate« (2006) erschien 2010 sein dritter Gedichtband »im toten winkel des goldenen schnitts« im Frankfurter gutleut verlag. Übertragungen aus dem Amerikanischen (John Ashbery, Kenneth Koch). Veröffentlichungen zuletzt im »Jahrbuch der Lyrik 2013« (DVA), »Sprache im technischen Zeitalter« (Böhlau), »FAZ«, »NZZ« sowie in englischer Übersetzung in »Cadences. A Journal of Literature and the Arts in Cyprus« (European University Cyprus). Er erhielt u.a. ein Aufenthaltsstipendium des Landes Brandenburg im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf und lebt in Frankfurt am Main.                            ...

Der dichte Fürst - Noch ein paar leckere Kostproben

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CHEMIE UND KUNST Und wenn ein Herrgott das Bilde meines Lebens malte so wären Kreise, Linien, rot in Deinem Rahmen stets gehalten Du bist Richtung und Schafott. Rühren mich die Hände an die von Deinem Leben gehen gibt mir Leben Deine Kunst Forme mich - ich will verdrehen mich wechseln wie der Dunst. Und ja ich bin verbrannt nur Asche und auch Rauch aus was ich einst bestand zieht vorbei in einem Hauch - das Wedeln Deiner Hand. Und wenn ich gieße meine Seele in die Schritte die Du trittst die Lebensspuren Deiner Schwere nimmst Du den selben Weg zurück? Ach, so wahr mir einer helf' she makes me so unsure of myself. WIEDERSEHEN Dich,
Johanna Helligkeit,
durch des Raumesdunkel
Weite sehen -
Schreibe ich Worte
in den Dunst.
Von großer Schönheit,
unerhört,
einen Rauchroman
über uns -
In Unentzifferschrift. Mein Leben
der letzten Dekade
war Gift -
War Deines Kunst? ...

Der dichte Fürst - Warum so altmodische Lyrik?

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Warum also Lyrik, gerade heute und dann auch noch so altmodisch? Obwohl meine Gedichte Reimschemata folgen oder an Sonette angelehnt sind, sind sie selten kompliziert. Die Metaphern sind bekannt, weil sie wahr sind. Ich gebe meiner Lyrik zwar ein altmodisches Gewand, lasse sie aber selten überfrachtet erscheinen, weil die Worte meist genau das meinen, was sie sagen.  Mir gefällt der Anachronismus, weil mir moderne Lyrik oft noch bemühter klingt als meine Reime. Und wenn es um ein lyrisches Prinzip geht, kann die Lyrik nicht nach fragmentarischer Prosa mit artifizieller Sperrigkeit klingen, sondern muss einen sanften Flow haben, einen Rhythmus, der das Lesen erleichtert.  Viele meiner Leser sagen mir, dass sie die Gedichte ihren Partnern, Freunden und auch sich selbst vorlesen. Dafür sind meine Gedichte da, zum laut lesen. Wenn meine Worte in anderen Mündern artikuliert werden, können sie erst ihre Kraft entfalten. Denn die Kraft liegt im Leser. Wie schreibst Du De...