Kitchen Stories TWENTY - Von Anfang bis Ende
Mein Freund J.E.G. sagt immer (sinngemäß): "Ich könnte jeden Tag einen neuen Roman beginnen... aber bis zum Ende durchhalten ist echt hart!" Ja, Romananfänge sind das schönste am Schreiben, da fällt es noch leicht, da weiß man noch, was man schreiben möchte. Und vor allem ist man sich da noch sicher, dass es ein guter Text ist, den man gewiss nicht mehr verändern muss... Hat man schon ein bisschen mehr geschrieben, liest man zum ersten Mal anderen Menschen vor. Und plötzlich heißt es: Oh nein, nein, so nicht, so nicht, am Anfang lieber eher so, oder so... Man weiß, okay, so funktioniert es nicht, also muss ich den Anfang überarbeiten. Aber damit ist noch nichts für den weiteren Verlauf der Geschichte getan... Man verausgabt sich also dabei, einen neuen Anfang zu schreiben - und hat dann erst mal keine Kraft für die Mitte. Geschweige denn für das Ende, das Ende, das man ja eigentlich auch schon im Kopf hat, aber eben nur da. Vielleicht beendet der eine oder die andere die Ar...