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schmerzwach reist: Limburg, gläubig

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Ich muss frei sein. Frei sein, frei sein. Nicht immer planen. Das mache ich schon so oft: Veranstaltungen planen, koordinieren, organisieren, Buchprojekte, Anthologien, Netzwerke, dies und das. Immer planen. Reisen ist auch Planen. Aber das möchte ich nicht. Einfach in den Zug setzen. Ohne Plan, wo es hin geht. Auf die Anzeigen am Bahnhof schauen, ein Ziel aussuchen, sich in eine Bahn setzen, irgendwo hinfahren. Aussteigen. Frei sein. Einfach herumlaufen, Eindrücke sammeln. Durchatmen. Spüren.  Es geht nicht um das Fakten sammeln, es ist kein Recherchieren. Recherchieren ist mein täglich Brot - auch davon möchte ich mich befreien. Ich möchte Eindrücke sammeln, mich selbst füllen. Leute anschauen. Atmosphäre schnuppern. Vielleicht verarbeite ich das einmal in einer Geschichte, vielleicht auch nicht.  Ich möchte nichts lernen - und doch tue ich es auf diesen Fahrten ins Irgendwo. Es entsteht ein Bild von Deutschland in mir - wo, etwas sich befindet - ich bekomme eine Orienti...

HAMBURG-SUPER-BUDE -Orientierungsloses Blau

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Hamburg, einmal mehr, diesmal im Winter... In der SUPERBUDE, yeah!  Das letzte Mal, war ja noch sehr schönes Sommerwetter, mein erstes Mal, Juni 2010, ich war überrascht, ich war fast schon verliebt. Doch wie würde Hamburg im Winter sein? Mh... Damit es spannender wird, habe ich mir ein ganz besonderes Hotel ausgesucht.  DIE SUPERBUDE. Und ich habe das blaue Zimmer bekommen, schön viele ANKER, wir sind ja in Hamburg. Die Superbude ist schön designt undsoweiter, ganz cool, man wird geduzt am Empfang, alles ganz easy, ganz locker... Fotos ganz schön, im Aufzug Kunst, das könnt ihr im Video unten sehen. Lustige Namen für einzelne Räume, zum Beispiel die "Turnhalle" für den Freizeitraum mit Kicker... Aber warum war ich überhaupt in Hamburg? Mal wieder die Integrationisten, die ewigen... Doch diesmal passierte etwas Spannendes, die Veranstaltung war cool, ich habe eine tolle Frau kennengelernt, konnte kritisch sein, wir konnten mal Klartext sprechen, und das obwohl d...

Auf die eine oder andere Weise - Teil 3

„Es war mein erstes Mal“, begann er ganz aufgeregt, und ich schaute ihn verwirrt an. Seine Geschichte ging so: „Eigentlich wollte ich ja nur ein Bier oder zwei mit einem Freund trinken. Er hatte noch Lust, ein bisschen auszugehen, mal andere Leute sehen, bevor er sich müde ins Bett legte. Wir gingen also in eine Bar mit Karaoke. Dort traf ich einen Freund, der gerade aus Wien zu Besuch ist. Er wollte mich dazu überreden, mit ihm nach dem Karaoke noch weiter um die Häuser zu ziehen, schließlich hätten wir zwei nicht oft die Möglichkeit, zusammen feiern zu gehen. Ich gab ihm Recht, sagte ihm allerdings, dass ich nicht fit genug sei. Dann sagte der Freund, dass er in diesem Falle etwas für mich habe. Ich solle ihm folgen. In Ordnung, wieso denn nicht, dachte ich mir, ich kann ihm ja vertrauen. Wir hingen zusammen auf Toilette und er packte ein kleines Päckchen aus seiner Hosentasche aus. Verwundert beobachtete ich ihn und hätte nicht überraschter sein können, als plötzlich ein weißes Pülv...

Auf die eine oder andere Weise - Teil 2

Natürlich stand ich plötzlich wie paralysiert da, schließlich hatte ich ihn nie vergessen können und sehnte mich noch immer nach ihm. Er hingegen schien ganz Herr der Lage, strahlte mich sofort an, küsste mich unverhofft auf den Mund. Ich wähnte mich im Siebten Himmel. Schicksal, dachte ich. Auf die eine oder andere Weise. Das Leben spielt seltsame Streiche, sagt man. Wenn mich jemand fragt, wieso ausgerechnet mir ständig solche Dinge passieren, kann ich keine Antwort geben. Vermutlich gibt es ein paar wenige Menschen wie mich, die noch nicht einmal die Straße überqueren können, ohne dass ihnen etwas Wunderliches zustößt. Tatsächlich ist es so, dass mir jeden Tag so vieles passiert, dass ich mit dem Erzählen nicht nachkomme. Und entgegen der logischen Schlussfolgerung, dass daher gar nichts eine Bedeutung für mich haben dürfte, ist genau das Gegenteil der Fall: Ich messe jedem Erlebnis eine große Bedeutung bei. Das macht mich etwas überreizt, so wie bei Nichtstillen eines Hungers, aber...