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Oceanografic, 41,6 Millionen Liter Fassungsvermögen, Valencia, Spanien Teil 2

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Sonntage sind traditionell Blog-Lese-Tage. Blogs sind schon längst wieder out, selbst Micro-Blogging (auf Facebook und Instagram) lässt viele Menschen einen Gähnen entlocken. Was kommt als nächstes? Sonntage sind zum Chillen da, zum Runterkommen, zum Lesen und Nachdenken. Zum Verarbeiten vielleicht auch. Erlebnisse verarbeiten, sie neu einordnen, sich überlegen, wie es im Leben weitergehen soll, aber eben in Ruhe und nicht im stressigen Trott des Alltags.  Häufig schaffen wir es nicht, soweit in die Ruhe, ins Chillen zu kommen, um völlig bei uns zu sein, in uns hineinzuhören. Ich weiß nicht, wieso ich in Aquarien in diese Ruhe komme. Es ist vielleicht wie eine Meditation ... Nicht nur bei den Quallen, sondern auch bei den Haien geht es mir so. Mein Puls verlangsamt sich, eine Ruhe steigt auf, so etwas wie ein Glücksgefühl - und dann kommen ganz viele schöne Dinge in mir hoch ... Es sind Momente, die mir sagen: es ist schön zu leben. Und im Anschluss fallen mi...

Marianna

Sie saß an einem plätschernden Bach, hockend, mit einer Hand im sicherlich kühlen Nass und murmelte vor sich hin. Was sie da wohl redet? fragte er sich. Sie ließ ihre Hand vor und zurück gleiten und ihre Worte wurden ein wenig lauter, doch noch immer unverständlich für ihn. Er sah ihre langen wellenden Haare, brünett, und ihm war, als ob diese kurz davor waren, sich in die Lüfte zu hieven, gen Himmel – vielleicht betete sie ja dafür, dass genau dies passierte, dachte er. Ihm gefiel ihr Profil, die Nase einer griechischen Göttin, der volllippige Mund, die von der frischen Luft rosigen Wangen, die langen Wimpern, die Ohren, die halb verdeckt von den Haaren waren und an denen lustige Ohrringe, wahrscheinlich kleine Schmetterlinge, hingen. Wo schaute sie nur hin, fragte er sich. Und welche Farbe haben ihre Augen? Er kam ihr näher, doch sie bemerkte ihn nicht, so vertieft war sie in ihr Tun. Jetzt müsste ich ein Foto von ihr knipsen, ihre Seele würde sich darauf finden. Oder was auch immer ...

"Das war´s dann wohl". Abschiedsbriefe von Männern - Sibylle Berg (Hrsg.)

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Sibylle Berg ist vor allem durch ihre durch und durch obszöne und böse Literatur wie zum Beispiel in SEX² bekannt. Manche lieben ihre zynische Art, manche finden ihre Schreibe nur pervers. Sie polarisiert sehr. 2006 legte sie den erfolgreichen Band „UND ICH DACHTE, ES SEI LIEBE“. ABSCHIEDSBRIEFE VON FRAUEN vor, der daraufhin auch als Hörbuch mit Sophie Rois und Hannelore Hoger herauskam. 2008 folgte dann das Pendant dazu: „DAS WAR´S DANN WOHL“. ABSCHIEDSBRIEFE VON MÄNNERN. Darin bietet Sibylle Berg nun unverblümte und intime Einsichten in die Gefühlswelten von Männern. Die von ihr gesammelten Briefe sind anrührende Zeugnisse männlichen Ausdrucksvermögens. Denn: Natürlich haben Männer Gefühle, oft sogar sehr viel verzweifeltere als Frauen, denn sie wissen gemeinhin nicht, wie sie ihnen Ausdruck verleihen sollen. So lautet zumindest das Klischee. Sibylle Berg hat Abschiedsbriefe gesammelt und kommentiert, Briefe von berühmten und weniger berühmten Männern, von lebenden und toten. Und...