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Posts mit dem Label "Schwul sein" werden angezeigt.

Niemand ist wie ich?!

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Vor 15 Jahren wurde die Serie "Little Britain" zum ersten Mal im britischen Fernsehen gezeigt, eine Komikertruppe hat verschiedene Charaktere erfunden und sie spielen die Rollen völlig übertrieben in satirischen Szenen. Eine dieser übertriebenen Figuren ist der  übergewichtige Daffyd, der der Meinung ist, der einzige  Homosexuelle  im walisischen Dorf  Llandewi Breffi  zu sein, doch in jedem Sketch wird er mit der Tatsache konfrontiert, dass in der Ortschaft fast nur Menschen seiner Orientierung leben. Er selbst ignoriert dies und gibt seine eigenen homophoben Vorurteile zum Besten. Eine solche Figur wäre 15 Jahre zuvor nicht möglich gewesen, die Macher*innen dieser Comedy-Serie hätten sie anders gezeichnet, hätten keine derben Späße darüber gemacht ... 15 Jahre vor der Serie fühlte ich mich wie der einzige Schwule in einem kleinen deutschen Kaff, die Zeit des Internet-Datings war noch nicht gekommen, eine schwule Jugendgruppe gab es bei uns ...

Liebe in der Großstadt

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In deiner Stadt leben über drei Millionen Und du bist heute Nacht unterwegs Um zu schauen ob unter diesen drei Millionen Jemand ist der dich versteht Jemand ist der dich versteht... (Refrain des Liedes "3 Millionen" von Bosse) Liebe in der Großstadt... Manchmal habe ich den Eindruck, dass es in Großstädten mehr Singles gibt als auf dem Land. Es gibt zwar mehr Möglichkeiten in der Großstadt... aber vielleicht ist es eben deswegen. Viele Menschen suchen nach einer Person, die noch besser und noch besser ist, vielleicht schöner, reicher, cooler, größer, charmanter, liebenswerter. Der Eindruck, den ich gelegentlich in kleineren Städten habe: Die Begrenzung macht es leichter, jemanden zu finden. Da ist dann der eine oder die andere froh drum, was man hat bzw. wen - so ganz nach dem Motto: Schlimmer gehts immer. ;-) Das sind natürlich alles Spekulationen. Genauso wie ich denke, dass es in Großstädten einfach mehr Menschen gibt, die ihren Spaß haben wollen, eine Zeit lang ...

Feiertage - die zweite

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Jeden Tag möchte ich nun etwas feiern, mich des Lebens erfreuen.   Dienstag, der 8.7.2003: Tag des Ungewöhnlich-Seins Den ganzen Tag über fallen mir Dinge ein, die mich ungewöhnlich, unkonventionell machen. Oberfläche: ein Grieche in Deutschland, bilingual aufgewachsen, noch dazu: schwul; Krebs- Chemotherapie, geschielt, Blinddarm… nur Einsen in der Grundschule; der einzige, der dieses Jahr die Diplom-Prüfung in Interkultureller Erziehung macht… Tiefer: meine Art, meine Gedanken, mein Charisma, mein Schreiben, meine Ideen, meine Art mit anderen Menschen zu kommunizieren, mein Geschmack, mein Kleidungsstil usw. Mittwoch, der 9.7.2003: Tag des Schwul-Seins Heute lebe ich mein Schwul-Sein aus. Das heißt, dass ich auch mal wieder ins Miro (damals schwules Cafe in Karlsruhe) gehe. Mich versuche dort wohl zu fühlen. Mich gut mit Leuten zu unterhalten – tiefgründiger, und die Small-Talks zu vermeiden. Auch das Schwul-Sein zu thematisieren, wie zum Beispiel bei Mike. Und genauso: mich...