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schmerzwach schreibt: Einfach so!

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Ich denke, dass dieser Schnee das einzig Gute an meinem Pflichtbesuch ist, der macht dieses deprimierende Umfeld wieder ein bisschen wett. Gleich nach dem Aufstehen, noch vor dem Frühstück – ich bekomme sowieso keinen Bissen herunter – stapfe ich durch dieses kalte, weiche Weiß und erfreue mich an den Spuren, die ich hinterlasse. Weiß. Ich laufe bereits eine halbe Stunde, als ich plötzlich merke, dass ich müde werde. So lasse ich mich in den Schnee fallen und markiere einen Schneeengel. Ich erinnere mich daran, wie ich das zum letzten Mal gemacht habe: Mit Betty, auf der Freizeit mit unseren Studienkollegen in der Schweiz. Der Schnee um mich herum glitzert wild und herrlich schön, ich schaue in den klaren blauen Himmel, in meinen Augen blitzt es auf. Betty. Wie sehr vermisse ich dich, Betty. Wie. Sehr. Vermisse. Ich. Dich. Als ich zurückkehre, bekomme ich wieder Ärger mit meiner Mutter. Mein Gott, ich bin 21 Jahre alt und sie schimpft mich aus, weil ich nasse Klamotten habe, sie ...

Der etwas andere Rundgang von Kultours

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Christian Setzepfandt Erneuter Wintereinbruch in Frankfurt. Es ist saukalt und dämmert. Montag Abend. Einer, den man am liebsten auf der Couch oder im Bett dick eingemummelt verbringen würde. Wir treffen uns am Kino El Dorado, neben dem ehemaligen Luckys. Ich bin als Erster da und frage mich, wer wohl noch so verrückt ist bei dem Wetter zu diesem schwullesbischen Stadtrundgang mitzugehen... Letztendlich sind wir knapp fünfzehn Personen, alle in Stiefeln, Schals und dicken Mützen, alle Ü35, ob Zufall oder nicht. Vielleicht interessieren sich die Jungen nicht für die Geschichte der Homosexuellen in Frankfurt? Eine Vermutung. Ich wohnte lange Zeit schon in Frankfurt, als ich erfuhr, dass am Klaus-Mann-Platz ein Mahnmal steht, dass an die Verfolgung und Ermordung Homosexueller im Dritten Reich erinnern soll: Der Frankfurter Engel . Viele laufen an diesem Engel vorbei, ohne darüber nachzudenken, wie es dazu kommt, dass sich die Statue da befindet und was ihre Bedeutung ist. Rosemarie Tr...

TheNosyRosie // Plattenbaugefühle

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Ach, das freut mich aber sehr! Der liebe Sven von TheNosyRosie hat Plattenbaugefühle besprochen - und wirklich in den höchsten Tönen gelobt. TheNosyRosie ist ein wichtiger Kanal auf Youtube, auf dem junge Leute über Themen reden wie "Coming-out", "Homosexualität und Treue", "Homosexualität und Kirche" usw. Eine schöne Sache, die nicht nur jungen Homosexuellen hilft, sondern auch erhellend für die nicht-Homosexuellen ist. Einfach immer mal wieder reinschnuppern.  http://www.youtube.com/user/TheNosyrosie?feature=watch Mehr zum Buch:  https://www.facebook.com/Plattenbaugefuehle

Lesung im Kuss 41

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Das Kuss 41 ist eine wunderbare Einrichtung in Frankfurt, ein LesBiSchwules Jugendzentrum, das im April sein zweijähriges Jubiläum hat. Bereits vorher wird es im HR 3 in den Blickpunkt geraten, denn am 18.3. wird eine Reportage über zwei Frauen gezeigt, die zu den häufigsten Gästen im Kuss 41 gehören. Ein Trailer und sehr viel mehr Informationen über die Sendung hier:  http://www.youtube.com/watch?v=G7_8BinPWJM . Die beiden Damen haben sich vor einem Jahr kennengelernt, die Julia und die Saskia, und sie denken bereits ans Heiraten und an ein gemeinsames Kind...  Das Kuss 41 ist ein angstfreier Raum für Leute, die spüren, dass sie anders sind. Zwei Sozialpädagogen, selbst schwul beziehungsweise lesbisch, betreuen den Treffpunkt in der Kurt-Schumacher-Straße 41. Es ist das einzige Zentrum dieser Art in Hessen, und manche Besucher_innen legen weite Wege zurück, um ein paar Stunden hier sein zu können. Warum ich das schreibe? Weil ich am Freitag, den 2.3., eine Lesung im Kuss ...

Herz und Fuß von Anne Bax

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Ein merkwürdiges Lesevergnügen bereitete mir Anne Bax... Die Fremdenführerin Charlotte, genannt Charly, arbeitet im Oberhausener Gasometer, das 117 Meter hoch und 68 Meter breit ist. Auf dessen Aussichtsplattform "kann man bis Düsseldorf sehen..." und dort passieren plötzlich merkwürdige Dinge. Charly findet eines Tages auf dem Dach einen tiefgekühlten toten Fuß eines Menschen, an dem neben giftgrünen, potthässlichen Wollsocken auch noch eine rote Rose und ein Zettel mit einem tiefsinnigen Gedicht hängen. Doch das ist nur der Anfang. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Yellow Press, versucht sich einen Reim auf das alles zu machen und nicht verrückt zu werden. Dabei helfen ihr ihre beste Freundin Baby, das genaue Gegenteil von ihr, und ihre Mutter, die sich seit dem tödlichen Autounfall ihres Mannes nur noch höchstens 912 Schritte im Radius per pedes bewegt und ein Internet-Ass ist. Charly hat es nicht leicht, schon gar nicht, als plötzlich eine wunderschöne Journal...