Ich nehme mir immer vor zu Lesungen zu gehen, also, ich meine jetzt nicht meine eigenen, da gehe ich wohl hin, aber von anderen Autor_innen, doch oft schaffe ich es nicht, und wenn ich da bin, dann langweile ich mich oft. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist vielleicht nicht die größte, vergleichbar mit zappeligen Jugendlichen. Ich mag es nicht, wenn sehr lange Textstellen gelesen werden, am besten noch in monotoner Stimme und hochqualitativ. So kann ich sehr gut verstehen, wenn viele gerade jüngere Leute nicht so wirklich Bock auf Lesungen haben. Deswegen gibt es ja in letzter Zeit Bestrebungen, Lesungen "cooler" zu machen, sie in "Clubs" stattfinden zu lassen (Veranstaltungen im Orange Peel zum Beispiel) oder interaktiver, mit Audio und Vision angereichert zu gestalten. Eine Möglichkeit ist auch weniger zu lesen, mehr zu erzählen und vor allem mit den Jugendlichen zu diskutieren. Immer wieder eingestreut in der Lesung, die dann mehr ein Gespräch über relevante Themen...