The Defenders - eine Arbeit von William Forsythe
Bild: Dominik Mentzos (Yoko Ando / Tilman O´Donnell) Eines lässt sich auf jeden Fall immer über die Arbeiten von William Forsythe sagen: Sie stellen eine Herausforderung dar. Und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Im Fall der Frankfurt-Premiere von „The Defenders“ am 30. März bestand diese in einer sehr profanen Problematik: in Rückenschmerzen, verknoteten Füßen, eingeschlafenen Armen, je nachdem wie man sich versuchte zu setzen. Anstatt eines Bühnenbildes hängt bei dieser Aufführung ein weißer Kasten von der Decke des Bockenheimer Depots hinunter. Schwer zu sagen, wie groß dieser ist, fünfzig mal zwanzig Meter vielleicht? Kleiner? Größer? Er hängt sehr weit unten, knapp einen Meter über dem Boden, das lässt sich etwa schätzen. Wieso die Zuschauerinnen und Zuschauer diese körperlichen Qualen erleiden müssen? Weil sie in zwei Reihen vor diesem Kasten Platz finden müssen, die hintere Reihe kann auf einer Bank sitzen, die vordere Reihe sitzt auf dem Boden vor der so genannten Bühne....