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Der träumende Jonas EINS

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Bei meinem ersten Buch Plattenbaugefühle wurde ich oft gefragt: Sag mal, ist das biografisch? Nein, war es nicht. Es gab Anteile an dieser Geschichte, die der Realität entsprachen. Der Sozialarbeiter Aris, zufälligerweise griechischer Herkunft, arbeitete zufällig an der gleichen Schule wie der Autor einst. Danny gab es wirklich, nur heißt er anders und ist eigentlich eine Mischung von zwei realen Personen, ja, Shad M. gibt es tatsächlich. Aber nein, bei Jonas aus dem Buch lief das alles ganz anders als bei Jannis, dem Autor. Er hat ganz andere Eltern, kommt aus einer anderen Schicht, hat andere Ansichten als ich damals hatte. Und viel mehr Style. Aber was den Jonas aus Plattenbaugefühle mit dem Jannis eint: Dass beide sehr viel lesen und träumen. "Jonas" war auch immer schon mein ´Alter Ego´. Jonas ist der schwule Anteil von Jannis aka Schmerzwach. Und bevor es Plattenbaugefühle gab, hatte ich schon einen Roman geschrieben. Vor langer, langer Zeit. Und da gab es auch eine...

Ausschnitt aus "Scher den Bär" von Thomas Reich

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http://www.vollverdummt.de/ Ferdi war eine glückliche Filzlaus in Festanstellung. Seit drei Jahren arbeitete er in den Förderfeldern des berühmten Schamhaarmodels Uschi. Dadurch genoss er deutlich mehr Achtung als seine Kollegen in Tine Wittlers haarigem Duschausguss, oder Elton Johns Toupet. Seine Frau hatte eine Halbtagsstelle im Kindergarten von Kratzingen. Als Doppelverdiener konnten sie sich ein großes Haus leisten. Die Partypackung Knabberspaß, die ein achtloser Passant weggeworfen hatte, beinhaltete zehn Kammern. Er fuhr mit dem Bus zur Arbeit, da die Verbindungen zur Arbeitsstelle seiner Frau schlechter waren als die seinen. Momentan sparten sie gerade auf einen Zweitwagen. Kurz gesagt- alles lief zum Besten. Bis zu einem verhängnisvollen Augustmorgen. Der Schweiß floss in Strömen. Den ganzen Morgen hatten sie Pipelines gelegt, um die Brutfelder trocken zu legen. Eine hektische Betriebsamkeit lag über der gesamten Anlage. „Sag mal Ferdi, du hast da was.“ „Schnell, mach ...

Wer WILL der KANN auch! - deuxième partie -

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Die Liebe kennt keine Regel Wir hätten nach der Regel schon gar nicht zusammen kommen dürfen, denn, so sagt man doch: man muss drei Tage warten, bevor man die erste SMS schreibt. Oder so. Nicht zu früh schreiben. Nicht zu früh in die Vollen gehen. Meine erste SMS schrieb ich nach zwanzig Minuten – und ich sagte ihm, wie wunderschön er sei. „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben...“ – aber auch jede Liebe funktioniert anders. Es gibt keine Regeln. Wie denn auch? Manche Leute brauchen lange, um sich zu öffnen, manche brauchen verschiedene Rituale, damit eine Liebe entstehen kann, manche sind geduldig, manche wollen auf der Stelle alles haben. Es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten bei Paaren wie es Menschen auf der Erde gibt. Wie möchte man also voraussagen, welche Strategien helfen? Und am Ende ist die Strategie doch wieder ganz egal. Denn meine Theorie lautet: Wenn man sich verliebt, dann ist die Anmache egal, dann ist die Strategie egal, denn wer sich verliebt, der findet die a...