Posts

Posts mit dem Label "Schwulenbewegung" werden angezeigt.

RotZSchwul in Marburg

Bild
RotZSchwul. Der Beginn einer Bewegung - nachdem ich im Mai auf dem IDAHOBiT in Wiesbaden darüber reden konnte, darf ich nun im Autonomen Schwulenreferat des ASTA Marburg über die RotZSchwul und den Beginn der Bewegung meine Gedanken vortragen - mitten in der Zeit der CSDs, mitten in der aufregenden Zeit, in der die Parteien mit C sich wieder schäbig rund um den Paragraphen 175 und der Entschädigung der Opfer verhalten haben:  http://mobil.siegessaeule.de/no_cache/newscomments/article/3378-die-erpressbare-bewegung.html  In diesem Artikel beschreibt der Autor auch wie wichtig die Arbeit der Bewegung in den 70ern war und wie anders sie ist als die Arbeit heute.  "Für uns als LSBTI-Bewegung als Ganzes bleibt festzustellen, wie grundsätzlich erpressbar wir sind. Unsere in den letzten 25 Jahren gewachsenen Strukturen, fast ausschließlich von staatlichen Stellen geförderte Vereine, Verbände, Institutionen sind auf Kooperation und Konsensfindung angelegt. Wenn die Gegens...

RotZSchwul. Der Beginn einer Bewegung (1971-1975)

Bild
Es gab Momente, in denen ich dachte: Hm, das schaffst du nie! Zu groß erschien mir der Berg -  die vielen Kopien aus dem Archiv, gefühlt eine Million!, die langen Tonbandaufnahmen, die enormen Eindrücke und die Komplexität des Ganzen - ja, er erschien mir unüberwindbar! Ängste trieben mich um, niemals mit dem Buch fertig zu werden. Das erscheint kurios, angesichts der Tatsache, dass es nun 200 Seiten dick ist. Aber zwischendurch dachte mein Betreuer von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, dass ich bei dem vielen Material und bei meiner Herangehensweise einen 1000-Seiten-Wälzer fabrizieren würde. Das verhinderte natürlich mein Lektor und Verleger in Personalunion (Jim Baker vom Querverlag). Zum Glück für die zukünftigen Leser_innen. 1000 Seiten hätte niemand geschafft. ;-) Als allerletzter ich selbst! Denn selten habe ich ein Buch so oft überarbeitet wie dieses. Dachte ich schon bei Liebe/r Kim, dass ich am Rande des Erträglichen stehe, war diese Sisyphus-Arbeit an dem RotZS...

StadtteilHistoriker 2012 - Teil 1

Bild
http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtagaprilzwoelf168_v-TeaserAufmacher.jpg Auf der ersten schwullesbischen, gesamtdeutschen Demo in Münster im April 1972, links im Mantel: Martin Dannecker Es ist eine Ehre und ich bin sehr stolz darauf... Ich bin ein StadtteilHistoriker! Wovon ich spreche? Das ist ein sehr schönes Projekt der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt, in dem 25 geschichtsinteressierte Frankfurter Bürger ehrenamtlich die Frankfurter Stadt- und Stadtteilgeschichte erforschen. Dabei kann sich jede/r Interessent/in sein eigenes Thema aussuchen und bearbeiten. Natürlich gibt es einige Voraussetzungen, die man beachten muss, und natürlich auch ein paar Bedingungen: Nach Ende der 18-monatigen Projektlaufzeit sollen die Ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ob in Form einer Ausstellung, eines Films, eines Buches oder einer Website, kann jede/r StadtteilHistoriker/in selbst entscheiden. Es gibt am 8.12. ein Treffen, bei dem ...

GRÖSSENWAHN - Größenwahn - GRÖSSENWAHN

Bild
Sascha Lobo lief bei der Buchmesse am Stand des Größenwahn Verlags vorbei, als ich gerade da war. Er zeigte einen Daumen nach oben und sagte: "Großartiger Name". Größenwahn. Ja. Der Name hat Geschichte. Der Größenwahn Verlag heißt nach dem Cafe Größenwahn. Also nicht nach dem gleichnamigen Album von Udo Jürgens . ;-) Sondern nach der Kneipe in Frankfurt, die im Dezember 1978 von Hans Peter Hoogen, dem verdienten schwulen Aktivisten, und seinem Partner Heinen, eröffnet wurde und nach wie vor im Nordend Frankfurts blüht und gedeiht. Sie hat das Motto "Die Welt soll wärmer und weiblicher werden". Und das kommt von Hoogens ersten Aktionen. Hoogen, der 2005 von Roland Koch den Hessischen Verdienstorden am Bande erhalten hat, trat 1971 in die „Rote Zelle Schwul“ ein, die auch „RotzSchwul“ genannt wurde. Da das Interesse in der linken Studentenbewegung an den Sorgen der Homosexuellen gering war (da waren eher Salon-Machos zugange, selbst ein Joschka Fischer zeigte sich n...