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Blogparade: Liebes Tagebuch VIER

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Tagebuch schreiben war mir immer ein Bedürfnis. Jemanden meinen Kummer, meine Freude anvertrauen, ohne bewertet zu werden. Mich “ausquatschen” zu können, ohne einen erhobenen Zeigefinger zu sehen. Oder um bestimmte Momente nicht zu vergessen. Heute – mit 45 Jahren – habe ich elf Tagebücher in gedruckter und geschriebener Form. Sie gehören zu den kostbarsten Besitzen, die ich habe. Angefangen habe ich mit einem Schulheft. Da war ich vielleicht acht oder neun Jahre alt. Die Einträge waren damals natürlich nicht lang. In etwa so: “Heute war ich in der Schule” oder “Heute war ich im Garten”. Das änderte sich dann im Teenie-Alter, als Mitmenschen interessanter wurden. Oder ich schriftlich überlegte, warum ich manche Leute doof fand. Oder ich mich ungerecht behandelt fühlte. Mein Tagebuch war meine beste Freundin. Irgendwann – ich glaube, ich war dreizehn oder vierzehn – fand meine Oma (bei der ich gewohnt habe) diese Tagebücher und hat sie gelesen. Das war das vorläufige Ende mein...