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Oscar Wilde - Das Bild des Dorian Gray

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Es hat eine Weile gedauert - doch nun ist es vollbracht: Ich habe "Das Bild des Dorian Gray" von Oscar Wilde erneut gelesen. Und es war merkwürdig. Obwohl ich den Film mit Ben Barnes  vor gar nicht allzu langer Zeit gesehen habe, blieb mir nichts davon im Gedächtnis haften. Ich konnte mich sogar besser an die Bilder in meinem Kopf erinnern, die ich beim ersten Lesen - vor langer Zeit - hatte. Was habe ich jetzt beim erneuten Lesen aus der Lektüre mitgenommen? Was ist die makellose Schönheit wert, derer sich Dorian Gray jahrelang, jahrzehntelang bedienen darf? Was ist seine Jugend wert? In der heutigen Zeit gilt dieser Hedonismus, dieser Jugend- und Schönheitswahn noch mehr denn je. Fünfzigjährige Männer, die sich anziehen wie Teenies, sechzigjährige Frauen, die sich mit Botox zu Vierzigjährigen spritzen möchten, Zwanzigjährige, die sich Silikon in die Brüste implantieren oder Fett absaugen lassen. Im Dorian Gray heißt es auf S.241 (Ausgabe Büchergilde Frankfurt): Dann pack...

sprich! - Der Lesemarathon!

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Lange habe ich nichts mehr von sprich! e.V. geschrieben... so, als gäbe es nix zu berichten. ;-) Aber nein! Hier eine Einladung an alle, die gerne vor Publikum lesen möchten:  sprich! e.V. möchte ja - wie bereits erwaähnt - im Zeitraum vom 26.09.11 – 30.10.11 in Frankfurt eine „Woche der Sprache und des Lesens“ organisieren. Mit der „Sprachwoche“ möchte sprich! e.V. das Lesen und die Sprache aus dem literarisch vorgeprägten Umfeld herausholen und ganz gezielt all jene ansprechen, die sich mit Sprache und Literatur aus den unterschiedlichsten Gründen nur wenig oder gar nicht beschäftigen. Vor allem wendet sich die „Sprachwoche“ an Kinder und Jugendliche. Für den Programmpunkt „Lesemarathon“ auf der Konstablerwache sucht sprich! e.V. noch Mitstreiter/-innen, die bereit sind, ca. eine Minute vorzulesen. Inhaltlich gibt es dabei keine Vorgaben. Gelesen werden können: Gedichte, Romanauszüge, Zeitungsartikel, Selbstgeschriebenes etc. Wer macht mit?   Wann genau? Am Freit...

Der Schmerzwach-Lesezirkel INTERAKTIV - tschick1

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Da ist er nun, der erste Beitrag zum interaktiven Lesezirkel - und er wird ein Vorwort haben, ihr kennt mich ja, denn... schaut doch mal auf den Einband auf dem Bild... Ist ja gar nicht der vom letzten Post , nicht wahr? Nee, diesmal ist tschick, tschick von der Büchergilde . Warum? Also... Ich hatte tagelang vor mich hergeschoben, dass ich tschick noch besorgen muss... Ich dachte: Mh, dann gehe ich mal nicht in die riesengroße Buchhandlung meines Vertrauens, sondern in die Büchergilde Gutenberg Buchhandlung, einfach mal um zu sehen, wie es da ist. Und was war? Ich wurde Mitglied in der Büchergilde - und bekam das Willkommenspaket: drei Bücher bis 20 Euro, für die ich nur FÜNF FLOCKEN zahlen muss. Und ja, tschick war dabei. Yeah!  :-) Also, jetzt kaufe ich mir in jedem Quartal ein Buch dort. :-) Sind auch billiger als anderswo. Cool. Und oft sehr schön illustrierte Bücher, zum Beispiel auch meine Dorian Gray-Ausgabe. So, das war das lange Vorwort. Jetzt zum Buch! Dieser Roman von ...

Feiertage - die vierte

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Freitag, der 18.7.2003: Tag der Freundschaften Habe kurz Metin, Nike, Philipp M., Jasmin u. a. getroffen. Und natürlich meinen süßen C. Mich nach ihm gerichtet, weil ich das so wollte. Ohne dass die anderen traurig sind. Ich entscheide mich, was ich tun möchte. Auch gegen F. Das müssen gute Freunde ertragen – und machen es auch. Bin trotzdem ein guter Freund, und treu, und witzig, und man will mich als Freund. Samstag, der 19.7.2003: Tag des Lebens 11 Jahre nach der letzten Chemotherapie: noch immer bin ich gesund, am Leben; und glücklicher denn je. Mit mir eins. Und endlich auf meinem Weg. Fortschritte. Freunde. C. Studium. Arbeit. Sinn… Sonntag, der 20.7.2003: Tag des Cool-Seins Moloko. Ich. Tanzen. Rheinhafen. Das FEST. Baggersee – nacktbaden. Was denken die anderen?! Scheißegal!!! Sonntag, der 27.7.2003: Tag des Lernens I Ab heute beginne ich das Lernen, zumindest so ganz richtig und offiziell. Die Prüfungszeit fängt an und das wird sehr stressig/ anstrengend/ nervenaufreibe...

Polychrom

Was ich heute gelernt habe, Facebook sei Dank: dass ich ein polychromer Mensch bin! Was? Während M-Zeit-Kultur-Menschen (monochrome) in linearer Abfolge von festgesetztem Anfang bis festgesetztem Ende arbeiten, sind P-Zeit-Kultur-Menschen (polychrome) ganz anders! Also Menschen wie ich! :-) Sie widmen sich einem Ereignis so lange, bis eine neue Neigung auftaucht.  Das ist nun deswegen schwierig, weil Deutschland als typische M-Zeit-Kultur gilt, weil eher individualistisch, alles muss schnell gehen, Zeit ist Geld, morgens ins Büro, dann wieder weiter, hier organisieren, dort organisieren. In mir steckt aber ein Brasilianer oder so etwas (dort gilt die P-Zeit-Kultur) und ich habe es satt, ständig irgendetwas zu organisieren. Ich möchte gerade das machen, worauf ich Lust habe.  Die Monochromen können immer nur eine Sache beginnen und müssen sie auch abschließen. Sie können nicht lesen und dabei Musik hören, sie können nicht einen Roman unterbrechen, um einen anderen zu lesen, s...

is a blog - Bücherliste

In den nächsten Tagen werde ich eine Aufgabe bewältigen, die mir via http://www.isabelbogdan.de/2010/10/06/die-bucherliste/ gestellt wurde. Vielleicht werde ich an einem Tag mehrere Fragen beantworten, vielleicht manchmal auch keine, aber abgearbeitet werden sie. Hoffe, dass ihr Spaß daran findet! :-) Die Bücherfragenliste Ein Gespen Stöckchen geht um im Bloggerland: die Bücherfragenliste. Nun schreibe ich hier ohnehin über alle Bücher, die ich lese, und einen Teil dieser Fragen kann ich gar nicht beantworten, aber sei’s drum. I’ll do my very best. Und verlinke dann, wenn ich etwas beantwortet habe, jeweils hier den entsprechenden Eintrag. Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes lesen willst Tag 3 – Dein Lieblingsbuch Tag 4 – Dein Hassbuch Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht) Tag 7 (vormittags) – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert T...

Über Universen - Teil 2 -

Später, als ich selbst beginne zu schreiben, so einfach drauflos, mit einem kleinen Plan im Kopf, dass die Handlung so und so sein soll, die Figuren die und die Charaktereigenschaft haben und das und das sagen sollen, merke ich plötzlich, dass die Figuren ein Eigenleben besitzen. Wie oft haben sich in meinen Geschichten Figuren mehr Raum erkämpft, haben ihre Rolle in der Erzählung zu einem Maximum vergrößern können, wie oft sind andere groß gedachte Figuren zusammengeschrumpft. Die Personen in meinen Geschichten wachsen mir regelmäßig ans Herz, sie sind wie Freunde, das geht dann auch so weit, dass ich sie nicht sterben oder nicht unglücklich leben lassen möchte. In manche meiner Figuren habe ich mich gar „verliebt“, wenn das überhaupt möglich ist. In den Anfängen meiner „Schreibarbeiten“ habe ich auf dem Blatt Papier das ausgelebt, was ich in der Realität nicht schaffen konnte, die erste Liebe, der erste Kuss, der erste Sex – alles das hatte ich zuerst in meinen Erzählungen. Schreibe...

Manic Mondays

Manchmal gehe ich ja arbeiten... eher gezwungenermaßen... und montags, ja, manic mondays, ganz übel, ist die Motivation besonders gering! Aber die Leute, ja, die Gesellschaft, sagt: Der Mensch muss arbeiten gehen. Geld verdienen, eigenhändig, und das Ding mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen ist ja noch nicht durch. Schade, dabei wäre das ja die Lösung. Die Lösung für all meine Probleme! Denn: Ich möchte ja nur lesen, schreiben, lesen, schreibe, Filme anschauen, lesen, schreiben und Filme anschauen. Naja, manchmal möchte ich auch zu Lesungen und in Ausstellungen gehen. Das gehört mit dazu. Aber nein, ich muss jeden Morgen, naja, fast jeden - ich arbeite ja Teilzeit - in die Pampa fahren, in der Nachbarschaft sind die Müllverbrennungsanlage, eine Glaserei und - nicht zu vergessen - Hildes Imbiss. Jaja, und nicht zu vergessen, wir als dachlose haben trotzdem gute Laune, denn wir sind voll die lustige Gang bei der Arbeit. Ein bisschen stören diese Einwürfe von so einer Chefin mit autist...

Falk ist verliebt... in Marianna

...Als er sich auf seinen Drahtesel schwang, wurde es ihm immer mehr zu einer sicheren Erkenntnis, dass er nur wegen Marianna hier gewesen war, es hatte ihn etwas an diesen Ort getrieben, um für sie da zu sein, und das machte ihn fröhlich. Seinen Körper durchfluteten Glückshormone und er fühlte sich beseelt und kraftvoll. Allerdings auch gedankenvoll: Was war dieses Etwas? Schicksal? Gott? Er hatte Lust, in die Bibliothek zu fahren und mehr darüber zu erfahren. Schließlich: was gab es Schöneres als an einen Ort zu gehen, an dem es viele Bücher zu allen Themen gab, die die Menschheit interessierte. Auch deswegen mochte er Großstädte: üblicherweise gab es einfach mehr Möglichkeiten, Bücher auszuleihen, mehr Bibliotheken, größere Vielfalt, Spezialisierung. Er liebte es durch Bibliotheken zu streifen, viele verschiedene Bücher in die Hand zu nehmen, sich hineinzulesen, um zu entscheiden, welche Werke er mit nach Hause nehmen könnte, um sich die nächsten Tage oder gar Wochen damit zu vergnü...

Der Leser - Teil 2

Mitunter gehe ich auch gerne shoppen. Ich kann es zwar nicht leiden, wenn mich diese dummen, vom Stress geplagten Menschen mich anschubsen, weil sie es eilig haben, unhöflich und gewissenlos sind, aber andererseits gefällt es mir, in Läden zu laufen, viele verschiedene Dinge zu sehen und anfassen zu können. Ich probiere Klamotten an, die ich vermutlich sowieso nicht kaufen werde, weil ich wenig Geld habe. Aber mir gefällt die Vorstellung, ich könnte diese schönen Teile tragen, wenn ich einmal ausgehen würde. Manchmal kaufe ich mir tatsächlich etwas, wenn es in den „Rebajas“ ist. Schnäppchen zu suchen kann durchaus Spaß machen, so lange es zum Sport wird. Ich kann es nicht leiden, ständig in der Stadt zu sein, mein Lesen zu vernachlässigen. Das macht mich dann müde. Oder dauernd Kaffee trinken gehen. Wobei mir das zurzeit nicht passieren kann. Mit wem denn auch? Ich schaue mir die Menschen an, betrachte ihre Schönheit oder ekele mich vor deren Hässlichkeit. Ich stelle mir vor, wie es wä...

Der Leser - Teil 1

Einen Tag nicht zu reden ist nicht so schlimm wie einen Tag nicht zu lesen. Es hat etwas Beruhigendes an sich. Stundenlang unterwegs sein, viele Menschen sehen, doch mit keinem von ihnen ein Wort wechseln. Allenfalls ein kleines Nicken beim Betreten eines Ladens, ein winziges Lächeln beim Aufschauen in der Straßenbahn. Heute morgen wachte ich zu früh auf. Die Baldriantropfen waren Schuld daran. Ich schlafe früh ein, welch Segen!, aber morgens liege ich dann die Decke hin und her wälzend, ständig neue Schlafpositionen ausprobierend im Bett und stehe bald entnervt auf. Ich ging joggen. Immer die gleiche Strecke. In einen Park, in dem keine Hunde erlaubt sind. Das ist wichtig, denn die stören mein Seelenheil. Die machen mich nervös. Dann muss ich das Joggen abbrechen, Endorphine werden nicht ausgeschüttet, ich habe schlechte Laune, fühle mich einsam und unglücklich, möchte mich umbringen. So nicht, mein Lieber, und ich rede wohlgemerkt nicht laut mit mir selbst. Das habe ich nie gemacht....

Ein faszinierender Romananfang...

Habe ich heute im Laufe des Tages gelesen... Faszinierendes Thema: Es geht um eine Pseudologin; faszinierende Schreibe! Von Anfang an... finde ich. Der Grabstein war umgefallen. Über dem Sterbedatum klebte ein gelber Zettel, und auf dem gelben Zettel stand: "Umfallgefahr!" Ich mußte über die Friedhofsverwaltung lachen. Was hieß "Umfallgefahr"? Der Stein war umgefallen. Doch dann las ich: "Unfallgefahr!" Das schien mir noch absurder als "Umfallgefahr!". Was sollte hier für ein Unfall geschehen? Gibt es einen größeren Unfall als den Tod? Ich lachte auch ein bißchen darüber, daß es ausgerechnet der Grabstein meiner Mutter war, der umgefallen war. Ich hatte meine Mutter nicht beerdigt. Ich hatte auch keinen Grabstein aufgestellt. Das war die Krähe. Ich besuchte das Grab meiner Mutter sehr selten. Plötzlich tauchte ein Mann zwischen den Gräbern auf. Hallo, rief ich, sind Sie von der Friedhofsverwaltung? Nein, antwortete der Mann. Schade, ich dachte......