Mein Bukowski 2/3
http://www.teamlambchop.de/wp-content/bukowski.jpg Wir waren beide noch recht jung, damit meine ich, dass wir noch nicht volljährig waren, anders als jetzt, da war er im Gymnasium eine Stufe über mir. Wir beide waren intellektuell und in diesen Kreisen, in denen man das pflegte, angehende Künstler, man kennt das ja. Doch wir unterschieden uns in einem Punkt: während ich mich durch Albert Camus, Thornton Wilder und Thomas Mann quälte, las er Henry Miller, Jack Kerouac und eben Charles Bukowski. Ich konnte damit nicht viel anfangen, schon gar nicht, nachdem er mir William S. Burroughs vorschlug, die Nova-Trilogie nämlich, und ich so gar nichts verstanden habe, als läse ich ein Buch auf Chinesisch. Wir trafen uns eines Abends am Rhein, mit seiner damaligen Freundin Mo, ich hatte meine beste Freundin Lotta dabei, wir unterhielten uns stundenlang über Filme und Bücher, tranken Rotwein aus der Flasche, aßen Paprika-Chips und schauten gen Straßburg, ein fremdes Land, uns so nah. Thees war...