Lesung Kaminer - eine jüdische Anekdote
So fing alles an: M. B. vom Radio fragt mich an, ob ich Lust hätte zur Wladimir Kaminer-Lesung zu gehen. Wir schreiben das Jahr 2006, genauer gesagt im Februar. Ich sage ganz naiv: ja, natürlich, kenne ich doch Kaminers "Russendisko" und finde diesen Menschen einfach charmant und superwitzig! Siehe: http://bit.ly/gRWhan - schaut euch da mal Videos an. :-) Nun, ich wollte ihm nicht den Rücken massieren, ich wollte ihn einfach mal lesen hören und sehen. Doch folgendes passierte: Ich musste in die Verwaltung der jüdischen Gemeinde im Frankfurter Westend gehen (jeder muss da einzeln hingehen, mit Personalausweis und so). Zuerst ans Häuschen, wo ein Soldat saß, ihn fragen, wie ich hineingelange. Dann geleitet er mich dorthin. Dort muss ich erst einmal warten. Danach wie am Flughafen durch so eine Kontrolle (Tasche abgeben, Gürtel ausziehen etc.). Es holt mich ein weiterer Soldat ab, der mich zu der Sachbearbeiterin führt. Ich bin schon nassgeschwitzt oben. Dann geht alles ganz ei...