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Elf Fragen von schmerzwach an den Dichter BUNDY

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Porträt-Frohburg-2010 by Karl-Heinz Kalkhake Ich wurde geboren am 04.03.1972 in der Weltmetropole Nusplingen auf der schwäbischen Alb, als Sohn zweier wundervoller Elternteile, die mir eine wahrhaft herrliche und sorglose Jugend bescherten. Im Kindesalter schrieb ich schon zahlreiche Kurzgeschichten und mit 10 Jahren ein erstes Gedicht über Eidechsen, die einem Reim zuliebe „Ratzen“ genannt wurden. Seit meinem 18. Lebensjahr fuhr ich (viel zu schnell) Motorrad, verlor auf der Straße viele Freunde, und wechselte dann auf die Rennstrecke, wo ich mich während der nächsten 20 Jahre ausschließlich rumtrieb und ziemlich erfolgreich Rennen fuhr. Neben Abitur, Studium und Beamtenlaufbahn schrieb ich regelmäßig Artikel für diverse Motorradzeitschriften („MO“, „PS“ etc.) und war Mitautor der Motorrad-Anthologie „Gaskrank – Geschichten aus der Kurve“. Und seit 2009 schreibe ich auch Gedichte. Diese früher undenkbare Kombination habe ich Eric zu verdanken, einem Freund, der mich im Septembe...

Für John...

Kann, darf nicht schlafen Eine Stimmung - zum Gedichte verfassen das Gefühl, daß alles um einen herum zusammenbricht dreht sich die Welt noch richtig? Es ist Nacht, und genauso dunkel in meiner Seele Ich kann jetzt nicht schlafen, ich darf nicht im Schlaf kommen furchtbare Nachtschimären auf Eine Angst, die einen überwältigt Du findest deinen Frieden nicht Das Leben liebt dich nicht mehr Unverstanden Frustrationen, Depressionen - warum? An einem Abend- alles geht kaputt Du freutest dich über dein Leben- wann? Alles ist so traurig, so schwarz und grau Bin so allein, will jetzt reden- mit wem? Wo bist Du? Ich brauche Dich- ja Warum? Keine Ruhe um mich herum, obwohl so still Freude? Vielleicht gibt es irgendwo ein Glück Ich kenne es nicht und selbst wenn- in so einer Nacht gibt es nichts mehr davon, alles ist traurig, deprimierend, schlecht Wann kommt eine schönere Zeit denn? Langeweile- nein, das ist es nicht Unmut- Wut- Mißtrauen- Unlust? Das Wissen, daß es nicht so läuft, wie man will!...

Es wird viel passier´n... Fortsetzung

Es wird viel passier'n nichts bleibt mehr gleich. Nichts bleibt beim Alten wie gehabt. Es wird viel passier'n nichts bleibt mehr gleich. Nichts bleibt beim Alten wie gehabt. Folge 3: Aris schaut also Fabian entsetzt, sagt aber mit wackerer Stimme: "Ich möchte dich wiedersehen!" Überrascht erwidert der Wunderschöne: "Obwohl du das weißt?" Und Aris antwortet: "Du hast einen Freund, du musst das wissen..." Und so tauschen sie Nummern aus und verabschieden sich voneinander. Aris geht wieder hinunter, er hat aber keine Lust mehr dazubleiben, ohne Fabian, dem er selig hinterherdenkt. Als er nach Hause kommt, stellt er fest, dass Franco in seinem Bett liegt, sein bester Kumpel. Lachend malt er sich aus, was gewesen wäre, wenn er Fabian mit nach Hause genommen hätte und auf Franco gestoßen wäre . Er legt sich neben ihn und schläft ein. Am nächsten Tag ist er ein bisschen daneben. Es wird dann auch nicht besser, nachdem er joggen war. Währenddessen macht Fr...

Blue for you...

I tried to do handstands for you I tried to do headstands for you Everytime I fell on you yeah everytime I fell I tried to do handstands for you But everytime I fell for you I'm permanently black and blue, permanently blue for you Höre "Bruises" von CHAIRLIFT und frage mich, was der Sinn der Worte ist. Frage mich aber auch, inwieweit ich das Lied auf mein Leben oder auf meine Partnerschaft beziehen kann. Traurig bin ich auch. Ist dies der Sinn einer Beziehung? Sich permanent traurig zu fühlen, den anderen zu verletzen und selbst verletzt zu werden? Ist dies das Wesen einer Beziehung per se? Wieviel Verletzung hält eine Partnerschaft aus? Wieviel Traurigkeit, wieviel schlechte Laune, Komplexe, Narben aus der Vergangenheit? Wie kriegen das andere Menschen hin? Paare, die seit 43 Jahren verheiratet sind, Paare, die sich in- und auswendig kennen. Wieviel Gewalt, sei es körperliche oder verbale, hält eine Beziehung aus? Wieviel Angst und Leid? Es ist das Ende des Jahres und...

The Horrors - Sea Within a Sea

Es ist nicht ganz einfach. Nein, es ist vielleicht sogar unmöglich. So scheint mir. Oder zumindest mir unmöglich. Und diese Sache beschäftigt mich seit Jahren, ohne dass ich jemals eine Lösung dafür gefunden habe. Es begann alles mit diesen alten Kassetten meines Vaters, rare Aufnahmen griechischer Folklore-Sänger/innen. Ich fragte mich, wie ich dieses Gefühl, das diese Musik in mir auslöste, die Bilder, die sich mir aufdrängten, in Worte fassen könnte. In Worte fassen, die das richtig wiedergeben, für andere verständlich machen. Nein, das ist nicht einfach. Nein, ich bin kein Philippe Besson, ich bin kein Johannes Weinberger, keine Siri Hustvedt, und schon gar nicht ein Philip Roth, Franz Kafka oder Albert Camus. Ich kann schreiben, ich kann mich ausdrücken, ich kann Gefühle erzeugen. Aber es ist schier unmöglich, diese Gefühle, die einem Individuum bei einem bestimmten Lied begegnen, so darzustellen, dass jemand anders einen wahren Eindruck bekommt. Dies würde heißen, Dinge für ander...

"Der Einzelgänger" von Christopher Isherwood

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In wenigen Wochen werde ich nicht mehr viel von der Handlung dieses Romans wissen, aber das macht nichts, darauf kommt es beim Lesen nicht an. In Büchern soll man Erfahrungen, die man gemacht hat, wiedererkennen, die Szenen aus der gegenwärtigen Lektüre mit welchen aus Filmen, aus anderen Büchern, aus dem eigenen Leben vergleichen. Es geht um die Erinnerung, um die Emotion, um das Reifen. So liest man Romane mit mehr innerer Beteiligung, wenn man auf Szenen trifft, die man aus dem eigenen Erfahrungshorizont kennt. Vielleicht begreift der Leser dann, vielleicht weint er, vielleicht ist er zornig, vielleicht deprimiert. Wenn ein Buch es geschafft hat, das innere Eismeer zu durchbrechen, hat es sein Ziel erreicht. „Der Einzelgänger“ hat dies bei mir geschafft. Wie in der Szene im Supermarkt: Der Protagonist geht einkaufen und sieht die vielen Produkte, die ihm verheißungsvoll entgegenblicken, die sagen: Nimm mich mit! und die guten Appetit versprechen, und denkt dann: „Kaum bist du in...