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StadtteilHistoriker 2012 - 2014: RotZSchwul nimmt Formen an

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https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Zelle_Schwul Letzten Dienstag war ich mal wieder auf dem monatlichen Treffen meines Projekts StadtteilHistoriker von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Grund genug, um mal ein kleines Update zu geben, was alles in letzter Zeit passiert ist. Wikipedia-Eintrag der RotZSchwul: check! Webseiten-Präsenz der RotZSchwul: check! Termin für die Ausstellung auf der Hauptwache: check!  Vom 5.4.2014 bis zum 12.4.2014 wird man an einem denkwürdigen Platz für die RotZSchwul (die erste öffentliche Demo zum Thema Homosexualität fand am gleichen Ort, auf der Hauptwache, am 28.April 1973 statt: "Hans ist schwul!" Doch es passiert noch mehr im Hintergrund: Es gibt Verlagsgespräche und das Manuskript ist bereits auf etwa 70 Normseiten angewachsen, außerdem gibt es Überlegungen für Vorträge in 2014.  Das ist natürlich alles schön. Und führt auch zu weiteren Projekten in dieser Richtung. Nächste Woche wird der Wikipedia-Artikel auf die Startseite...

Urlaub in Frankfurt am Main

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Lange habe ich nichts mehr vom Projekt StadtteilHistoriker gepostet - dabei bin ich gerade gut dabei und sehr produktiv. Doch an unseren Stammtischen im April und Mai konnte ich nicht teilnehmen, am 25.6. jedoch hatte ich wieder Zeit. Für mich die wichtigste Nachricht: Wir machen im April 2014 eine Ausstellung an der Hauptwache in Frankfurt - was gut passt, denn der erste Infostand in Frankfurt, der jemals das Thema Homosexualität zum Thema hatte, fand im April 1973 eben an dieser Stelle statt. "Hans ist schwul" so heißt das Flugblatt, dass da verteilt wurde. Passt ja! :-) Übrigens arbeitete die Rote Zelle Schwul mit zwei anderen Gruppen zusammen.  Am 29.6. dann lud die Stiftung  Polytechnische Gesellschaft  die StadtteilHistoriker und alle anderen Projekte (und es sind einige!) uns zu einem Alumni- und Stipendiaten-Picknick am Licht- und Luftbad ein. Bei wunderbarem Wetter, mit gutem Essen (das erste Mal Grillen in diesem Jahr), Drachenbootfahren, Feuerwehrmann spiel...

StadtteilHistoriker - Wir lernen die Stadt Frankfurt kennen...

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In meiner Anfangszeit in Frankfurt war ich ja leicht angenervt von den Frankfurtern, von den Zugezogenen (eben wie ich), von den "typischen" Frankfurtern. Wenn man sich nicht gut auskennt, geht man an die Hot Spots, die in Stadtmagazinen angepriesen werden. Und in der Mainmetropole trifft man immer auf die gleichen Leute, vor allem in der Gay Szene: Als ich den 27. Unternehmensberater, den 35.Bänker, den gefühlt 168. Flugbegleiter kennen lernte, war ich nicht begeistert von dieser Stadt, und war der Meinung, dass sie diesen Ruf, den sie hat, ganz zurecht hat. Warum ich das erzähle? Ich habe viel über Frankfurt gelernt die letzten acht Jahre, habe hier eine neue Heimat gefunden, die ich liebe. Und noch mehr lerne ich durch dieses schöne Projekt kennen. Ganz neue Stadtteile erkunde ich, dieses Mal Höchst, ganz neue spannende Dinge erfahre ich von anderen Stadtteilen, Frankfurt Nied zum Beispiel. Am Samstag, den 11.5., hatten wir unseren zweiten langen Workshop im Schloss in H...

StadtteilHistoriker - Aktualisierung

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Am 9.Februar hatten wir einen wunderbaren Workshop am Uni-Campus (im Westend). Es war saukalt, der Schnee lag noch, es war ein Samstag, vieeeeeel zu früh am  Morgen nach einer fast wachen, durchzechten Nacht. Trotzdem konnte ich mich wach halten: Weil es so spannend war. Prof. Dr. Werner Plumpe gab eine Einführung ins historische Arbeiten (Geschichte und ihre Quellen) und zählte dabei die fünf wichtigsten Punkte, wie man aus Geschichte Geschichten macht. Ich durfte selten so etwas Spannendes hören. Das hat mich dann doch sehr überrascht, als ich da saß mit der Angst, bestimmt bald einzuschlafen. Der Foto-Termin in der Mittagspause war erneut sehr witzig, das ist ja immer so, wenn mindestens 25 Leute auf ein Bild sollen. Stellt euch hierhin, nein, enger, nein, anders schauen, strahlen, ach, und die Frau da hinten ist zu versteckt, weiter vorne hinstellen bitte, etc. Dr. Michael Maaser leitete dann den Workshop, in dem ich nach dem reichlichen Mittagessen saß, er stellte das Archiv...

StadtteilHistoriker 2012 - 2014

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StadtteilHistoriker 2012 - Teil 2

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http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtagaprilzwoelf168_v-TeaserAufmacher.jpg Auf der ersten schwullesbischen, gesamtdeutschen Demo in Münster im April 1972, links im Mantel: Martin Dannecker Eingereichte Projektskizze „Rote Zelle schwul“ ´Raus aus den Toiletten, rein in die Straßen! FREIHEIT FÜR DIE SCHWULEN!´. Das war die Parole in Rosa von Praunheims skandalträchtigem Film ´Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt´. Das war vielleicht ein Missverständnis von Praunheim, ein ´Übersetzungsfehler´, der auf den Slogan der amerikanischen Gay-Liberation-Bewegung, ´OUT OF THE CLOSETS, INTO THE STREETS!´ referieren sollte. Dabei meinten die ´Closets´ nicht Toiletten (oder Klappen ), sondern den Zwang, dass sich Schwule an geheimen Orten treffen und ihre Sexualität verleugnen müssen. Vielleicht war das aber auch sehr bewusst so ´übersetzt´ von ihm, da diese Klappen als Teil der schwulen Subkultur in Deutschland sehr wichtig waren. So wurde auch v...

StadtteilHistoriker 2012 - Teil 1

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http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtagaprilzwoelf168_v-TeaserAufmacher.jpg Auf der ersten schwullesbischen, gesamtdeutschen Demo in Münster im April 1972, links im Mantel: Martin Dannecker Es ist eine Ehre und ich bin sehr stolz darauf... Ich bin ein StadtteilHistoriker! Wovon ich spreche? Das ist ein sehr schönes Projekt der Polytechnischen Gesellschaft in Frankfurt, in dem 25 geschichtsinteressierte Frankfurter Bürger ehrenamtlich die Frankfurter Stadt- und Stadtteilgeschichte erforschen. Dabei kann sich jede/r Interessent/in sein eigenes Thema aussuchen und bearbeiten. Natürlich gibt es einige Voraussetzungen, die man beachten muss, und natürlich auch ein paar Bedingungen: Nach Ende der 18-monatigen Projektlaufzeit sollen die Ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ob in Form einer Ausstellung, eines Films, eines Buches oder einer Website, kann jede/r StadtteilHistoriker/in selbst entscheiden. Es gibt am 8.12. ein Treffen, bei dem ...

Der Frankfurter Engel

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http://evangelischesfrankfurt.de/  entnommen Mit dem "Frankfurter Engel" bin nicht ich gemeint, obwohl ich ja ein Engel bin. ;-) Und gerne von Engeln schreibe (siehe Moody Blue - natürlich auch von Teufeln). Der Frankfurter Engel ist die Statue links, ein Kunstwerk von Rosemarie Trockel (aus Köln) - das Mahnmal an die Verfolgung und Ermordung homosexueller Männer und Frauen im Nationalsozialismus. Wieso ich darüber schreibe? Nun, einerseits stelle ich die These auf, dass viele Menschen in Frankfurt sich gar nicht darüber bewusst sind, dass sich da am kleinen Klaus-Mann-Platz in der Nähe der Konstablerwache (vor dem Kino Eldorado, gegenüber von Döner/ Thai/ und Inder-Imbissbuden) ein Mahnmal befindet. Ich habe oft den Eindruck, dass man über Dinge, die 5000 Kilometer oder mehr von einem entfernt sind, mehr Ahnung hat als über Dinge, an denen man tagtäglich vorbei läuft. Auch ich hatte mir noch nie Gedanken über das Mahnmal gemacht... Andererseits werde ich immer gefra...

GRÖSSENWAHN - Größenwahn - GRÖSSENWAHN

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Sascha Lobo lief bei der Buchmesse am Stand des Größenwahn Verlags vorbei, als ich gerade da war. Er zeigte einen Daumen nach oben und sagte: "Großartiger Name". Größenwahn. Ja. Der Name hat Geschichte. Der Größenwahn Verlag heißt nach dem Cafe Größenwahn. Also nicht nach dem gleichnamigen Album von Udo Jürgens . ;-) Sondern nach der Kneipe in Frankfurt, die im Dezember 1978 von Hans Peter Hoogen, dem verdienten schwulen Aktivisten, und seinem Partner Heinen, eröffnet wurde und nach wie vor im Nordend Frankfurts blüht und gedeiht. Sie hat das Motto "Die Welt soll wärmer und weiblicher werden". Und das kommt von Hoogens ersten Aktionen. Hoogen, der 2005 von Roland Koch den Hessischen Verdienstorden am Bande erhalten hat, trat 1971 in die „Rote Zelle Schwul“ ein, die auch „RotzSchwul“ genannt wurde. Da das Interesse in der linken Studentenbewegung an den Sorgen der Homosexuellen gering war (da waren eher Salon-Machos zugange, selbst ein Joschka Fischer zeigte sich n...