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Deprifrei

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Deprifrei gibt nicht auf! Hier klettert er nach oben! Ich bin ein 35 Jahre alter Mann und schreibe seit rund sieben Jahren an meinem Blog www.deprifrei.twoday.net . Zu dieser Zeit gab es kaum Blogs von Betroffenen zu diesem Thema. Nach dem Selbstmord des Fussballers Robert Enke habe ich beobachtet, dass mehr Blogs zu psychischen Erkrankungen aus dem Boden spriessen. Die Menschen werden mittlerweile mutiger. Manche schreiben sogar ihre Klarnamen, damit auch jeder Arbeitgeber sie googeln kann und weiss, was los mit ihnen ist . Soviel Mut habe ich noch nicht entwickelt, aber ich denke, dass es wichtig ist, offener mit der Erkrankung umzugehen. Erst wenn wir ein Problem benennen, gibt es dieses Problem. Manchmal komme ich mir wie ein depressiver Kreuzritter vor, der die Menschheit mit der Kraft des Wortes auf die mangelnde Akzeptanz aufmerksam machen will. Es gibt immer noch zuviele Klischees wie z. B., dass ein Mensch erst depressiv ist, wenn er den ganzen Tag im Bett verwest. Oder au...

Soundtrack of my Life - alle Lieder

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Soundtrack of my Life: Das ist er nun, der Soundtrack of my Life, meine Lieder, meine Geschichten, die ich damit verbinde. Menschen, die ich geliebt habe, oder noch immer liebe, Situationen, an die ich mich gerne erinnere, oder an die ich mich gar nicht gerne erinnere, Dinge, die ich erlebt habe, Dinge, die ich lieber nicht erlebt hätte... Und das alles anhand an Liedern. Hier sind noch einmal alle Lieder auf einen Blick, schön einfach zum Draufklicken, also auffi... ;-) 1. Ein Lied, das dich glücklich macht http://schmerzwach.blogspot.com/2010/12/soundtrack-of-my-life-lied-1.html 2. Ein Lied, bei dem du tanzen musst http://schmerzwach.blogspot.com/2010/12/soundtrack-of-my-life-lied-2.html  3. Ein Lied, bei dem du melancholisch wirst http://schmerzwach.blogspot.com/2010/12/soundtrack-of-my-life-lied-3.html  4. Ein Lied, das dich an eine schöne Situation erinnert http://schmerzwach.blogspot.com/2010/12/soundtrack-of-my-life-lied-4.html  5. Ein Lied, das dich an deine K...

Soundtrack of my Life: Lied 24

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Ein Lied, das du bei einer Prüfung als Motto hattest Gibt es einen Zusammenhang zwischen Liebeskummer und Prüfungsangst? Im Abitur hatte ich noch keine Prüfungsangst gehabt, ich meine, ich habe vor meinen mündlichen Prüfungen mit den anderen, die am zweiten Prüfungstag nicht mehr antreten mussten, gekifft, getrunken, bis halb vier uhr morgens gefeiert. 2001 dann das erste Mal, um den 11.September herum waren meine ganzen Prüfungen, ich weiß noch, wie ich bei der Deutsch-Prüfung am 14.9.2001 einen Brief an die Prüfungskommission dazu legte, wie böse es sei, die Klausur schreiben zu müssen, während Bundesliga-Spiele aufgrund des Terroranschlags abgesagt wurden... Das erste Mal also, das erste Mal richtiger Liebeskummer, den ganzen Juni verbrachte ich auf der Couch, und nicht nur sinnbildlich, und konnte nichts, aber auch gar nichts lernen. Ich war superhinterher mit allem, und nachdem mich dieser dämliche Psychoprof total doof hat reinlaufen lassen, meine Motivation vor der letzten Prüf...

Der Arzt (Part Three)

„Wie ein Psychotherapeut?“ möchte ich wissen. „Ja, wie ein Psychotherapeut,“ antwortet er, „und am besten schicken Sie mir Ihre Aufzeichnungen per Email, und wenn ich glaube, dass Sie reif für ein Gespräch sind, machen wir elektronisch einen Termin miteinander aus, für Sie opfere ich gerne einmal meine Freizeit.“ „Oh,“ ertönt es aus meinem Mund, „wie komme ich zu dieser Ehre?“ „Sie interessieren mich, wie gesagt. Wenn Sie nicht mein Patient wären ...“ „War das eine Anmache?“ frage ich perplex. „Jetzt tun Sie doch nicht so unschuldig, wir sind beide erwachsen,“ sagt er mit einem Lächeln, das recht zweideutig anmutet. „Ja, und der eine von uns beiden ist sehr viel erwachsener als der andere,“ dringt lauter als ich es beabsichtigt hatte aus mir heraus. „Sie haben es wirklich im Griff, wirklich jedem, der Sie mag, einen verbalen Fausthieb zu verpassen,“ meint er, „zum Glück mag ich Kratzbürsten.“ So ein Idiot! Der tut gerade so, als hätte er mich durchschaut. Und ich hasse nichts mehr als ...

Der Arzt (Part Two)

„Letztendlich können auch sie nichts gegen ihre unbewussten Abwehrmechanismen tun, sie sind einfach da, und flugs kann man einen Patienten nicht leiden und behandelt ihn dementsprechend.“ „Was soll denn das heißen?“ frage ich entrüstet. „Jeder Mensch sollte gleich vor Gericht und beim Arzt sein! Was sind denn das für Sitten?!“ Es drängen sich mir Gedanken auf, diesen Quacksalber endlich zu verlassen und einen neuen Arzt zu suchen. „Sie sind ja herzig! Ein wahrer Idealist! Aber ich sage Ihnen etwas! Ein Arzt muss jeden gleich behandeln, jeden Patienten muss er nach bestem Wissen und Gewissen therapieren, ihn als gleichwertigen Menschen betrachten. Doch wir sind keine Maschinen und keine Halbgötter in Weiß, was wir angeblich von uns glauben; wir haben Gefühle, Vorurteile, Verdrängungsapparate, Ängste, negative Wellen usw. wie andere Menschen auch. So kann es durchaus passieren, dass man jemanden halbherzig behandelt, den man nicht mag, es allerdings überhaupt nicht merkt, und man glaubt ...

Der Arzt (Part One)

„Was haben Sie nur gegen Psychotherapeuten?“ fragt er mich. „Ich führe diese Praxis bereits seit zwei Jahrzehnten, noch nie hat mir ein Patient nach der dritten Überweisung zu einem Kollegen an den Kopf geworfen, dass ich kein Fingerspitzengefühl habe und unnütze Empfehlungen mache!“ „Fangen Sie bloß nicht an zu weinen,“ erwidere ich ihm kühl. „Sie sind doch ein witziger, intelligenter Mensch, warum können Sie sich nicht mit diesen Spezialisten einigen? Was stellen die denn so Schlimmes an, dass Sie immer wieder abbrechen?“ Ich denke über diese Fragen nach, während ich mich in seinem Zimmer umschaue, diesmal zum hundertachtundzwanzigsten Mal, erneut – wie hundertsiebenundzwanzig Mal davor – bleibt mein Blick am Diplom meines Hausarztes haften. Warum habe ich ihn noch nie gefragt, wie es kommt, dass es in Kyoto ausgestellt worden ist? Eine interessante Frage deswegen, weil auch meine Augenärztin ein in Kyoto ausgestelltes Diplom in ihrer Praxis hängen hat. Kann man dort Diplome kaufen? ...

Für John...

Kann, darf nicht schlafen Eine Stimmung - zum Gedichte verfassen das Gefühl, daß alles um einen herum zusammenbricht dreht sich die Welt noch richtig? Es ist Nacht, und genauso dunkel in meiner Seele Ich kann jetzt nicht schlafen, ich darf nicht im Schlaf kommen furchtbare Nachtschimären auf Eine Angst, die einen überwältigt Du findest deinen Frieden nicht Das Leben liebt dich nicht mehr Unverstanden Frustrationen, Depressionen - warum? An einem Abend- alles geht kaputt Du freutest dich über dein Leben- wann? Alles ist so traurig, so schwarz und grau Bin so allein, will jetzt reden- mit wem? Wo bist Du? Ich brauche Dich- ja Warum? Keine Ruhe um mich herum, obwohl so still Freude? Vielleicht gibt es irgendwo ein Glück Ich kenne es nicht und selbst wenn- in so einer Nacht gibt es nichts mehr davon, alles ist traurig, deprimierend, schlecht Wann kommt eine schönere Zeit denn? Langeweile- nein, das ist es nicht Unmut- Wut- Mißtrauen- Unlust? Das Wissen, daß es nicht so läuft, wie man will!...

Sehnsucht...

Natürlich gebe ich gerne Bücher weiter, die mir gefallen. Insbesondere Mitglieder des ABK beglücke ich gerne mit schöner Literatur. Wir unterhalten uns dann auch stundenlang darüber. Meist sind es Texte, die einen Inhalt haben, die eher einen sozialkritischen Hintergrund besitzen, die uns dann zu langen politischen Diskussionen führen. Dabei haben es uns naturgemäß vor allem lateinamerikanische und russische Romane angetan, daneben auch die Literatur der ehemaligen DDR, zumindest um mehr Hintergrund zu erhalten, mehr hinterfragen zu können. Gedichte waren bisher nicht unser Diskussionsthema, aus bekannten Gründen. Doch man kann sich vorstellen, dass ich meine Freunde vom ABK nicht nur mit Faldbakken, den sie mittlerweile heiß und innig lieben und zitieren, erfreuen wollte, sondern ebenso mit Alberto Caiero, der ja bekanntlich das Alter Ego Fernando Pessoas ist. Schiff, das du in die Ferne fährst, Warum verspüre ich, anders als andere, Kaum bist du entschwunden, keine Sehnsucht nach di...

Der Leser - Teil 2

Mitunter gehe ich auch gerne shoppen. Ich kann es zwar nicht leiden, wenn mich diese dummen, vom Stress geplagten Menschen mich anschubsen, weil sie es eilig haben, unhöflich und gewissenlos sind, aber andererseits gefällt es mir, in Läden zu laufen, viele verschiedene Dinge zu sehen und anfassen zu können. Ich probiere Klamotten an, die ich vermutlich sowieso nicht kaufen werde, weil ich wenig Geld habe. Aber mir gefällt die Vorstellung, ich könnte diese schönen Teile tragen, wenn ich einmal ausgehen würde. Manchmal kaufe ich mir tatsächlich etwas, wenn es in den „Rebajas“ ist. Schnäppchen zu suchen kann durchaus Spaß machen, so lange es zum Sport wird. Ich kann es nicht leiden, ständig in der Stadt zu sein, mein Lesen zu vernachlässigen. Das macht mich dann müde. Oder dauernd Kaffee trinken gehen. Wobei mir das zurzeit nicht passieren kann. Mit wem denn auch? Ich schaue mir die Menschen an, betrachte ihre Schönheit oder ekele mich vor deren Hässlichkeit. Ich stelle mir vor, wie es wä...

WDR, nachts, interessant...

Schaue gerade eine Dokumentation an, im WDR, es ist Nacht, es ist deprimierend, es geht um Männer im besten Alter, sie sind gerade 30 geworden, und "haben noch nichts gerissen". Sie werden nicht erwachsen, sie sind kritisch, sie haben zu viele Optionen, sie erwarten, dass der gewünschte Beruf ihnen zufliegt. Sie warten, warten, warten. Nahmen früher Drogen, suchen jetzt ihren Weg, wollen ihre Jugend begraben, erwachsen werden. Erinnern sich an die 68er... Wollen ihre Jugend gar nicht begraben, sondern viel lieber ihre Entscheidungslosigkeit. Sie sind wie du und ich. Wie meine Kommilitonen, wie mein lieber Freund M., sie sind gescheitert, oder eben auch nicht?! Sie haben andere Werte, wollen nicht im Strom mitschwimmen. Und trotzdem haben sie Ansprüche, würden gerne sorgenfrei, weil es nicht an Geld mangelt, leben. Können es nicht. Weil sie auch noch in ihrem Alter Prüfungen vor sich haben, den Abschluss erst noch schaffen müssen. Doch sie arbeiten ehrenamtlich und begreifen s...

The Horrors - Sea Within a Sea

Es ist nicht ganz einfach. Nein, es ist vielleicht sogar unmöglich. So scheint mir. Oder zumindest mir unmöglich. Und diese Sache beschäftigt mich seit Jahren, ohne dass ich jemals eine Lösung dafür gefunden habe. Es begann alles mit diesen alten Kassetten meines Vaters, rare Aufnahmen griechischer Folklore-Sänger/innen. Ich fragte mich, wie ich dieses Gefühl, das diese Musik in mir auslöste, die Bilder, die sich mir aufdrängten, in Worte fassen könnte. In Worte fassen, die das richtig wiedergeben, für andere verständlich machen. Nein, das ist nicht einfach. Nein, ich bin kein Philippe Besson, ich bin kein Johannes Weinberger, keine Siri Hustvedt, und schon gar nicht ein Philip Roth, Franz Kafka oder Albert Camus. Ich kann schreiben, ich kann mich ausdrücken, ich kann Gefühle erzeugen. Aber es ist schier unmöglich, diese Gefühle, die einem Individuum bei einem bestimmten Lied begegnen, so darzustellen, dass jemand anders einen wahren Eindruck bekommt. Dies würde heißen, Dinge für ander...

Von der Un-Laune...

Ich muss wohl ein schwieriger Mensch sein. Sagt man mir zumindest gelegentlich. Und manchmal denke ich es selbst schon. Vielleicht bin ich es aber auch nicht. Wer weiß?! Meine Launen wechseln schnell. Sagt man. In einer Minute schwebe ich, in der nächsten Minute versinke ich in der Untiefe. Das ist eben so. Das kann ich nicht ändern. Ich würde es gerne ändern. Aber es geht nicht. Ist eben nicht einfach. Oft habe ich schon versucht, diese Zustände abzuschaffen. Manchmal habe ich es geschafft, für längere Zeit die gleiche Laune zu haben. Also keine schlechte. Sondern gute Laune. Wobei sich fragen lässt: Was ist gute Laune? Und wie zeigt sie sich bei mir? Manchmal war es da: dieses Gefühl, in mir zu ruhen, komme was wolle. Es war da: dieses Gefühl, glücklich und zufrieden zu sein. Um dann von einem Moment zum anderen umzuschlagen. In ein anderes Gefühl. In Verzweiflung, Depression. In dieses diffuse. Ich bin wie weggetreten. Traurig, überfordert, lustlos. Möchte woanders sein. Was ander...

Sonntagabend-Gefühle

Vielleicht haben es manche Kinder schon im Kindergartenalter... Vielleicht wurde deswegen der Tatort Sonntag abends erfunden, damit man sich ablenken, durch die Spannung abschalten kann... Vielleicht wurde "Das Traumschiff" deswegen erfunden, um in andere Gefilde zu flüchten, nicht an den anderen Tag zu denken... Dieses Sonntagabend-Gefühl, dieses "Scheiße-ich-muss-morgen-zur-Arbeit"-Gefühl, oder in die Schule, zur Uni, was auch immer. Dieses unangenehme Alltagstun... Dieses maue Gefühl, diese innere Erregung, diese Qual... Dieses Denken: Scheiße, Mann, ich will das nicht. Nicht schon wieder! Warum muss das denn schon wieder sein? Kann das nicht mal aufhören?! Ich will einfach meine Ruhe haben. Nicht aufstehen müssen, nicht studieren müssen, nicht arbeiten müssen; keine Verantwortung tragen, keine unangenehmen Aufgaben erledigen, nicht erwachsen sein... Manchmal macht dieses Sonntagabend-Gefühl eine Pause- im Urlaub, in den Ferien. Aber dann fängt es wieder vo...