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Abschlusslesung Textwerkstatt 2011

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Es war mein letztes Mal in der Textwerkstatt Darmstadt. Naja, vielmehr auf der Lesebühne als Mitglied der Textwerkstatt 2011. Ein letztes Mal lesen. Ein letztes Mal die ganzen Leute auf einem Haufen treffen. Die anderen hören, über die Pläne reden. Mit manchen sind es gemeinsame. Mit anderen nicht. Manche bleiben noch ein Jahr in der Textwerkstatt. Ich war bereits zwei Jahre. Viel habe ich gelernt bei Kurt Drawert, dem Leiter dieser wundervollen Einrichtung des Zentrums für junge Literatur.  Es war voll bei unserem letzten gemeinsamen Abend - wo sich die alten Textwerkstättler und die neuen begegnen. In der Textwerkstatt lesen einmal im Monat, am ersten Dienstag, zwei Mitglieder dieser Werkstatt ihre Texte, sie werden von den anderen "kritisiert", gemeinsam überlegt man sich, wie die Texte noch besser werden könnten.  Kurt Drawert gab natürlich immer sehr viele nützliche Tipps, erzählte aus seinem bewegten Leben - mein Gott, das hört sich an, als ob er hundert wäre....

Lobotomisierungen und Lifestyle-Revoluzzer

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Im Literaturhaus Darmstadt geht es manchmal heiß her: Jeden ersten Mittwoch im Monat lesen zwei Literaten in der Lesebühne, gelegentlich, wie auch dieses Mal gibt es auch Musik dazu. Kurt Drawert, Leiter des Darmstädter Literaturhauses, moderiert dieses kunterbunte Treiben und schafft es immer wieder, spannende Themen anzureißen und den Kern des Gelesenen zu bestimmen und zu analysieren. Jan-Erik Grebe, Psychologe von Beruf und unlängst nach Darmstadt gezogen, arbeitet an einem Psychiatrie-Roman, der in seiner Komplexität weit mehr als die üblichen Meinungsbilder liefert und hochbrisante Fragen stellt. Daraus las er vor. Beeindruckend war hier vor allem die Tatsache, dass da jemand aus Sicht einer Person schildert, die mittendrin steht - ein junger Mann in seinem Praxisjahr, der in eine Psychiatrie kommt, alles hautnah erlebt, und doch irgendwie drüber steht. Er berichtet von den Ärzten, von den Patienten, von den Selbstmorden in der Klinik. Aber von keiner Lobotomie, die man in E...

Lesebühne in der Kasinostraße 3 - 1.6.11 -

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von www.heinertown.de entnommen In der Lesebühne am Mittwoch, 1. Juni, 20.00 Uhr im Literaturhaus, Kasinostraße 3, hören und diskutieren wir Prosa von Sabina Lorenz (München), die ihren neuen Roman „Aufhellungen“ vorstellen wird, und Gedichte von Tobias Roth (Berlin), der sich auch als Publizist schon einen Namen gemacht hat und u.a. den Paula-Rombach-Preis sowie den Essaypreis der Goethe-Gesellschaft Weimar erhielt. Sabina Lorenz ist mit ihrem ersten, beeindruckenden Lyrikband „Die Fremde ist ein Ort“ bekannt geworden und erhielt ebenfalls mehrere Auszeichnungen für ihre Arbeit – u.a. das Stipendium des Literaturhauses Berlin und den Haidhauser Werkstattpreis. Musikalisch begleitet wird der Abend von George Goodman am Klavier. Der Eintritt ist frei.  Konzept und Moderation: Kurt Drawert. mehr Infos hier:  http://www.literaturhaus-darmstadt.de/gesamtprogramm/#event-lesebuehne5

Kitchen Stories SIXTEEN - der zweite Geburtstag

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Es war die zweite Lesung meines Lebens, in der ich eigene Texte vorlas - und mein zweiter 35. Geburtstag! :-) Wie das kam? Kurt Drawert, Leiter des Zentrums für Literatur, stellte mich dem Publikum vor, wer ich bin, was ich arbeite, was ich sonst so mache, wie und was ich schreibe. Dann plötzlich sagt er: Es gibt nun das erste Mal einen Tusch bei der Lesebühne! Ich sitze leicht verwirrt da, denke: HÄ? Dann spricht Kurt weiter: "Ja, denn heute hat Jannis Geburtstag!" Verwirrt blicke ich ihn an, frage mich: Will Kurt mich verarschen? Wo ist die versteckte Kamera??? Doch nichts, er meint es völlig ernst. Auch Schwester S. schaut mit irritiert an. Was nun machen? Perplex rufe ich aus: Was? Ich? Geburtstag? HEUTE? Wusste ich ja gar nicht! Daraufhin die Antwort Kurts: "Soll ich dir die Email zeigen, in der du mir das geschrieben hast?" Und dann war mir alles sehr viel klarer...  Denn ursprünglich hätte ich tatsächlich bei der Lesebühne am 6.7. - meinem Geburtstag ...

Kitchen Stories FIFTEEN - die zweite Lesung!

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Die Lesebühne ist eine Veranstaltungsreihe der Darmstädter Textwerkstatt. Sie stellt jeweils am ersten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr im Literaturhaus, Kasinostraße 3, zwei Autoren mit ihren Arbeiten vor. Die Veranstaltungen haben Werkstattcharakter und bieten neben der Präsentation auch den Diskurs unter der Moderation von Kurt Drawert. Der Eintritt ist frei.   Foto: Maren Bessler / pixelio Zwei Teilnehmer der Darmstädter Textwerkstatt lesen am 4. Mai (Mittwoch): Özlem Özgül Dündar (Wuppertal) stellt ihre zarten, tastenden, sprachskeptischen Gedichte vor, die Zeugnis einer insistierenden Selbstvergewisserung sind. Jannis Plastargias (Frankfurt am Main), der bereits einen Roman für Jugendliche geschrieben hat, liest neue erzählende Prosa. Seine Geschichten umkreisen thematisch die Suche nach einer authentischen Beziehung zu sich und den anderen. Beide sind mit den ersten MERCK-Stipendien der Textwerkstatt ausgezeichnet worden.

Kitchen Stories TEN

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http://www.startrekrollenspiel.de/mirage/ Archiv/2003/pics/kritik.jpg Was gehört zum Schreiben wie der Schwamm zum Kopf? Die Kritik! Zuhause schreibt man seine Texte, feilt an ihnen, man legt sein Herzblut hinein, man gibt sein Bestes, man saugt sich selbst aus - und dann möchte man etwas dafür zurück haben. Ein Lob, schöne Worte, ein bisschen Aufmerksamkeit, die Aussage, dass man ein Talent sei bzw. Talent habe... „Kritik ist schwer zu ertragen. Besonders wenn sie von einem Freund kommt. Oder von einem Verwandten, einem Bekannten oder einem Fremden...“ sagt   Franklin P. Jones (1887-1929), ein amerikanischer Jurist, ironisch. Meiner Meinung nach ist es besonders schwierig vom Partner kritisiert zu werden, das macht einen fertig. Was das Schreiben angeht: je respektabler der Kritiker ist, ein Autor und Dozent wie Kurt Drawert zum Beispiel, eine bewundernswerte Hanne Kulessa oder Autoren aus der Textwerkstatt, die besonders talentiert sind, desto härter trifft einen die Kritik...

Kitchen stories FIVE (in der Kritik)

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Bad News sind besser als gar keine News, will sagen: lieber eine negative, kontroverse Erwähnung in der Zeitung als überhaupt keine. Man denke nur an die ganzen Verrisse von Marcel Reich-Ranicki, Bücher, die sich anschließend ganz gut verkauften, weil jeder wissen wollte, ob das Werk wirklich so schlecht ist, so uninteressant oder so skandalös wie behauptet. Daher ist es allemal besser, dass jemand etwas Gemeines über dich schreibt, dass andere Leser dann ganz anders sehen können, aber zumindest einmal einen Anreiz haben, es zu lesen. Viel schlimmer ist es schließlich, nur erwähnt zu werden, ohne Kommentar, so geschehen hier: http://www.fixpoetry.com/feuilleton/rezensionen/984.html . Hier wird "Die Haltbarkeit des Glücks", die Anthologie der Textwerkstatt, in der zwei meiner Geschichten veröffentlicht wurden, rezensiert. Mein Name wird genannt, im Gegensatz zu dem von Petra Bauernfeind, die genauso in dieser Anthologie auftaucht. Aber während andere der Autoren wenigstens e...

Kitchen stories TWO

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die haltbarkeit unseres glücks ist eine frage sternenklarer gedanken... sagt mein Kollege und Freund Armin Steigenberger. Als Autor versucht man in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht zu werden, so als Zwischenschritt zur Buchveröffentlichung, ein erster Schritt ist die Anthologie "Die Haltbarkeit des Glücks", in dem schöne Texte von guten Autoren zu lesen sind, und auch ich durfte zwei Texte unterbringen... "R.O.T." und "W.E.I.S.S."...  "Ich sitze in ihrer Küche. Mir wird mulmig. Wir haben bisher alles richtig gemacht. Das Blind-Date lief überraschend gut. Mich hat nicht gestört, dass sie dauernd rot wird. Als sie fragte: „Willst du noch zu mir rauf, einen Kaffee trinken?“, wurde ihr Gesicht fleckig und unansehnlich. Ich sitze in ihrer knallroten Küche. Während ich die Wände betrachte, wird mir schummrig. Heiß. Ich bekomme keine Luft. Hechele." Wer sich für diese Anthologie interessiert, kann mir gerne Bescheid geben, dann...

Wie die Textwerkstatt Darmstadt feiert...

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Ein trunkner Dichter leerte Sein Glas auf jeden Zug; Ihn warnte sein Gefährte:  Hör' auf! du hast genug. Bereit, vom Stuhl zu sinken, Sprach der: Du bist nicht klug;  Z u v i e l kann man wohl trinken,  Doch nie trinkt man  g e n u g.“  Gotthold Ephraim Lessing (1729-81) Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. Kurt Tucholsky (1890–1935) War ich, wo's Bier zu trinken gab, stellt sich die Frage unterwegs mir: Wenn ich beim Bier geschäkert hab, dann bin ich wohl ein Schäksbier? Heinz Erhardt (1909–1979) Alle Bilder sind vom ehemaligen Textwerkstatt-Absolventen Klaus Brunn! Mehr davon gibt es in seinem lustigen Blog:  http://text-werk-statt.blogspot.com/ Wir lasen uns Texte vor und errieten von wem sie stammen, ein Schauspieler rezitierte neue Gedichte von Kurt Drawert, dieser selbst referierte von seinem Aufenthalt in New York, schön aufgelock...

Murakamis Mahnung

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Der heutige Gastbeitrag, über den ich mich riesig freue, weil ich Haruki Murakami sehr sehr schätze, stammt von Silke Wodniok, einer ganz lieben Kollegin aus der Textwerkstatt Darmstadt (Leitung Kurt Drawert). Silke Wodniok ist 1980 in Darmstadt geboren. Nach dem Studium der Sprachwissenschaft in Mainz, schreibt sie regelmäßige Beiträge für Tageszeitungen und hat eine eigene Sendung „Bücherwurm“ bei Radio Darmstadt. Bisher veröffentlichte sie eine Kurzgeschichte in der Anthologie Niemandsland im Literareon Verlag. Murakamis Mahnung Aomame steht mit dem Taxi im Stau. Sie kommt zu ihrem Termin zu spät, als der Taxifahrer ihr rät, einfach auszusteigen und eine geheime Treppe zu nehmen, verändert das ihr komplettes Leben. Im Laufe der Tage entdeckt sie am Himmel einen zweiten Mond, der etwas kleiner, grün und im Schatten des anderen steht. Zur gleichen Zeit bekommt Tengo, der Mathematiklehrer, der selbst gerne schreibt, von einem Lektor ein attraktives Angebot unterbreitet, das er ...

SCHRIFT-WASSER-ZEICHEN

Der heiligabendliche Gastbeitrag ist aus zweifachem Grunde etwas ganz Besonderes, er stammt von einem Textwerkstatt-Absolventen (2006-2008) (Textwerkstatt unter Kurt Drawert, genauso wie Ulrike Sabine Maier und ich zurzeit), aber vor allem war er zwischen 2005 und 2008 quasi mein Chef - in seiner Funktion als Rektor der Erich Kästner-Schule hat er meinen Arbeitgeber, den ska Darmstadt e.V., beauftragt, die Schulsozialarbeit und die Ganztagsschule zu koordinieren. Und da komme ich dann ins Spiel... Etwas ganz Besonderes ist dieses Gedicht auch, weil es in 2011 im Jahrbuch der Lyrik (nun DVA) erscheinen wird. http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=356976 . Eine Ehre also, dieses sehr schöne und geheimnisvolle Gedicht hier schon vorab veröffentlichen zu dürfen. Mehr Informationen zum Autoren, der nun in Stedesdorf und in Darmstadt wohnt und als freier Autor und auch als Bundesgeschäftsführer der GGG - Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens tätig ist, auf seiner eigenen info...