Feiertage - die zweite
Jeden Tag möchte ich nun etwas feiern, mich des Lebens erfreuen. Dienstag, der 8.7.2003: Tag des Ungewöhnlich-Seins Den ganzen Tag über fallen mir Dinge ein, die mich ungewöhnlich, unkonventionell machen. Oberfläche: ein Grieche in Deutschland, bilingual aufgewachsen, noch dazu: schwul; Krebs- Chemotherapie, geschielt, Blinddarm… nur Einsen in der Grundschule; der einzige, der dieses Jahr die Diplom-Prüfung in Interkultureller Erziehung macht… Tiefer: meine Art, meine Gedanken, mein Charisma, mein Schreiben, meine Ideen, meine Art mit anderen Menschen zu kommunizieren, mein Geschmack, mein Kleidungsstil usw. Mittwoch, der 9.7.2003: Tag des Schwul-Seins Heute lebe ich mein Schwul-Sein aus. Das heißt, dass ich auch mal wieder ins Miro (damals schwules Cafe in Karlsruhe) gehe. Mich versuche dort wohl zu fühlen. Mich gut mit Leuten zu unterhalten – tiefgründiger, und die Small-Talks zu vermeiden. Auch das Schwul-Sein zu thematisieren, wie zum Beispiel bei Mike. Und genauso: mich...