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Mein erstes Buch

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Darf ich stolz auf mich sein? Ja, ich glaube, ich darf das. Stolz wie Bolle. Oder so. Noch halte ich es nicht in Händen, aber man kann es schon bestellen. :-)  http://amzn.to/qQGTPf Das ist alles so aufregend. Wie wird es den Leser_innen gefallen? Wer interessiert sich dafür, wer möchte mich für Lesungen buchen? Wer hat daran ein Interesse, das Buch zu besprechen oder mich zu interviewen? Wie reagieren die Kranichsteiner und ehemaligen EKS-Schüler_innen auf das Werk - schließlich wurde ich von ihnen inspiriert? Wie viele Bücher verkaufen sich? Die ganze Auflage? Oder doch nicht? Muss eine neue Auflage gedruckt werden? Oder interessiert sich niemand dafür? Es war unheimlich spannend, diesen ganzen Prozess mitzumachen. Von der ersten Idee zum ersten Entwurf, über die erste Kontaktnahme zum Verleger bis zu den ganzen verschiedenen Versionen, Testleser-Runden, über die Titelsuche, die sehr nervenaufreibend und vor allem sehr viel Zeit in Anspruch nahm, bis zur Festlegung wie das Co...

Scham in the Apollon

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Nein, nicht die griechische, die türkische möchte ich haben, die TÜRKISCHE, Alda, die türkische, die neben der griechischen steht, arggghhhh. Mit meinem besten Freund Metin hatten wir früher im McDonald´s immer die Anzahl der türkischen bzw. griechischen Servicekräfte notiert, es war nur Makulatur, die Türken waren in der Übermacht. Nun stehe ich alleine hier, lese die beiden Namensschildchen der beiden Damen und ich favorisiere diejenige von den beiden, die türkischer Herkunft ist. Sie tragen alle Brillen in diesem Laden, ist ja klar, das muss so sein, das wundert niemanden. Diese Frau, die neben mir steht, hat eine randlose Brille, ist stark geschminkt, etwas zu bunt vielleicht, beim Lächeln hat sie Grübchen, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass sie die Falsche ist, die, die mich nicht bedienen sollte. Ich kann ihr Namensschild sehen, sie weiß meinen Namen noch nicht. Sie kann es mir nicht ansehen, sie spürt nichts. Doch ich weiß Bescheid, und ich beginne zu schwitzen. H...

Stuhl hin oder her... KOKOLORES... - Teil 4 -

Gemma war die einzige, die ihren Weg bis zum Ende ging. Die jetzt Lehrerin ist und sicher ihren Job gut macht. Die Familie hat, glücklich ist, die ihren Schülerinnen und Schüler etwas mit auf ihrem Lebensweg geben kann. Die anderen sind nicht mehr im sozialen Bereich zu finden. Außer mir. Ich arbeite in einem bundesweiten Projekt mit, das die Chancen von erwachsenen Menschen mit Migrationshintergrund verbessern soll, sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, mehr so ein politisches Ding. Metin sagt: „Ich musste meinen Eltern immer bei Behördengängen helfen, die waren so unselbständig, konnten zu wenig Deutsch, um sich selbst zu helfen, waren von allem überfordert. Sie hatten viele Ängste, die sie auf mich übertrugen. Wie hätte etwas aus mir werden können?“ Wie hätte aus ihm etwas werden können, mit all diesen Handycaps, Schwierigkeiten und Diskriminierungen. Es gab immer einen Unterschied zwischen ihm und mir. Ihm sieht man das „Ausländer-Sein“ an, er ist der böse Türke, der ...