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Die Persönlichkeit... ein paar Zeilen von Johannes Weinberger

Und wenn ich es noch nicht gesagt hätte, müsste ich es nochmal und nochmals sagen: Dieser Autor ist einfach krass genial. Er ist ein Grund, nicht mehr zu versuchen zu schreiben. Denn wie sollte ich da heranreichen? An seine Sprache, an seine Bilder, an seine Inhalte, an seinen Humor, seine Absurdität und vor allem seine Schwärze? Ich zerbrösele meine Persönlichkeit in ein offenes Zigarettenpapier und rauche sie. Im Rausch meiner Persönlichkeit sehe ich Gegenwart als Eidechsenknäuel in der Mittagssonne, Vergangenheit als flache schwarze Katze, der die Eingeweide auf der Autobahn aus dem Leib gequetscht worden sind, und Zukunft als auseinandergebogene Büroklammer, die in meinem Bauchnabel steckt. Wer hat die Büroklammer in meinen Bauchnabel geschoben?, frage ich die stickige Luft im Zimmer. Die Frau, die der Berg ist, auf dem mir die Luft ein für allemal ausgegangen ist, flackert wie eine kaputte Glühbirne: hier, weg, hier, weg, hier, weg, und so weiter und so fort. aus: Das Klein...

DAS KLEINE TAO DER TIERE

"Das kleine Tao der Tiere" von Johannes Weinberger ist krass, es ist verstörend, es ist merkwürdig, es ist faszinierend, es ist ein Unding. Ich könnte gar nicht sagen, wie man seine Schreibweise, seine Sprache, seine Ideen in Worte fassen könnte. Alles, was er beschreibt, entspricht einer Realität, und doch ist es unrealistisch. Alles, was er schreibt, ist wie ein Traum, könnte aber auch tatsächlich so passieren - wenn alles auf der Welt anders angeordnet wäre. Seine kurzen Erzählungen sind wie Gemälde von Salvador Dali: Sie sind präzise, sie sind technisch perfekt, sie wirken so, als ob sie so sein müssten, wie sie sind. Sie hallen in einem nach, wirken, verändern. Doch ohne zu wissen, ohne zu bemerken, wie sie das tun. Da hat der Luftschacht-Verlag echt was Faszinierendes ausgegraben...