Erster Frankfurter Wasserhäuschentag 19.08.2017




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Wasserhäuschen

Sie gehören traditionell zum Frankfurter Stadtbild und sind auch heute für viele Einheimische mehr als nur reine Kioske. Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden diese Trinkhallen, die damals nach ihrem Gründer Adam Jöst auch "Jöst-Hüttchen" oder "Jöst-Häuschen" genannt wurden. Zu dieser Zeit war das Trinken von nicht abgekochten Leitungswasser hygienisch bedenklich, doch konnte erstmals Mineralwasser unter Beibehaltung des Gasdrucks in Flaschen abgefüllt werden. Die städtisch genehmigten Wasserhäuschen sollten durch den Verkauf dieser Flaschen dazu beitragen, dass die Arbeiter verstärkt Wasser tranken und nicht - wie so oft - Bier und Schnaps. Im Volkmund wurde es auch "Bitzelwasser" genannt. Da die Wasserhäuschen nicht an die offiziellen Ladenschlusszeiten gebunden waren, gab es zeitweise bis zu 800 Trinkhallen im Stadtgebiet.
Eines der typischen Frankfurter Wasserhäuschen, © Stadt Frankfurt am Main
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Noch bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts gehörten alle Wasserhäuschen der Jöst GmbH. Heutzutage gibt es noch ca. 300 Wasserhäuschen, die zumeist von Großbrauereien und Getränkeverlagen an Betreiber verpachtet werden. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Angebotspalette deutlich erweitert: von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken, Zigaretten, Süßigkeiten bis Zeitungen und Zeitschriften. Und es ist ein Ort von zwanglosen Begegnungen im Stadtteil.

Endlich gibt es in Frankfurt den ersten Wasserhäuschentag! Organisiert von Linie11 wird es am 19.08. ab 12 Uhr in ganz Frankfurt an verschiedenen Wasserhäuschen Kulturprogramm geben! Was ich damit zu tun habe? Der astikos Verlag wird Teil des Programms sein - und zwar am Wasserhäuschen auf der Insel. Was es sonst noch alles so gibt, erfahrt ihr auf der Seite des Wasserhäuschentags. http://www.wasserhäuschentag.de

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