Marianna und Falk...
...Sie löste sich abrupt von ihm, und ohne ihn anzuschauen, flüsterte sie: „Ich möchte jetzt nach Hause gehen.“ Wie ein kleines schüchternes Mädchen, dachte er sich. Sie sieht in diesem Moment so verletzlich aus. Noch verletzlicher als gerade eben, als sie so herzzerreißend schluchzte. Vor anderen weinen zu können ist eine Stärke, sagte er sich, genauso wie anderen offenen Blickes eine vielleicht für das Gegenüber ungeliebte Entscheidung kundzutun. Das erste kann sie, wieso aber nicht das zweite? Er schaute sie an und fragte: „Möchtest du mir nicht erzählen, was dich bedrückt?“ Doch sie stand rasch auf, und mit einer Geste, die besagen sollte: kein weiteres Wort mehr – die Hand abfällig nach unten schleudernd – zog sie von dannen. Weil er sie nicht verlieren wollte, lief er ihr schleunigst hinterher und rief dabei: „Falk heiße ich, Falk!“ Sie drehte sich nicht um, als sie ihm entgegnete: „Freut mich! Mein Name ist Marianna!“ Er schaffte es kaum noch hinterher, da sie sich sehr beeilte....