Freitag, 3. Dezember 2010

Eigentlich sollte ich dies hier...

... nicht an solch exponierter Stelle kundtun, doch, nachdem ich schon die Punkte 22 und 23 in der Bücherliste auslasse (welches Buch in meinem Regal hat die wenigsten Seiten, welches die meisten - voll beknackt!), sollte ich wenigstens Punkt 24 abarbeiten: Ein Buch, von dem niemand gedacht hatte, dass du es gelesen hast.

Hera Linds "Superweib". Ja, wieso nur? Wieso lese ich ein so genanntes "Frauenbuch"? Nun, zunächst möchte ich sagen, dass ich erstmal grundsätzlich finde, dass man Literatur am besten nicht in Frauen- und Männerliteratur einteilen sollte. Ein gutes Buch müssten beide Geschlechter gerne lesen. Aber ich denke schon, dass sich Frauen sehr viel eher von solcher Literatur angezogen fühlen als Männer. Doch um nicht ganz so unbedarft, so daherzureden, dachte ich, ich mache einmal einen Selbstversuch, und stellte selbst fest, wie doof so ein Buch von Hera Lind ist. Was heißt doof? Ich meine damit für mich nicht spannend oder interessant. Ich fühlte mich davon nicht angesprochen. Deswegen gingen mir einige Dinge fürchterlich auf die Nerven bei der Lektüre. Was jetzt erst einmal nichts über die Qualität oder die Technik der Autorin aussagt. Die fand ich nämlich ganz gut, wenn auch manchmal etwas zu durchsichtig bzw. zu oft kam es zum richtigen Zufall zur richtigen Zeit. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass es genug Menschen, insbesondere Frauen, gibt, denen dieses Buch nicht nur Freude am Lesen, sondern auch Kraft gegeben hat, ihren Alltag zu bewältigen. Das finde ich schön! So ist es bei mir auch mit Büchern. Wenn ich mich sehr mit einer Hauptfigur identifizieren kann, dann finde ich einen Zugang, dann bleibe ich dran, dann beginne ich das Buch zu lieben. So ein Beispiel werde ich bei Tag 25 in der Bücherliste nennen und näher beschreiben.

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