Sonntag, 9. April 2017

Sekt und Sex


Sekt und Sex

Eine Geschichte über das schönste Prickeln im Leben


Dazu einen »Leif on the rocks« – das passende Rezept zur Geschichte.
»… ich wollte etwas Erotisches schreiben, etwas Prickelndes – und etwas, was sich so ganz von dem Rest der Geschichten unterscheidet.«
Jannis Plastargias
Mehr zu Jannis Plastargias und »Sekt und Sex« erfahren Sie in diesem Interview!

BUCHBESCHREIBUNG

Warum ist bloß alles immer so schwierig? Leif hat Pavle mal wieder verlassen und nun steht er alleine da. Ein Abend mit Dinner und Sekt bei Salim artet komplett aus, verständlich, denn Sekt schmeckt Pavle eigentlich nur mit Leif am besten. Da kribbelt es immer so schön. Nun muss er sich nicht nur mit der Gesellschaft und seinem Studium herumschlagen, sondern auch noch mit dem Alleinsein. Nach drei Nächten melancholischer Musik, Milch mit Honig und Baldrian endlich eine Nachricht von Leif. Antworten oder es endgültig sein lassen – Warum ist bloß alles immer so schwierig?

Sonntag, 2. April 2017

Lesezimmer: Rauschgefühle


http://astikos.de/urban-lesen/rauschgefuehle

Trotz nahenden Abistresses ist Jonas glücklich wie nie. In vollen Zügen genießt er seine Liebe zu Paul und das Leben in Berlin, aus der sich eine eingespielte, vertrauensvolle und leidenschaftliche Beziehung entwickelt hat. Die Krise, an der ihre Liebe um ein Haar zerbrochen wäre, hat die beiden enger zusammengeschweißt. Nichts kann diese Leichtigkeit trüben.
Bis … ja, bis Jonas' bester Freund Fabi einen Schicksalsschlag erleidet. Von diesem Moment an ist er nicht mehr der Alte. Sowohl seine Freunde als auch die Schule scheinen ihm gleichgültig zu werden. Sein Leben bestimmen nun andere Kreise. Als Fabi eines Tages wie vom Erdboden verschluckt ist, befürchtet Jonas das Schlimmste. Für ihn und Paul beginnt eine nervenaufreibende Suche voller Hürden und Rückschläge. Eine Spur führt zu Antonio, einem der neuen »Freunde« von Fabi. Was weiß er? Kann er ihnen helfen, ihn zu finden, bevor es zu spät ist?

Dienstag, 28. März 2017

LBM 2017 - mit neuem Schnitt, lautem Protest gegen Rechts und alternativen Buchmessen


Dieses Jahr war die Leipziger Buchmesse etwas anders als sonst. Meine wunderbare Begleitung aus den letzten Jahren war zum Glück mit dabei, die liebste Carolin Wasauchimmer, aber sonst ... war das meiste anders. Angefangen bei der späten Anreise am Freitag Abend, so dass wir nur zur Party der Jungen Verlage konnten. Das reichte auch! :-D Natürlich war es nett, es ist immer nett auf "Klassentreffen" oder "Familienfesten", denn so ist diese Party wohl am besten zu charakterisieren. 
Am Samstag jedoch waren wir auf keiner einzigen Buchmessen-Veranstaltung. Ich weiß nicht, die Party am Freitag hat uns keine Energie gegeben und wir waren mäßig motiviert, die Menschenmassen am Samstag zu ertragen. Das lag aber auch daran, dass wir unbedingt lecker frühstücken gehen wollten (Café Waldi - und war dann doch nicht so lecker wie früher / da war ja bekanntlich auch alles besser!) und vor allem hatte ich ein dringendes Date! Mit dem Friseur KarLi - wobei ich glaube, dass mein Friseur eher Mohammad heißt. Und so schnitt er. Ich mag das ja, orientalische Pflege. Endlich wieder frisch! Das ist dann auch wichtiger als Messe. :-D
Ein bisschen Messe hatten wir dann doch: it's a book fair ist die alternative Buchmesse und findet in der HGB statt - einige Impressionen unten. Als wir dann am Sonntag endlich auf der LBM 2017 waren, trafen wir natürlich viele nette bekannte Gesichter, die wir Freitag vermisst hatten, aber vor allem gerieten wir in einen Protest gegen COMPACT und sangen mit (also ich nicht, Carolin Wasauchimmer schon). Wir waren mittendrin als "Hoch die Internationale Solidarität" und "Refugees are welcome" und co. lautstark skandiert wurde. Endlich fühlten wir etwas Power und Anarchie - sonst redeten wir eher mit müden, energielosen Buchmenschen, die ob ihrer Sorgen ruhiger geworden sind. Vielleicht findet gerade ein Umbruch statt ... wir zwei vermissten auf jeden Fall die Welle der Begeisterung früherer Jahre, auf der wir so schön surfen konnten ... Schauen wir auf die Buchmesse in Frankfurt und hoffen da auf mehr Energie! Bei uns und bei allen anderen :-)
















Donnerstag, 23. März 2017

ESC 2017 - Meine Top 20 nach dem ersten Anhören


Seit dem letzten Wochenende ist es nun klar, welche 43 Künstler*innen mit welchen Liedern beim ESC 2017 in Kiew antreten werden. Celebrate Diversity heißt das Motto - und divers sind diese Lieder dieses Jahr ganz sicher. Und verdammt gut. Ganz ehrlich, man kann von meinem Geschmack halten, was man möchte, aber dieses Jahr ist mit dem stärksten ESC ever ever zu rechnen. Das sieht man daran, dass es Levina aus Deutschland schwer haben dürfte, an den Top 20 zu kratzen - und das völlig zurecht, denn die 20 Songs, die ich hier erwähne sind eindeutig gefälliger und besser als der deutsche Beitrag. 



Für mich überraschend ist der belgische Titel "City lights" von der Sängerin BLANCHE, der gewinnen müsste, wenn es nach mir ginge. Das ist ein Song, den ich mir auch außerhalb des ESC anhören würde. Er ist Indie, er ist frisch, er ist ein wenig Elektro, die Stimme ist kühl, der Beat treibt einen mit, das Lied, hat einfach alles, was es braucht, um ein Ohrwurm zu werden. Keine klare Nummer 1 wie Euphoria damals, aber ein bisschen stärker als der Portugiese, der vielleicht das schönere, ruhigere Lied performt - noch dazu in der Landessprache und wirklich gekonnt. Salvador Sobral singt ein zeitloses Lied, das auch beim ersten ESC hätte teilnehmen können. Es ist traurig-melancholisch, es ist wunderbar-tragisch - Amar Pelos Dios. Zauberhaft. Ebenso das finnische Lied, wie alle in der Top 5 eine riesengroße Überraschung. Auch bei diesem Lied stimmt alles: die fabelhafte Norma John zeigt hier großes Kino mit Blackbird don't sing. Die Klavierbegleitung ist wunderschön, macht das alles episch. Mei, war Finnland außer mit Lordi jemals so stark bei einem ESC?
Es geht kurios weiter: ausgerechnet Ungarn (das in den letzten Jahren weniger mit Weltoffenheit und Respekt vor Minderheiten geglänzt hat) lässt Joci Pápai mit Origo starten. Ein ganz besonderes Lied, mit Rap und Elementen aus der Roma-Musik gepickt. Mutig! Stark! Francesco Gabbani mit Occidentali's Karma aus Italien ist nicht zu unrecht der Favorit bei den Wettmachern. Verdient aus meiner Sicht, versprüht es doch so viel Lebensfreude und so viel Humor. Das könnte tatsächlich das Konsens-Lied werden. Der sympathische Sänger hat so viel Aura, der könnte echt das Rennen machen. 
Die nächsten beiden Lieder sind coole Elektro-Pop-Lieder mit Niveau aus Lettland und Aserbaidschan, sowohl Triana Park als auch Dihaj haben zwar keine Chancen zu gewinnen, aber so viel coolere Lieder als Levina. ;-) Auf Platz 8 und 9 folgen englischsprachige Länder, Großbritannien mit Lucie Jones und ihrem "Never give up on you" und der genauso schöne Isaiah aus Australien mit "Don't come easy" zeigen, was Pop-Balladen alles so können. Verführerisch! Auf Platz 10 ist für mich Frankreichs Alma mit ihrem Chanson "Requiem", das frisch, modern und kosmopolitisch ist. 
Dass die weißrussische Band NAVIBAND mit "Historyja Majho Zyccia" mit einem Vorzeige-ESC-Lied nur auf Platz 11 ist, zeugt genauso von der Stärke des Bewerbs wie Platz 12 und 13, die an die Schweiz und Schweden mit sehr gefälligen, rhythmischen Liedern gehen und die mit besonders hübschen Sänger*innen und Tänzer*innen aufwarten. Da stimmt alles und sie und trotzdem für mich nicht in den Top Ten. Uff!
Der mazedonische Beitrag von Jana Burčeska, "Dance Alone", ist ebenfalls guter Pop mit eingängigem Refrain und cooler Instrumentalisierung. In anderen Jahren hätte sie damit locker in die Top Ten kommen können. Das gilt ebenso für die Dänin Anja, die nichts falsch macht. Guter Pop, aber nichts Besonderes, kein Sieger-Titel. "Where I am" ist sehr solide und noch ein Stück entfernt von Levina. 
Auf Platz 16, 17 und 18 folgen ganz süße Jungs mit schöner Stimme und gefälligen Liedern. Der schönste Mann des ESC (wurde gewählt) IMRI mit "Feel alive" aus Israel kriegt bei mir den Zuschlag, vor allem weil das Video mich so schön an Tel Aviv erinnert. Der goldige Kristian Kostov könnte vielleicht relativ weit vorne landen, sein Lied könnte aber etwas stärker sein, das reißt mich nicht ganz so vom Hocker. Ähnliches gilt für den Starter Österreichs Nathan Trent: schön anzusehen, gut anzuhören, aber nicht ganz top!
Selbst die Plätze 19 und 20 höre ich mir gerne an, sie sind beide etwas cheap, aber halt auch cheasy: die Serbin Tijana Bogićević mit "In Too Deep" könnte eine Rolle um die ersten Plätze spielen, wenn sich der Balkan auf sie als Titel-Anwärterin einigt - auch wenn ich die Mazedonierin lieber vor ihr sähe. Das Team aus Estland bringt einen Nineties-Hit an den Start, könnte von Dieter Bohlen stammen und wird ein paar Punkte aus dem Ostblock erhalten. :-) Aber warum sie "Verona" besingen? Ob das Koit Toome and Laura jemals beantworten werden? 
Das ist alles subjektiv und wenig begründet hier. 20 gute Lieder bei einem ESC - das ist schon was! :-)

Dienstag, 21. März 2017

Welttag der Poesie: Ein Gedicht


#sprachenwirrwar

In einem Sprachbad bin ich aufgewachsen
elsässischbadischdeutschgriechischtürkischkroatischfranzösisch
Wörter gab es viele, von vielen
Mutter sagte Schließ das παράθυρο [paráthyro]
Und Serge, mein Nachbar, spuckte immer aufs Trottoir
Und die anderen sprachen es Trottwa aus
Ich sagte Bürgersteig
Wenn wir Fußball auf der Straße spielten
Schrien plötzlich Kinder Araba geliyor
Und ich konnte mich vor dem Auto hinter meinem Rücken in
Sicherheit bringen
Serges Vater sagte: Herrsch mol dü
Und wollte meine Aufmerksamkeit für sich
Und meine Lehrer benutzten Wörter wie trivial und Substantiv
Und ich trat gegen meine Mitschüler im Quiz an
Ein Bild wurde gezeigt und ich schrie die französische Vokabel heraus
Fenêtre und voiture und rue
Und nachmittags saß ich gefangen an einem Tisch
Und überlegte, welches i und welches o und welches e
Ich in diesem und jenem griechischen Wort zu schreiben hatte
Und dann fragte mich abends auf dem Nachhauseweg eine Frau
Wem ghersch du denn? Wer bisch du denn?
Und ich wusste nicht, wer ich bin und zu wem ich gehörte –

#jesuisjannis und #ichbinich und #ichgehörenurmirselbst und #benbenim und #είμαιεγώ