Donnerstag, 30. Januar 2014

schmerzwach sucht den Traumjob Teil 2


Im ersten Teil von schmerzwach sucht den Traumjob habe ich ein bisschen meine Kompetenzen und Interesse beschrieben. Nun, im zweiten Teil versuche ich einmal anzureißen, was ich in den letzten Jahren alles so getrieben habe. Kritiker*innen können mich danach fragen, ob ich für einen Job überhaupt Zeit habe. :-) Na klar, sage ich, weil ich sehr strukturiert bin, alle meine Aufgaben effizient und zielorientiert abarbeite (und scheinbar schneller als so mancheiner) - so, gut, genug angegeben. Jetzt ein paar der Projekte. In Teil 3 wird es eine Fortsetzung geben.
Auf dem Bild oben sieht man mich bei der Frankfurter Sprachwoche 2012, die der Verein sprich! e.V. organisiert - da bin ich der zweite Vorstand. Unser Verein hat das Ziel, benachteiligte Kinder, Jugendliche und ihre Familien "zum Sprechen" zu bringen, mit anderen Worten Sprach- und Leseförderung. Wir versuchen dabei neue Wege zu gehen - und vor allem zu den Leuten hin, da wo sie sich befinden. Auf dem Bild oben sitze ich im Schaufenster des Karstadt und lese aus meinem Jugendbuch Plattenbaugefühle. Die anderen Künstler*innen waren neben Literat*innen auch einige Musiker*innen unterschiedlicher Genres und ein Zauberer. Es war die Auftaktveranstaltung der zweiten Frankfurter Sprachwoche. Sehr erfolgreich war nach 2011 auch 2012 unser Lesemarathon, bei dem man ein Buch seiner/ihrer Wahl erhält, wenn man eine Minute daraus am Mikrofon liest. 
Seit Anfang 2012 probiere ich auch mit der Lesebühne des Glücks, gemeinsam mit Caro Hönn und Kristina Senk, neue Veranstaltungskonzepte aus. Neben der Lite-Rad-Tour, die wir 2012 und 2013 erfolgreich veranstaltet haben (an verschiedenen Orten Lesungen und dann am Main entlang von Offenbach nach Frankfurt mit den Autor*innen und dem Publikum Fahrrad fahren) ...



... haben wir die Lese-Inseln des Glücks (siehe erster Teil) entwickelt - außerdem organisieren wir seit einem Jahr den Frankfurter Diary Slam in der Zentrale, Coworking Space, in der Berger Straße. Den Diary Slam in Karlsruhe (vom Bücherbüffet Karlsruhe durchgeführt) durfte ich auch moderieren.
Der Moderator bin ich auch bei den Dichtungsfans (und Mitbegründer), einer neuen Gruppe von Dichter*innen aus Frankfurt und Umgebung, die im Bereich Lyrik neue Konzepte ausprobiert und eine regelmäßige Lyrikwerkstatt abhält. Das erste Konzept ist Undercover. Frankfurter Autor*innen und ihre Lieblingsgedichte, bei dem Dichter*innen mit dem Publikum über Gedichte ins Gespräch kommen - eine moderne Variante, die ein bisschen etwas zwischen dem Konzept von "The Voice" (aus dem Privatfernsehen) und "Ich trage einen großen Namen" (SWR) changiert. Besonderen Spaß hat auch die erste Veranstaltung Poesie einer Ausstellung gemacht, die eine Kooperation des ausstellungsraums EULENGASSE mit den Dichtungsfans ist. Auch hier herrschten die Prinzipien Interdisziplinarität und Interaktivität vor - es galt, sich dichterisch mit der ausgestellten Konkreten Kunst auseinanderzusetzen und über diese Texte ins Gespräch zu kommen.



Seit 2007 bereits bin ich in der Vorjury der Goldenen Leslie, dem Jugendbuchpreis von Rheinland-Pfalz - meine Aufgabe ist da mit meinen Kolleg*innen aus all den vorgeschlagenen Büchern 4-5 Bücher auszuwählen, die eine Jugendlichen-Jury letztendlich liest und daraus ihr Lieblingsbuch, den Preisträger, aussucht. Ein wunderschöner Preis, der mit viel Lesen verbunden ist, aber auch mit einem wundervollen Abschluss im November, bei dem die Jugendlichen mit dem/der Preisträger*in diskutieren können - und auch wir aus der Erwachsenen-Jury mal sehen, wer die Jugendlichen sind.
Beim Online-Kulturmagazin Faustkultur stelle ich in einer eigenen Reihe junge literarische Talente vor, zum Beispiel Gerrit Wustmann, Safiye Can, Lütfiye Güzel, Max Czollek, Dmitrij Gawrisch, Martin Piekar und viele andere. 



Zwischen 2012 und dem April 2014 bin ich offizieller StadtteilHistoriker Frankfurts, einem Projekt der Polytechnischen Gesellschaft. Dabei darf ich das sehr spannende Thema "Rote Zelle schwul - RotZSchwul" bearbeiten - das war eine Emanzipationsgruppe der neueren deutschen Schwulenbewegung in Frankfurt, die von 1971 bis Mitte der 1970er Jahre bestand. Gerade schreibe ich an einem Buch darüber, das ich im Frühjahr 2015 veröffentlichen möchte. Im April wird es in Frankfurt an der Hauptwache eine Ausstellung dazu geben. Eine Homepage habe ich auch erstellt.



Wenn ich schon im Bereich queer bin, dann kann ich auch das Team "Mein wunderbarer Waschsalon" nennen, mit dem ich queere Barabende zum Austausch und zur Begegnung organisiere - wir haben nämlich bemerkt, dass genau DAS in Frankfurt fehlt. Daraus sollen nun AGs bzw. AKs entstehen, die weitere Veranstaltung (politische Diskussionen, Filmabende, Partys) organisieren. Auf dem Bild unten sieht man ein Bild vom dritten Barabend, bei dem wir einen Gast-DJ aus Tel Aviv hatten, der uns mit orientalischen und Balkan-Klängen eingeheizt hat - da wurde aus dem Barabend ganz schnell eine heiße Tanzparty. :-)


Mittwoch, 29. Januar 2014

Diary Slam in Frankfurt - Valentinstags-Edition am 14/02/14


Oh, Leute, letztes Jahr am Valentinstag fand der erste Diary Slam in Frankfurt statt. Und er schlug wie eine Bombe ein. Wirklich! Damals dachte ich mir: Aber beim nächsten Mal werde ich am Valentinstag andere Dinge zu tun haben, einen wunderschönen Mann daten, zum Beispiel. Aber vielleicht kommt dieser wunderschöne Mann ja zum Diary Slam? Ja, bitte! Kriegt dann auch eine extra nette Moderation von mir zu hören - und ganz viele witzige Tagebuch-Texte von ganz vielen Leser*innen. Hoffe ich. :-)
Ich bin sehr gespannt. Bisher waren die Veranstaltungen ja wunderschön! :-)
Also, kommt alle und schmunzelt und lacht und freut euch mit uns! :-)

Dienstag, 28. Januar 2014

schmerzwach sucht den Traumjob - Teil 1


Im Netz verschwimmen Privatsphäre und Berufsleben, man erscheint oft als gläserner Mensch - wer kann dies berechtigter als ich behaupten? Gläsern bin ich, vieles erfährt man über mich. Aber weiß man deswegen alles über mich? Nein, sicher nicht. Denn wer sich in den Social Media Kanälen herumtreibt, sortiert natürlich aus, welche Informationen, welche Bilder, welche Ansichten er/sie über sich preisgibt. Oft bin ich da recht lax ... Aber nicht immer. Es gibt Grenzen. Eine Sache kann ich nun aber verraten: Für die Zeit nach der Buchmesse 2014, also ab Mitte März, suche ich meinen neuen Traumjob. Wo der sich findet? Nun, das weiß ich nicht, da sind einfach zu viele unterschiedliche Kompetenzen und Interessen, die sich in mir vereinigen. Die möchte ich kurz einmal im ersten Teil dieser Reihe näher aufdröseln. 


Was ist mein fachliches Kompetenzprofil?
Pädagoge mit viel Interesse an Medien, Skills im Bereich Interkulturelle
        Erziehung / Kommunikation, Queer Theorie und Praxis
Know-how und Expertise im Bereich Buch/Literatur und Social Media
Expertise in Konzept-/Programmerstellung
Tätigkeiten/Erfahrung im Bereich Pädagogik, Sozialarbeit,  
        Projektmanagement, Lektorat, Veranstaltungsmanagement, PR/   
        Öffentlichkeitsarbeit
Branchen: Medien + Kultur, Verlag, Pädagogik, Messen, Events

Was macht mich persönlich aus?
Hohe geistige Agilität 
Effiziente Arbeitsweise
Empathisch und sozialkompetent
Ausgeprägte(r) Kreativität / Ideenreichtum
Offenheit für Neues, hohes Maß an Spontaneität
Flexibel und anpassungsfähig
Offener Umgang mit unterschiedlichsten Menschen
Kommunikations- und Rhetorikstärke (auch auf der Bühne)
Moderations- und Präsentationsstärke 
Identifiziert sich stark mit Aufgabe und Rolle
Hohe Entwicklungs- und Lernbereitschaft
Interkulturelle Kompetenz
Soziale Einstellung
Netzwerken und Verbinden

Wo kann man mich fachlich/inhaltlich am besten einsetzen?
Öffentlichkeitsarbeit /PR /Interne Kommunikation
Tätigkeit im Sozialbereich (bei einem sozialen Träger, in der  
        Erwachsenenbildung, bei interkulturellen oder queeren Projekten 
Stabstätigkeit / Soziales Engagement in Konzernen
Programmplanung (TV) bzw. Fernsehjournalismus
Lektorat / Texten
Social Media Bereich
Beratung (Einzel-/Gruppen)
Medienumfeld (Buch, Film, Musik)
Konzepte
Veranstaltungsmanagement inkl. Moderation




Beim nächsten Mal werde ich ein paar meiner Projekte vorstellen - wie z.B. die Lesebühne des Glücks: Auf dem Bild sieht man mich bei einem gelungenen Experiment, "Leseinseln des Glücks" hieß die Veranstaltung und auf zehn verschiedenen Picknickdecken lasen Autor*innen jeweils 15-20 Minuten aus ihren Werken, jede*r vier oder fünf Mal. Die Passant*innen blieben stehen und hörten zu. In den Lesepausen bewarb ich die Veranstaltung mit einem Megaphon.


Sonntag, 26. Januar 2014

Schwullesbisches Lesefestival am 1.2. und 2.2.2014 in Wiesbaden


In diesem Moment, da ich den Blogartikel schreibe, findet die diesjährige Homonale in Wiesbaden statt. Ein sehr schönes, stimmungsvolles Filmfestival, über das ich in der Vergangenheit auch auf dem Blog (und bei Radiosub im Radio) berichtet habe. Heuer gibt es das erste Mal im Rahmen dieser Homonale ein schwullesbisches Lesefestival, das Juliane Seidel im Lesecafé Wiesbaden (coffeebar Anderswo) organisiert. Natürlich bin ich sehr froh, mit dabei zu sein. Nicht nur, weil eine neue Legende gesponnen wird, sondern auch weil ich einige der lesenden Autor*innen noch nicht persönlich kenne und mich sehr freue, endlich ihre Bekanntschaft im Real Life zu machen. :-)

Hier der Leseplan:

Samstag, 01.02.2013
14:00 Uhr: Einlass
15:00 Uhr – 15:45 Uhr: Sabine Brandl ("Und täglich grüßt die Erinnerung", Butze Verlag) (l)
16:00 Uhr – 16:45 Uhr: Conny Reinhard ("Das Leuchten des Almfeuers", Verlag HOMO Littera) (l)
17:00 Uhr – 17:45 Uhr: Tanja Meurer ("Der Rebell", Bookshouse Verlag, "Mord ohne Leiche") (sl)

~ Pause ~

19:00 Uhr – 19:45 Uhr: Jana Walther ("Phillips Bilder", Deadsoft Verlag, "Benjamins Gärten") (s)
20:00 Uhr – 20:45 Uhr: Jannis Plastargias (s)
21:00 Uhr – 21:45 Uhr: Martin Skerhut ("Dämonenlust", Deadsoft Verlag) (s)

~ Ende ~

Sonntag, 01.02.2013
14:00 Uhr: Einlass
15:00 Uhr – 15:45 Uhr: Laurent Bach ("Mord auf Französisch", "Unter Verdacht", Bruno Gmünder Verlag) (s)
16:00 Uhr – 16:45 Uhr: Andrea Conrad ("Gefährliche Liebe unter dem Hakenkreuz", Himmelsstürmer Verlag) (s)
17:00 Uhr – 17:45 Uhr: Nino Delia ("Menschen sind auch nur eine Trenderscheinung") (s)

~ Pause ~
19:00 Uhr – 19:45 Uhr: Chris P. Rolls ("Feuersteine", "Lions Roar", "Bodycaught") (sl)
20:00 Uhr – 20:45 Uhr: Yuliya Sokalska ("Lesbengeschichten einer Femme" ) (l)
21:00 Uhr – 21:45 Uhr: Anna Maske (Kurzgeschichten: "Eisblumen", "Macht der Worte") (l)

~ Ende ~
Legende
s = schwul, l = lesbisch, sl = schwullesbisch

Zwischen den Lesungen finden 15-minütige Pause statt bei dem direkt bei den Autoren Bücher erworben und Fragen gestellt werden können.
Warmes Essen muss aus logistischen Gründen bis 17:00 Uhr beim Team des Anderswo vorbestellt werden und wird in der großen Pause zwischen 18:00 und 19:00 Uhr serviert. Die Gerichte, die an den Abenden angeboten werden, werden an dieser Stelle noch bekannt gegeben.
Kleine Gerichte (Kuchen, Gebäck, Süßigkeiten), sowie Getränke können jederzeit geordert werden.
http://www.vee-jas.de/Lesecafe/homonale.html

Ich werde übrigens aus Plattenbaugefühle und "Liebe und andere Schmerzen" vorlesen. 

Samstag, 25. Januar 2014

schmerzwach reist: Teneriffa - 10 -


Waveman und Höhenangstman :-) Am schönen Strand von Bolulu gab es hohe Wellen, war auch eher ein Surfer-Strand - man durfte nicht schwimmen. Aber gegen die hohen Wellen springen (siehe Bild unten meine Wellen-Freunde). Am lustigsten war, als wir uns alle umdrehten, weil der Bademeister uns rauspfeifen wollte. Ganz empört drehten wir uns um, blieben stehen, staunten, fragten uns und ihn, was er wolle - und dabei wurden wir dann von der Riesenwelle (wegen derer er uns rauspfeifen wollte) fast mitgerissen wurde. Zum Glück schrie BFF mich aus dem Wasser. :-)))
Wahre Ängste hatte ich dann tatsächlich im Teno-Gebirge. Ich bekämpfe seit 100 Jahren meine Höhenangst. Ich bin immer mutig, so als schlechter Abenteurer, aber leide dabei. :-) Doch, ich mache alles. Aufs Hochhaus gehen, auf den größten Dom ganz nach oben, auf jeden Berg. Aber irgendwann kommt gelegentlich der Moment: da kann ich dann nicht mehr weiter laufen. Panik. Ich muss stehen bleiben. Das war auch auf dem Teno, während BFF und die anderen Tapferen mit Flip Flop und co weiter auf den Bergen kraxelten ...


















Freitag, 24. Januar 2014

schmerzwach reist: Teneriffa - 9 -


Meistens waren wir in Puerto de la Cruz, weil manche von uns ja das Surfen lernen wollten, manche konnten es schon - ich weder noch. Ich saß meistens am Strand und las Daniel Kehlmann Bücher. Oder ging spazieren. Oder trank Bier. Oder beides. Oder auch Barriquito. Hier ein paar Impressionen aus diesem schönen Städtchen.