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Posts mit dem Label "Krebsstation" werden angezeigt.

Liebe/r Kim. Briefroman

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Mein persönlichster Roman, inspiriert von der eigenen Krebserkrankung als Sechzehnjähriger und von der späteren Lektüre der "Leiden des jungen Werther", erscheint heute, am 12.9. - es macht mich glücklich! Und darum geht es: Ein Anruf reißt Kosmás aus dem beschaulichen Gleichgewicht seines Lebens. Bei seinem Neffen wurde Krebs diagnostiziert. Zwanzig Jahre ist es nun her, dass er selbst an einem Weichteilsarkom im Knie litt. Ist das nun Zufall? Erbliche Vorbelastung? Er muss nach Hause und seine Notizen suchen. Jahrelang hatte er vor, sie in den PC einzugeben und auszudrucken, doch alleine die Aussicht, das alles abtippen und noch einmal durchleben zu müssen, ließ seine Stimmung sinken. Könnten diese Seiten auch seinem Neffen helfen und ihm in seiner Bedrohung Beistand leisten? Einen Versuch ist es wert. Kosmás hat den Krebs damals überlebt, und ebenso die Chemotherapie und Bestrahlungen. Woher die Idee kam mit den Tumor zu sprechen, weiß er nicht mehr – damals hat e...

Ein persönlicher Post: Tumor-Trauma?!

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Kann man es ein Trauma nennen? Als ich fünfzehn bekam ich eine Diagnose: Mein Tumor war also bösartig, wurde zwar ganz entfernt, eine  Chemotherapie und Bestrahlungen musste ich trotzdem durchmachen. Ein halbes Jahr lang. In Freiburg damals auf der Kinder-Krebs-Station von Pfaundler. Mittlerweile ist das 22 Jahre her. Und trotzdem. Dieses Jahr erscheint nach all dieser Zeit ein Briefroman, der diese Zeit verarbeitet. Bereits im letzten Jahr erschienen zwei Kurzgeschichten in meiner Anthologie "Liebe und andere Schmerzen", die sich auch mit dem Thema Krebsleiden bei Jugendlichen beschäftigten. Kein Zufall! Lange Zeit dachte ich, dass ich diese sehr prägende Krankheit vollständig verarbeitet hätte, dass ich überhaupt kein Problem hätte. Aber warum kann ich "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green nicht lesen? So oft hatte ich es in den Händen, mich dann doch nicht getraut. Trauma?! Offensichtlich habe ich ein Trauma - eines, das immer wieder Bahn bri...

Ketteninterview: The Next Big Thing Blog Hop

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Cornelia Franke  hat mich (wahrscheinlich mehr aus Notwehr) via Facebook zu diesem nächsten großen Ding (oder so) eingeladen. Da mache ich doch gerne mit, auch wenn ich nicht so recht weiß, was ich schreiben soll. :-) Aber vielleicht hilft es mir, einen Verlag für dieses schöne Projekt zu finden?  Filmstill aus dem Schweizer Film "Stationspiraten" um vier Jugendliche auf einer onkologischen Station Die Fragen: Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs? Liebe/r Kim! Woher kam die Idee für das Buch? Vor mehr als 20 Jahren hatte ich einen bösartigen Tumor am Knie, genauer gesagt an der Patella-Sehne, und zwar ein Synovial-Sarkom. Ich trug ihn länger mit mir herum, wusste jedoch nichts von seiner Anwesenheit. Eines Tage wurde mir nach einer Computer-Tomographie mitgeteilt, dass ich einen Tumor habe. Zunächst ging der Arzt davon aus, er wäre gutartig, er würde lediglich heraus operiert werden müssen. Da dieser Tumor schon so lange ein Bestandteil in meinem Körper war, entsc...

Krankenhaus-Künstler

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Das weiß man sicherlich nicht, aber einer meiner ersten Langtexte war eine wissenschaftliche Hausarbeit zum Thema Krankheit und Tod, wie man in der Gesellschaft damit umgeht und insbesondere im Religionsunterricht - es ist also ein großes Thema in meinem Leben. Selbstverständlich auch deswegen, weil ich zu Teenie-Zeiten sehr lange auf einer Kinder-Krebs-Station lag. Es ist also ein Thema. Aber wieso so öffentlich? Ich vergleiche mich jetzt nicht mit Christoph Schlingensief oder gar Ai Wei Wei, beides große Künstler und fast noch größere Menschen, an die ich nie heranreichen werde. Doch beide haben auch ihre Krankheiten und Krankenhausaufenthalte zu einem öffentlichen Thema gemacht, was ich sehr begrüße. Warum? Krankheit und Tod sind ein riesiger Bestandteil unseres Lebens, das kann man nicht wegdiskutieren und vor allem nicht weg tabuieren. Uns begegnen diese zwei Themen fast häufiger als die Liebe, über die man immer gerne reden möchte. Wieso so öffentlich, so wenig privat? Früher ...

Stationspirat / von Pfaundler

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http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/10/stationspiraten1.jpg Stationspiraten. Ein Schweizer Film aus dem Jahr 2010. Um vier bzw. fünf Jungs auf einer Krebs-Station... Publikumserfolg. Zum Weinen, aber auch zum Lachen. Vor Kurzem habe ich ihn mir angeschaut. Für mich war er mehr zum Weinen, ja, tatsächlich ich weinte ganz schön viel. Wieso? Vor zwanzig Jahren war ich der Junge auf der Krebs-Station. Bei mir war es Onkologie der Kinder-Universitätsklinik in Freiburg, von Pfaundler. 20 Jahre. Am 19.7.1992 war der letzte Chemotherapie-Tag: Die letzte Infusion von giftigen Zytostatika, die durch meinen Körper geschossen wurde. 19.7.2012 - 20 Jahre danach. Gesunde Jahre. Der 19.7. damals eine Art Geburtstag. So etwas wie Wiedergeburt oder Neuanfang. Ja, ich hatte mir einiges vorgenommen, einiges. Natürlich konnte ich nicht sofort mein Leben ändern, aber in meinem Bewusstsein hat sich so vieles geändert. Ich dachte: Puh, du bist mit dem Leben davongekommen, jetzt mus...

Heute - ein ganz besonderes Buch...

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... das ich nicht noch einmal lesen werde. Ja, das ist das Thema für Tag 6 in der Stöckchen Bücherliste. Ich spreche von einem meiner Lieblingsbücher, einem Buch, welches die Axt für das gefrorene Meer in mir drin war (Kafka).  Geweint habe ich, stundenland geweint. Von Anfang an hatte mich dieser Roman gefangen, in seiner eindringlichen Sprache, in seinem schwarzen Humor, in seiner Lapidarität. Doch dann kam diese eine Stelle, an der man denken könnte, dass ja schon alles vorbei ist, als er nach Hause zurückkehrt, als Überlebender eines Konzentrationslagers. Und was passiert mit mir? Plötzlich bricht alles aus mir heraus, all die Wut, all die Trauer von den Seiten zuvor, aber noch mehr: Plötzlich erkannte ich mich in dem Jungen wieder, in György. Natürlich ist eine Krebserkrankung nicht mit einem KZ vergleichbar, doch die Sätze, die der Junge spricht, die Entgegnungen auf die Mutmaßungen der Erwachsenen, denen er ausgeliefert ist, sie erinnerten mich sehr an meine Situation, als...